Twitter III: Monitoring und die Lehren aus dem Xing-Makel
Gestern hat Xing ein Online-Spiel names “Save the sacked” aus dem Netz genommen, nachdem es insbesondere bei Twitter zu zahlreichen Protesten kam. Das Beispiel zeigt vor allem eines: Für Marken sollte es heute zum Standard des Monitoring gehören, Diskussionen bei Twitter zu beobachten. Die Aktion lässt aber auch Versäumnisse erkennen.
Xing hat das Online-Spiel nahezu stillschweigend abgeschaltet. Lediglich in einem Xing-Forum gab es einen Hinweis. Dabei wäre es weitaus sinnvoller gewesen, zumindest mit ein, zwei Fakten auf die Debatte bei Twitter zu reagieren. Dass dies nicht geschah verwundert. Immerhin haben eine Reihe von Xing-Mitarbeitern auch einen Twitter-Account. Hier zu reagieren, hätte der Marke in diesem Moment zumindest ein wenig Achtung verschafft.
So hätte Xing nämlich deutlich machen können, dass das Unternehmen zuhört, aufmerksam ist und damit den Kritikern direkt Respekt erwiesen. Ich bin sicher, dies wäre positiv haften geblieben.
Doch Xing nutzte nicht einmal den eigenen Corporate Blog für eine Erklärung. Das hätte zudem einen weiteren Vorteil gehabt. Das Unternehmen hätte so womöglich die Debatte, die sich nun an anderen Ecken des Web entzündet, auf die eigene Plattform holen können und damit mehr Einfluss auf die eigene Außendarstellung erhalten.
Facebook hat dies beispielsweise gerade besser gelöst: Die Kritik an den neuen AGB bei Facebook nimmt Mark Zuckerberg als Anlass für eine Stellungnahme im Facebook-Blog. Das Statement lässt zwar auch Fragen offen, ist aber immerhin ein Zeichen an die Community, dass man sich mit der Kritik offensiv und möglichst transparent auseinandersetzt. Auch Daimler hatte beispielsweise die Debatte um ein Soundlogo auf den eigenen Blog gelotst.
Zurück zum Monitoring. Das lässt sich schon mit einfachen Mitteln bewerkstelligen.
Erste Anlaufstelle wäre beispielsweise Search Twitter. Das “Google” für das Gezwitscher. Dort kann man per Eingabe von Keywords oder Markennamen recht simpel Äußerungen über eine Marke verfolgen.
Etwas umfangreicher lässt sich das für mehrere Keywords per Monitter gestalten.
Auch eine Reihe von Desktop-Anwendungen wie Tweetdeck bieten die Möglichkeit, das Gezwitscher zu bestimmten Begriffen zu abonnieren.
Mitreden müssen Sie dann aber schon selbst.
Das Online-Spiel im Video dokumentiert von boocompany:













“Immerhin haben eine Reihe von Xing-Mitarbeitern auch einen Xing-Account”
ist das so formuliert, wie es gemeint war? Oder geht es nicht eher um die Twitter-Accounts von Xing Mitarbeitern?
- Oliver
@oliver. Danke. Ist natürlich bullshit. Du hast recht. Dachte eigentlich, ich hätte das vor dem Absenden geändert. Wohl nicht.
Hallo,
eine bessere Anlaufstelle als search.twitter.com ist sicherlich
http://www.twingly.com/microblogsearch
Damit überwacht man auf einen Streich gleich mehrere Microbloggingienste, nicht nur Twitter, sondern auch z.B. Jaiku und identi.ca.
Grüße
Tom
Hahaha, Spring mit Xing, Klasse!
Was kommt als nächstes? Schwing dein Ding mit Xing? Xing jetzt auch bei Burger King? Hochzeitsringweitwerfen mit Xing?
Die lassen echt keinen Fetteimer aus
gruß, Frank