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Microsoft nimmt es persönlich

4. Februar 2009
von

microsoft_brief.jpgMircosoft hat offenbar das Individum als Werbeelement entdeckt. Mit der Musik-Software Songsmith macht es die Kunden zu Mini-Bohlens und animiert zum nicht immer gelungenen Karaoke. Nun zeigt sich das Unternehmen mit der Aktion “Weil es jedermanns Business ist” auch noch im B2B-Bereich als menschliche Marke. So gibt es beispielsweise heute im “Handelsblatt” eine Art “Offenen Brief” mit scheinbar handschriftlichen Korrekturen. “Hauptsache persönlich” lautet die Botschaft, die auf die Microsite Microsoft.de/peopleready verweist.

Cool, denkt man da – Microsoft entdeckt das Mitmach-Web als Dialog-Instrument. Doch was wird geboten? Schleppend ladende Videos mit chemisch sauberen Statements, für die man erst einmal das Mircosoft-Plugin Silverlight herunterladen muss. Wäre ja auch ein Wunder, wenn es einfacher ginge.

Dann gibt es Podcasts und Webcasts, die so flott beginnen wie der Schulfunk auf WDR 3. Daneben gibt es Foren für “hochrelevante Fokusthemen” und Darbietungen von Experten aus dem Haus, mit denen ein persönlicher Dialog so leicht erscheint wie ein sinnvolles Gespräch mit einem Hotline-Mitarbeiter.
Das ganze System ist zudem in etwa so übersichtlich konstruiert wie eine 17seitige Strickanleitung.

Von modernen, einfachen Kommunikationswegen wie Blogs und Twitter keine Spur. Vielleicht habe ich es aber auch nur übersehen.
Vielleicht aber ist der digitale Mittelaltermarkt aber auch genau auf die Zielgruppe aus Führungskräften und Partner in Großunternehmen, Mittelstand und Öffentlicher Dienst abgestimmt.

Doch ein Unternehmen, dass sich als innovationsfreudig darstellen will und IT-Entscheidern neue Software schmackhaft machen möchte, der sollte nicht eine Web-Arbeitsweise von gestern präsentieren und das per Video mit Wortblasen garnieren, die selbst im öffentlichen Dienst in (hier Dorf der Wahl einfügen) längst die Pensionsgrenze überschritten haben: “Heutzutage muss man blitzschnell reagieren, wenn man vor der Meute bleiben will”. Aha.
Die deutsche Version des Spots gibts auf der Landingpage.

Der Brief ist Teil der globalen Kampagne, die JWT in New York kreiert hat (Adaption: McCann Erickson, München)

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Kommentare zu “ Microsoft nimmt es persönlich ”

  1. yes am 4. Februar 2009 um 14:52 Uhr

    Unqualifizierter Bullshit-Artikel.

  2. drikkes am 4. Februar 2009 um 15:18 Uhr

    “Yes”, da ist aber einer angepisst. Wenn ich einen XINGpro-Account hätte, würde ich nachschauen, ob bei der Münchner McCann ein Yan-Eric S. oder so arbeitet. Haha!

  3. Jander am 4. Februar 2009 um 16:54 Uhr

    *lach* Oh Gott ist das schlecht. Die Songsmith-Werbung war ja auch nur wegen ihrer Grottigkeit so viral. Das ist ungefähr vergleichbar mit der heißen Luft, die Grup Tekkan produziert hat. (Zur Erinnerung: http://www.youtube.com/watch?v=Mue6Vc_T9Ds ) Ich respektiiiiier nure disch. Aber hey: Any news is good news.

  4. Heinz Budner am 5. Februar 2009 um 00:08 Uhr

    Und was hat der seltsame Wechsel von Groß- und Kleinschreibung am Ende der deutschen Version für eine Bedeutung? Sehr seltsam, das alles.

ivw