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Giulia Siegel: das fleischgewordene Konjunkturpaket

15. Januar 2009
von

starcamp.jpgEs ist das falsche Signal, wenn sich Spießer Alfons über Giulia Siegel mokiert. Die Dschungelcamp-Kandidatin taugt mit ihrem Kampf gegen ihre Spinnen-, Wasser-Wasweißichnichtsonstnochalles-Phobie nicht nur zu großen Bilderklickstrecken, sie kann auch jenseits des australischen Dschungels und „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ als Vorbild herhalten.

Warum?
Giulia Siegel versteht die Krise als Chance, die nur Spötter in diesem Zusammenhang als Krise der Kultur, Krise des guten Geschmacks oder Krise des Abendlandes begreifen.

Eine Frau, die dafür an nicht spart. Denn Frau Siegel hat vor der Reise in das Dschungelcamp von RTL Medienberichten zufolge noch schnell einen Schönheitschirurgen aufgesucht.
Im Klartext: Trotz ungewisser Zukunft hat sie investiert. Da sist ein gutes Signal. Bitte mehr davon. Krise als Chance.

Damit nutzt sie natürlich in erster Linie den Medien und den Werbungtreibenden in Print und Online. Allen voran natürlich dem Playboy. Doch sie führt damit allen anderen auch deutlich vor Augen: Investieren kann sich gerade jetzt lohnen. Giulia Siegel ist damit das fleischgewordene Konjunkturpaket. Die Berliner Zeitung erklärt sie zu Recht schon zur „Königin im Dschungel des Marketings“.

Doch es geht nicht allein um das finanzielle Investment, dass Siegel in diesen wenig optimistischen und zaudernden Zeiten als eine Art teutonische Marianne, als eine Bannerträgerin des Optimismus und weniger als Bikiniträgerin erscheinen lässt.

Auch wenn sie zeternd und zaudern zu den Prüfungen im Dschungelcamp schreitet. Sie steht sie durch. Im Dienste der Gemeinschaft. Allen Anfeindungen im eigenen Lager und in den Medien zum Trotz. Erinnert das nur mich an Kompetenzen, die einer Bundeskanzlerin würdig sind?

Die Dschungelcamperin beweist: In Zeiten wie diesen ist kein Platz für Ängste und Phobien. Dem Mutigen gehört die Zukunft. Augen zu und durch. Das ist alternativlos. Dann kann es auch zehn Sterne geben. Das ist die Antwort, die man allen Verzagten jetzt geben muss.

Schließlich war im Dschungelcamp nie soviel Symbolik wie heute: Hosianna und Horror wechseln auf dem Sonnendeck der Ex-Promis von Werbeblock zu Werbeblock. Abstürze und Hunger, Zickenterror und ein bisschen Frieden, Flying Buffets und Diättage, Kollaps und Konsum. Wie im wahren Leben. Und vor allem: Was ist schon die „Kammer des Schreckens“ gegen den wahren Ort des Horror: die Börse.

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Kommentare zu “ Giulia Siegel: das fleischgewordene Konjunkturpaket ”

  1. Spießer Alfons am 15. Januar 2009 um 13:58 Uhr

    @ Olaf

    Ruf doch mal bei RTL an, damit die uns als offizielle Pressevertreter in den Dschungel schicken! Dann werden wir ja sehen…!

  2. JeyPie am 15. Januar 2009 um 14:00 Uhr

    @Spießer – antizyklische Investition in die eigene Schönheit :-)

    Nur die Familienpolitik leidet doch darunter – als Alleinerziehende Mutter von 3 Kindern sind mal eben 3 Wochen Camp-Party fragwürdig!

  3. justus am 15. Januar 2009 um 14:29 Uhr

    bla …
    krise als chance … bla …

  4. Leftfield am 16. Januar 2009 um 07:14 Uhr

    Die Tante rekelt sich da auf Ikeamöbeln.

    Wie passend…
    Bei der fehlen ja auch reichlich Schräubchen!

ivw