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Google: Das Ende des Reinheitsgebotes

4. Februar 2009
von

Für das neue T-Mobile G1 Handy auf Basis des Google-Handybetriebssystems Android ist Google bereit zum Sündenfall. War die Startseite von Google bislang eine komplett werbefreie Zone, die nur Suchleiste und knappe Verweise zu Google bot, erlaubt sich der Suchmaschinenriese nun erstmals einen Werbelink auf Google.de und meldet: “Neu! Es ist da: Das G1 Handy”. Der Link führt dann nach einem kurzen Zwischenstopp bei den Google-Produkten zu T-Mobile. Bislang gab es Werbelinks immer erst auf der Seite mit den Suchergebnissen. Mit welchem finanziellen Gegenwert man wohl solch einen prominent platzierten Link bewerten muss?

google_g1.jpg

“Wie weitreichend die ramponierte Reinheit das wahrgenommene Wesen von Google wohl verändert? Vielleicht ist das der erste Schritt in Richtung Yahoo-isierung einer Legende”, denkt sich Ringfahndung.

Jedenfalls dürfte dieser Paradigmenwechsel teuer erkauft sein. Und je mehr Nutzer die Google-Toolbar oder andere integrierte Optionen zu Suche nutzen und nicht mehr die Startseite von Google aufsuchen, umso leichter dürfte es Google fallen, auch noch Anzeigen auf seiner Titelseite zu verkaufen.

Heilige Kühe gibt es offenbar in der Medienwelt nirgends mehr. Anfang Januar hatte auch die “New York Times” erstmals in ihrer Geschichte Werbung auf der Titelseite platziert.

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Kommentare zu “ Google: Das Ende des Reinheitsgebotes ”

  1. Matt am 4. Februar 2009 um 10:50 Uhr

    clap clap!

    Yahoo-isierung trifft´s auf den Punkt.

    Es gibt so Dinge, die sollte man sich lieber 3x überlegen.
    Und die eigene Format-CI ist so´n Ding.

    Vielleicht ist die Welt ja auf Dauer doch keine Google.

  2. Markus Willnauer am 4. Februar 2009 um 10:53 Uhr

    Das ist eine gute Nachricht. Erinnern wir uns wie es vor zehn Jahren bei Altavista angefangen hat, wo die damals führende Search Engine unter der Last eines total kommerzialiserten Portalaufbaus zerbrach. Dies wird bei Google sicherlich nicht (so schnell) der Fall sein, zeigt aber das Google irdisch und nicht galaktisch ist und auch für Google das Wachstum endlich ist und der Druck von der Börse enorm sein muß , um dieses Sakrileg zu begehen.

  3. b am 4. Februar 2009 um 11:00 Uhr

    Immer langsam mit den jungen Pferden: Chrome wurde an gleicher Stelle auch schon beworben.

    http://www.rimmkaufman.com/con.....mepage.png

    Würde mich nicht wundern, wenn da auch schon andere Google-Produkte wie Earth standen.

  4. OlafKolbrueck am 4. Februar 2009 um 11:12 Uhr

    @ b
    Stimmt. Aber Chrome war ein kostenloses Produkt – allein von Google.

  5. Frank am 4. Februar 2009 um 12:41 Uhr

    Google war noch nie “gut”.

    Google war nur immer “less evil” als andere ;)

    http://www.tecchannel.de/pc_mo.....tartseite/

    http://pascalherbert.wordpress.....tartseite/

    gruß

  6. Frank am 4. Februar 2009 um 12:43 Uhr

    P.S.: Steckt ja auch schon im Namen!

    Goog (für schwäbisch Schau, könnte auch fränkisch sein)
    le (=less evil)

    :-)

  7. Britta Stahl am 4. Februar 2009 um 13:59 Uhr

    Dieser Schritt war fast Vorauszusehen – will man doch dem IPhone möglichst schnell etwas Konkurrenz machen. Sollte es klappen, wäre das nur gut für die Preisentwicklung – denn bekanntlich belebt ja die Konkurrenz das Geschäft.
    Und immerhin – es ist ja eine Werbung für die eigene Sache…

ivw