Mit Xing das Google-Karma “manipulieren”
Ein Werber klagte jüngst, dass dieser Blog sein Google-Karma verschlechtert, weil ein schon älteres, eher unschmeichelhaftes Posting bei Google immer noch bei den Suchergebnissen nach seinem Namen ganz weit oben erscheint. Schicksalhaft nimmt er er sein schlechtes Karma hin. Eine Medienmanagerin fürchtet sich vor dem Networking in Communities, weil sie nicht in die Fänge von Google geraten will. Dabei machen beide einen Denkfehler. Denn das Google-Karma lässt sich zumindest ein wenig steuern. Ganz einfach. Dafür kann es durchaus sinnvoll sein, sich in die Arme von Google zu begeben. Wenn man beispielsweise seine Mitgliedschaft bei Xing richtig nutzt.
Es betrifft längst nicht nur jene, die “was mit Medien” machen und intensiv im Web unterwegs sind. Google findet oftmals selbst bei eher einspunktnulligen Nutzern des Web etliche Fundstellen zum eigenen Namen. Manche positiv, manche eher unangenehm. Andere eher befremdlich für mögliche Geschäftspartner bei der Google-Recherche, weil die Suchmaschine auch die online gestellte Teilnehmerliste von der letzten Sitzung des Kleingartenvereins ausgräbt oder einen Kommentar in einem Batik-Forum weit oben bei den Suchergebnissen auflistet.
Solcherlei Funde schafft man nicht aus der digitalen Welt. Man kann aber dafür sorgen, dass Google möglichst weit oben auf der ersten Seite der Suchergebnisse Informationen anzeigt, die einem selbst genehmer sind.
Ein Weg dahin führt unter anderem über eine Xing-Mitgliedschaft. Der zweite Schritt verlangt, dass man seine Abneigung gegen die Transparenz des Web teilweise ablegt. Denn Sie sollen zum eigenen Vorteil auf ein Stück Privatsphäre im Web verzichten.
Was ist zu tun? Bei Xing, ähnlich auch in anderen Networks, gibt es bei den Einstellungen zur Privatsphäre die Option “Mein Profil darf in Suchmaschinen auffindbar sein.”
Viele Nutzer schrecken genau davor zurück. Sie wollen nicht gefunden werden. Mit Blick auf das Google-Karma ist das Gegenteil sinnvoll. Lassen Sie ihr Profil von Google finden.
Denn anders als bei viele anderen Dinge im Web, haben Sie ja bei den Community-Profil selbst die Kontrolle darüber, wie sie sich darstellen wollen, was und wie viel sie von sich erzählen. Hier können sie anderen, die per Google auf der Suche nach ihrer Person sind, klare, eindeutige, aussagekräftige und qualifizierte Informationen liefern. Sie bestimmen dort ihr Bild nach außen, ihr Bild bei Google selbst.
Vor allem aber: Die Stärke großer Netzwerke wie Xing führt dazu, dass ihr Netzwerk-Profil bei den Suchergebnissen sehr weit oben erscheint. In der Regel -Â bei meinem Namen und vielen mir bekannten ähnlichen Fällen von Xing-Nutzern – schon auf der ersten Seite bei Google unter den Top-3-Treffern. Noch dazu mit informativem Zweizeiler unter der Fundstelle. Da wird sich anschließend kaum noch jemand durch Links mit der Platzierung vom letzten Tennis-Turnier oder Seiten mit zu recht vergessenen Hausarbeiten klicken.
Noch besser wäre natürlich, Sie hätten auch gleich einen Wikipedia-Eintrag zur eigenen Person.
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Der Wikipedia-Eintrag liefert grundsätzlich sehr gute Suchergebnisse und steigert auch den Traffic auf Webseiten merkbar. Jedoch stehen die Regeln von Wikipedia einem Eintrag ins Verzeichnis häufig im Weg. Gibt es einen wirksamen Trick an den Türstehern (Administratoren) vorbeizukommen?
Der beste “Trick” ist immer noch Relevanz:
http://de.wikipedia.org/wiki/W.....darsteller
Alles schön und gut, nur ist es leider bei Xing so, dass man nicht splitten kann zwischen “Profil darf in Suchmaschinen gefunden werden” und “Profil darf auch für Nichtmitglieder einsehbar sein”. Ich hätte beispielsweise kein Problem damit, wenn meine Gruppenbeiträge in Suchmaschinen gefunden würden – im Gegenteil, ich schreib da ja nur lauter schlaues Zeug
Aber ich weiß gerne, wer mein Profil besucht hat, da über Xing auch Zugang zu meinem Pseudonym besteht. Und da möchte ich einfach wissen, wer wann über mein Xingprofil aufs Blog gekommen ist, oder warum mich bei Twitter plötzlich jemand mit Klarnamen anredet. Xing ist da also eine Art Gatekeeper. Dadurch habe ich zwar keine wirkliche Kontrolle, aber doch wenigstens einen Überblick.
Wenn man mein Profil und meine Beiträge zwar über google finden könnte, sich aber erst anmelden müsste um das Profil einzusehen, wäre das natürlich ideal (wobei ich gleich mal schauen muss, ob man nicht die öffentlich sichtbaren Infos auch noch weiter beschneiden kann, das wäre dann ja auch ok).
Ich denke auch, dass man Xing sinnvoll nutzen sollte, wenn man erstmal angemeldet ist. Viele betrachten die Mitgliedschaft eher halbherzig; sie möchten alte Kontakte finden, sind sich den Möglichkeiten, die Xing zudem bietet aber nicht bewusst.
@ramses101 ich habe auch ständig anonyme Besucher über Google auf meinem Xing-Profil. Natürlich würde ich auch gerne wissen, wer dahinter steckt
Aber andererseits hoffe ich, dass er über das Xing-Profil auf unseren Blog kommt.
@ramses101 Die schüchternen anonymen Xing-Besucher sind natürlich etwas unschön. Ich kann damit leben. So weiß man wenigstens, dass man gefragt ist
Was für einen Sinn würde es machen, wenn du trennst zwischen ” Profil darf in Suchmaschinen gefunden werden” und “Profil darf auch für Nichtmitglieder einsehbar sein”.
Wenn du es für nichtmitglieder nicht einsehbar machst ist es ein wenig für die katz.
Übrigens kann man bei Xing in den Privatsphäre-Einstellungen für beides einzeln das Häckchen wählen.
Da kannst du auch wählen: “Meine Artikel und Kommentare in den Gruppen können über Suchmaschinen und RSS abgerufen werden. ”
Sinnvoller wäre bei Xing aber sicher eine noch feinere Abstufung bei der du für Suchmaschinen, Mitglieder, eigenes Netzwerk und vielleicht noch für special Friends Abstufungen in der Detailliertheit der Ansicht definierter Bereiche des Profils machen könntest. Das geht derzeit nur für die Kontaktliste.
Facebook bietet da meiner Erinnerung nach deutlich mehr Abstufungen.
@Olaf: Stimmt, die Artikel und Komentare kann man separat finden lassen. Eine Trennung zwischen den beiden anderen Geschichten wäre halt sinnvoll, da man a) bei google weit oben wäre, aber b) auch wüsste, wer denn da gesucht hat.
Das mag ja bei 95% aller user egal sein, aber ich verstehe nicht, warum man es unbedingt koppeln muss. Wenn ich allerdings einrichten könnte, dass zwar das Profil für alle, bestimmte Daten wie meine Links aber nur für Mitglieder sichtbar sind, wäre ich ja auch schon zufrieden.
Wie gesagt, das sehe ich als so eine Art Schleuse: Wer mich nicht kennt, kommt über die Suche nach ramses101 nicht auf mich, aber wer mein Profil kennt, kommt auf ramses101. Ich will einfach den Überblick behalten können. Wobei dieses Pseudonym-anonym-Ding natürlich eh bisserl 1.0 ist.
Man sollte auch nicht aus den Augen verlieren, dass es noch andere empfehlenswerte Businessnetzwerke in Deutschland gibt, welche teilweise ein besseres Angebot (da auch kostenlos gut nutzbar) bieten. Es wäre gut, nicht eindimensional zu denken.