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Spießer Alfons über das Gedächtnis älterer Menschen

4. Februar 2009
von

Im Berufsleben geht der Mensch im Allgemeinen mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Bald werden es 67 Jahre sein, weil der Staat meint, dass genug Arbeitsplätze vorhanden sind und wir mit 67 noch ausreichend fit sind. Und das sind wir. Jedenfalls die meisten von uns.

WirsindPapst.jpgUnd dann gibt es den Papst. Das ist ein Beruf, der jeweils nur von einem Sterblichen ausgeführt werden kann, bis dass der Tod ihn aus dem Amte holt. Wenn ein Papst seinen Job übernimmt, ist er bereits im Rentenalter. Und wenn er dann 81 Jahre alt ist, dann hat er möglicherweise nicht dieselbe Leistungsfähigkeit wie unser Ex-Kanzler Helmut Schmidt mit 90. Will meinen: Da ist es gut möglich, dass das Gedächtnis schon mal nachlässt. Oder dass leichte Verwirrung eintritt.

„Wir sind Papst“, schrieb BILD zum Amtsantritt von Benedikt XVI. Spießer Alfons, der Protestant, schließt sich davon aus. Und unterstreicht ausnahmsweise einmal das, was Franz Josef Wagner heute schreibt, nämlich: „Wie sollen uns die Angehörigen der Holocaust-Opfer verzeihen.“

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Kommentare zu “ Spießer Alfons über das Gedächtnis älterer Menschen ”

  1. Jan Manz am 4. Februar 2009 um 11:41 Uhr

    Sehr guter, da treffender Beitrag. Auch aus Kommunikationssicht muss man sich die Frage stellen, was Pabst Benedikt da geritten hat. Oder ob dies ein Generationen-Phänomen “alter weißer Männer” ist – dies ist zumindest die These des sehr guten Beitrags über die beiden gestrigen PR-Gaus der Bahn und eben jenes Pabst benedikt X. Zu finden unter: http://tinyurl.com/d39cp6

  2. Doc Holiday am 6. Februar 2009 um 17:38 Uhr

    Wenn sie sich bis jetzt nicht dazu durchringen konnten zu verzeihen, dann wird das auch glaube ich nichts mehr.

  3. Spießer Alfons am 6. Februar 2009 um 18:02 Uhr

    @ Doc Holiday

    Was “uns” betrifft, hat Du sicher Recht. Denjenigen, die dabei gewesen sind, zu verzeihen, halte ich für unmöglich.

  4. Doc Holiday am 6. Februar 2009 um 18:25 Uhr

    Dass es tatsächlich nicht unmöglich ist, möchte ich Dir hier in einem Link aufzeigen. Ich hoffe Du verstehst ausreichend endlisch.

    http://www.poptech.org/popcasts/?viewcastid=242

    Es handelt sich um eine Rede von Filmmaker Laura Waters Hinson, die nach Ruanda reiste und erstaunliches mitbegracht hat.

  5. Spießer Alfons am 6. Februar 2009 um 18:42 Uhr

    Danke, der Film ist beeindruckend.

    Ich denke, für eine Diskussion darüber ist dieses Blog nicht das geeignete Forum. Kurz: Wäre ich Jude und hätte die Bilder aus den Konzentrationslagern vor Augen, die Frauen, Greise und Kinder — ich glaube nicht, dass ich denen, die das verbrochen haben, jemals hätte vergeben können. Der nachfolgenden Generation möglicherweise schon.

  6. Doc Holiday am 7. Februar 2009 um 11:36 Uhr

    War mir eh klar, dass dies Eisen selbst dem Spießer Alfons etwas zu heiß ist. Aber beim Thema “Verzeihen“ (keine Bange ich hör gleich auf damit), sieht selbst der letzte Mohikaner im christlichen Abendland, wie sehr wir doch von “Auge um Auge und Zahn um Zahn” beherrscht werden.

ivw