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Die Marke Gott?

4. Dezember 2008
von

markenbibel1_1.jpgDas muss man Bernd Kreutz, Werber-Urgestein, Erfinder des gelben Stroms und 100-Tage-Blogger, lassen. Der Mann weiß, wie man eine E-Mail schreibt.

Knapper, knackiger Betreff. “Ist Gott eine Marke?”.

In der Mail dann nur ein aussagekräftiger Link: Markenbibel.

Sonst nix. Außer herzlichen Grüßen.

So erzeugt man Neugier ohne überflüssige Adjektive und ohne Zeitverlust.  Kreutz hat also wieder mal ein Buch geschrieben. Was kann man von dem Buch erwarten? Womöglich eine Abrechnung mit der Beraterbranche.

“Seit dem Boom der New Economy versuchen Markenmissionare Unternehmensgründern einzureden, Produkte seien nichts,Marken hingegen alles. Die Markenbibel will diesen Bullshit kärchern und Unternehmensgründer ermutigen, eigenem Talent und Urteilsvermögen mehr zu vertrauen als so genannten Markenexperten.”

Natürlich kann man mehr erwarten. Vor allem ist die zuweilen anekdotische, aber ebenso sachlich, kompetente Markenbibel ein Plädoyer für die Marke und die Rückkehr zu ihren eigentlichen Werten:

“So wie jeder Physiker zusammenzuckt, wenn Politiker vom Quantensprung als größtmöglichem Fortschritt faseln, so erschauern Kenner der Materie, wenn sie miterleben müssen, wie abenteuerlich inzwischen mit Begriffen wie Marke und Brand in Talkshows und Managementseminaren jongliert wird.”

Ist Gott also nun eine Marke? Wer`s glaubt, wird selig.

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Kommentare zu “ Die Marke Gott? ”

  1. Markus Hübner am 4. Dezember 2008 um 19:03 Uhr

    Ist bestellt, bin auch mal gespannt :-)

  2. dersuchende am 5. Dezember 2008 um 01:06 Uhr

    Der Blog von Bernd Kreutz war sehr amüsant.

    Unvergesslich das Video mit dem Unfall von Herrn Göttgens, als er einen 100.000 Euro MB-Oldtimer bei einer Rallye geschrottet hat, genüsslich und höchst zynisch kommentiert von Herrn Kreutz.

    Aber bei all der textlichen Scharfzüngigkeit, die bei diesem Mann zu erkennen is, ich stelle fest, dass er nur am Nörgeln, Mosern und Meckern ist.

    Motto: Früher war alles besser.

    Ich vermisse Konstruktivität.

    Wann hat man von dem lieben, selbsternannten “Gott am Kreutz” mal wieder ein wirklich gelungenes und kreatives Stück Werbung in der Neuzeit gesehen?

    Kommunikation vollzieht momentan einen geradezu historischen Wandel. Da ist es leicht, immer nur auf dem Balkon wie Walldorf und Staedler zu sitzen und seinen Frust runter zu quäcken.

    Oder habe ich geniale Werbekampagnen von Bernd Kreutz in den letzten 2 Jahren verpasst?

ivw