Peter Turi greift die Verlage an
Peter Turi, mit der Linksammlung Turi2 Bannerträger des Häppchen-Journalismus im Web 2.0, rüstet sich zum Angriff auf die Verlage. Turi, gerade erst vom Branchenblatt W+V als Frühstücks-Newsletter-Lieferant vor die Tür gesetzt, will “einen Verlag aufbauen, der das Beste aus den Medien 1.0 und dem Web 2.0 zusammenbringt.”
Im Interview mit Robert Basic bei Basicthinking kündigt er weitere Projekte an. “Das Internet gibt mir die Mittel in die Hand, eine “Alternativzeitung” aufzubauen, einen Verlag nach meinen Vorstellungen. Ich bin gewillt, diese Chance zu nutzen. turi2 ist nur der Anfang.”
Künftig, so tönt Turi, dessen Online-Gastspiel als Blogger bei Vanity Fair einst eher unrühmlich endete, heiße es nicht mehr “turi2, der Dienst, der früher aufsteht, sondern turi2, der Dienst, der niemals schläft.”
Selbstbewusst macht Turi der kommerzielle Erfolg in 2008: “turi2 hat 2008 netto Werbung im Wert von knapp 275.000 Euro geschrieben”.
Neuerliche Abmahndrohungen von Don Alphonso wegen Urheberrechtsverletzung dürften da aus der Portokasse finanzierbar sein.
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Die Abmahn_drohung_ ist allemal aus der Portokasse finanzierbar — die kost’ nämlich nix.
Drüberhinaus nehm’ ich mir schon mal Popcorn und seh mal, wie sich Web/pipapo 2.0 in der ökonomischen Krise bewährt.
Die Antwort wird wohl die sein: Solange wir wachsen haben solche Geschäfte schon alleine spekualtiven Wert (weil man nicht glaubt, dass andere Inverstoren in der Zukunft sparsamer sein werden). Aber in der Krise rechne ich jetzt mal damit, dass da ziemlich schnell die Luft ‘raus geht, wie damals 2001 in der New-Economy-Blase.