JC Penney schafft sündige Männer ins Doghouse
So etwa einmal in der Woche trudelt von einem wohlmeinenden Menschen, der wahrscheinlich in irgendeiner Seeding-Agentur sitzt, eine Mail ein, die einen tollen viralen Spot für den Blog empfiehlt. Meist ist das irgendein langweiliges Zeug, das dringend Anschub benötigt, weil es im Massengrab Youtube vermodert.
Zu Recht, denn auch kaum ein Blog hypt das mit der kreativen Brechstange zusammengeschusterte Bewegtbild. Sie taugen nicht einmal als schlechtes Beispiel, weil ihnen selbst das zuviel Buzz liefern würde.
Die wirklich guten Spots machen eh ohne solche Kickoff-Hilfe per Agentur-Mail die Runde. So wie Doghouse vom US-Händler J.C. Penney über den ich gleich mehrfach bei Twitter gestolpert bin. Für mich ohnehin eine verlässlichere Quelle als mein Outlook.
Doghouse, hier die Website, begeistert trotz seiner Länge mit saisonorientiertem Witz, spricht allgemein menschliche Erfahrungswerte an und bietet Mehrwert durch seine Warnung an alle Männer vor dem falschen Weihnachtsgeschenk für die Ehefrau. Haushaltsgeräte bespielsweise.
Das macht die Story auch so viral: Sie spricht die Gefühlswelt an und erinnert an Dinge, die jedermann und jedefrau so oder ähnlich selbst oder im Umfeld schon einmal erlebt hat.
Die Story beginnt mit einem Mann, der seiner Frau einen Staubsauger schenkt. Die frevelhafte Tat bringt ihn in eine Hundehütte. Eine Art Vorhölle für eheliche Versäumnisse in der bereits Leidensgenossen ihre Sünden büßen. Der Schluß ist dann natürlich Werbung. Die Erinnerung an die einzig sinnvolle Geschenkidee: Schmuck von JCPenney
Die Kampagne, die auch an Facebook Connect angeknüpft ist, stammt von Saatchi & Saatchi New York zusammen mit Razorfish. Regie führte Bryan Buckley.
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