Spießer Alfons: Mozart stammt aus der Türkei
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Beginnen wir das neue Werbejahr mit Mozart. Zum Requiem in d-Moll fliegt Lufthansa nach Österreich, woraus wir ablesen: ein Trauerspiel. Denn Mozart stammt in Wahrheit aus der Türkei, wenn Ihr die Anzeige für das Borusan Istanbul Philarmonic Orchestra aus 2007 (Agentur: Piramit, Istanbul) einmal vergleichen wollt mit der Lufthansa-Anzeige aus 2008, die von Mech aus Berlin kommt! (Quelle: Joe La Pompe)
Damit hat der Plagiartdirektor gezeigt, dass er nicht davor zurückschreckt, auch markante Ideen zu kopieren, obwohl er inzwischen wissen müsste, dass die Welt durch das Internet zum Dorf geworden ist. Und wer bei einer kleinen Nachtmusik die Sau durchs Dorf treibt, der kann nicht damit rechnen, dass das unbemerkt bleibt.
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Andererseits ist die Kreativität /Schöpfungshöhe hier uach (in beiden
Fällen) nicht so hoch: Wenn ich nach Wien fliege, ist es naheliegend
mit Mozart zu werben. Ein SEHR bekanntes Bild (und zudem noch frei)
ist das Gemälde von Barbara Krafft, das in beiden Fällen als Vorlage
diente. Und viele Freiheitsgrade bleiben dann nicht mehr: Das
Aufsetzen der Sonnebrille ist ja (Symbol für Modernität und Urlaub
…?) ist ja nicht gerade fernliegend und das angebliche Plagiat hat
sogar noch einen Bart spendiert.
Summa Summarum: Es ist ähnlich, aber es ein Plagiat kann ich notwendig
nicht erkennen. Dazu ist die Idee zu trivial und naheliegend.