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Vaginale Werbung

12. Januar 2009
von Olaf Kolbrück

disco__018.jpgWerbung für Produkte im Intimbereich ist ja in der Regel eher verschämt, lügt dabei zuweilen das Blaue vom Himmel herunter und ist meistens so aufregend wie die Apotheker-Zeitung.

Nun aber liefert Grey Amsterdam für die Vaginal-Creme Latacyd von GSK eine international ausgerichtete Kampagne, die einen neuen Blickwinkel auf das Segment frei macht und dazu eine ungewönliche Sichtweise wählt: Die Perspektive einer Vagina.

In Zeiten, in  denen Körpergerüche, Menstruationsblut, Urin, Eiter, Sperma und Hämorrhoiden literarisch en vogue sind, kann sich eben auch Werbung das kleine Stück Freiheit mehr erlauben, um die Hygienevorstellungen von Marken an Kunden und Kundinnen zu bringen. Das muss nicht mehr diskret ablaufen.

Die Kampagne “Protect Yourself”, erstellt von einem überwiegend weiblich besetzten Kreativteam, zeigt, dass es oftmals schlicht eines ungewöhnliches Ansatzes bedarf, um ein Produkt von seinem medizinischen Flair zu befreien.

Vor allem aber kaspert der Spot nicht lange mit verschämter Unbeschwertheit um das Thema herum, sondern bringt die Verwendung auf den Punkt. Damit sollte der Clip gerade auch in der Generation “Feuchtgebiete” punkten, die bei Intimprodukte-Werbung mit blauer Farbe eh nur Rot sieht.

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Kommentare zu “ Vaginale Werbung ”

  1. Intim am 12. Januar 2009 um 13:45 Uhr

    Also “Feuchtgebiete” war das mit Abstand ekelhafteste Machwerk was mir je untergekommen war. Dagegen ist dieser Spot geradezu knuffig. Der Blickwinkel ist auch mal neu und die Musik super cool

  2. OlafKolbrueck am 12. Januar 2009 um 13:51 Uhr

    Die Musik ist von Klas Ahlund (MC Lita). Schwedischer Pop-Musiker.

  3. pseudoliterat am 12. Januar 2009 um 21:07 Uhr

    Gures Konzept, aber die etwas metaphorischere Variante für “U” gefällt mir besser: http://www.youtube.com/watch?v=mxkUE5TtOFQ

  4. Lady Bitch Ray am 13. Januar 2009 um 00:26 Uhr

    Und hier kommt auch schon die Antwort: Der Propellerman!

    http://www.viralmarketing.de/2.....e-desires/

  5. Sven am 13. Januar 2009 um 17:01 Uhr

    Cooler Spot. Man fühlt sich genau im Kriesenherd.

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