Spießer Alfons: Nachrichten@Notizen (18)
Kleingedrucktes
Die Grippe geht um, und auch der Spießer blieb nicht verschont von Schnupfen und Husten. Und weil das Inhalieren von Kamille schon seit Großmutters Zeiten zur Linderung des Übels beiträgt, machte Alfons sich auf den Weg, um ein Fläschchen Konzentrat zu holen. Ja, und da man bei Lidl besser parken kann als vor der Apotheke, fuhr der Spießer hin zum Discounter und kaufte Optisana Medizinisches Kamillen-Konzentrat.
Thema: „Gebrauchsinformation“. Eigentlich benötigt Alfons keine Information für den Gebrauch von Kamillen-Konzentrat. Aber da eine solche dem Päckchen beilag, fiel sie dem Spießer auch in die Hände. Und er fragte sich: Wenn schon der Gestalter etwas mit den Augen hat, so schaut doch bestimmt noch ein zweiter Mensch auf die Gestaltung, bevor das Blättchen gedruckt wird. Und nicht zuletzt der Drucker müsste darauf hinweisen, dass eine Gebrauchsinformation, die nicht lesbar ist, für den Verbraucher genauso nützlich ist wie gar keine Gebrauchsinformation.
Superbowl
Ursula Reimers teilt mit, dass man in der GWA-AdZyklopädie die Spots
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Müllabfrage
Telefon klingelt. Irgendein Mafo-Insititut ist dran. Umfrage zu Discountern und SB-Märkten. Abgefragt werden u. a. Meinungen zu Lidl, aldi, Netto, Penny, Plus. Alfons sagt, dass er Netto nur dem Namen nach kennt, also keine Beurteilung über Waren, Mitarbeiter und Geschäftslokal abgeben kann. Der Interviewer meint: „Schätzen Sie einfach irgendwas!“ Hat Alfons gemacht. Und sich gefragt: Was wollen die eigentlich mit den geschätzten Resultaten real anfangen…?
Copyright
Angenommen, wir gehen durch ein Kaufhaus, nehmen hier was mit und dort was. Und an der Ladenkasse gehen wir vorbei als gäbe es dieselbe gar nicht. Dann eröffnen wir einen eigenen Laden, stellen die gesammelte Ware hinein und darunter kleine Schildchen, auf denen steht, wo wir sie gefunden haben.
Was dieser Hinweis soll? Nun, es gibt da Läden im Internet, die machen das so. Sie glauben, wenn sie einen Hinweis geben, woher sie die Ware haben, dann ist das schon okay.
Ja, es gibt Sammler und Jäger im Internet. Und was die Jäger erjagen, das sammeln die Sammler.
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“Was wollen die eigentlich mit den geschätzten Resultaten real anfangen…?”
Vielleicht wollen sie den “Ruf” oder die Vorurteile abfragen, nicht die fundierte Meinung? Aber schon komisch, ja.
- Oliver
Wäre interessant, welche Fragen der Interviewer genau gestellt hat. Ich tippe mal @Oliver:
Genau das wird’s gewesen sein: eher eine Imageabfrage der einzelnen Discountermarken als eine realistische Abbildung der Einkaufs-/Service-/Wasauchimmerqualität.
Im letzteren Fall hätte der Interviewer vorher abklären müssen, in welchen Läden der Spiesser (wann und wie oft) tatsächlich einkauft und deshalb ein fundiertes Urteil abgeben kann.