Im Rausch des erhobenen Zeigefingers
Wenn deutsche Brauereien, womöglich noch unter einem Dach mit Spirituosen-Herstellern und anderen Promille-Machern, gegen Trinkorgien, Komasaufen, Alkoholmissbrauch und für ein rechtschaffendes Prosit eintreten, wirkt das so schal wie ein Kölsch in Düsseldorf und so langweilig wie es die deutsche Bierwerbung ohnehin erwarten lässt. So steht auch die Kampagne “Bier bewusst genießen” seit jeher unter dem Vorzeichen “Hauptsache erhobener Zeigefinger” und auch die Kampagne Dont drink And Drive tritt im Web auf wie ein auf Kumpelhaftigkeit trainierter Vertrauenslehrer (“Du, ich kann auch Internet”).

Doch man kann im Web Kampagnen gegen den Filmriss auch genauso intelligent, kreativ und auf der Höhe der Webzeit gestalten, dass “Dont drink and drive” dagegen erst Recht wie ein ausgenüchterter Monty-Python-Schnipsel aus den 70er Jahren wirkt.
So lässt Heineken mit “Know the signs” eine interaktive Site aufblitzen bei der man als Disco-Manager per Kamera-Observation das Verhalten der Gäste beobachten und Trunkene identifizieren kann.

Zur Kampagne, die schon seit vergangenem Jahr läuft, gibt es dann auch Aufklärung und Vernetzung via Facebook.
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“Nur wer nüchtern fährt ist der Bringer” sagt schon alles. Das mit der Jugendsprache ist schwer, ich weiß. Aber nichts ist schlimmer, als so anbiedernd daher zu kommen.
Heinekens “Know the signs” ist ein gutes Beispiel, wie das besser geht. Und zu der Optik sage ich mal nichts.
Da ist noch viel Luft nach oben!
[Ich kaufe ein "zi" für das "identifieren"
]
@nilsn
Danke, Cheers.