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Spießer Alfons: Marriott macht eine Marke platt

27. Februar 2009
von

Bis gestern hat Spießer Alfons immer wieder gern in einem Marriott-Hotel gewohnt, bzw. dort häufig gegessen. Damit ist nun Schluss, Ende, aus und vorbei!

Der Grund: Gerade hat der Spießer erfahren, dass der Hotel-Goliath gegen einen Mode-David vorgegangen ist. Genauer: Der David ist eine Frau. Ihr Name Mari Otberg. Und die führte das Label JustMariOT für ihre Brautmoden. Und irgendein Wortklauber fand in diesem Namen ein verstecktes „Marriott“. Also Abmahnung, Drohung und — finito mit JustMariOT.

Wenn Ihr die Presseberichte angeklickt habt, dann wisst Ihr auch, dass Mari Otberg sich mit ihrem Markennamen bereits erfolgreich in der Modewelt etabliert hat. Und diesem Namen wurde durch die Hotelkette das Label entzogen. Mari gab ihren Laden in Berlin auf, weil sie weder die Kraft noch über die finanziellen Mittel verfügt, um dem Hotel-Riesen gerichtlich Paroli zu bieten.

Ein peinliches Schauspiel, das Marriott dort inszeniert hat. Und darum ist Marriott für den Spießer gestorben. Gibt ja auch genügend andere Hotels. Und wenn sich das im Web 2.0 herumspricht, dann wird das Hotel-Management vielleicht überlegen, ob es vernünftig gewesen ist, eine Frau platt zu machen, die absolut nichts Böses mit Marriott im Sinn gehabt hat.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Marriott macht eine Marke platt ”

  1. Wolf Rübner am 27. Februar 2009 um 07:38 Uhr

    Das merk ich mir! Also heißt der Claim “Müde Manager meiden Marriott”. Wolf vom Eventcampus

  2. tom am 27. Februar 2009 um 10:01 Uhr

    Jo, ich merke es mir so:
    Marriott ist Tott.

  3. Roland Panter am 27. Februar 2009 um 10:07 Uhr

    Markenschutz kann auch klar übertrieben werden. Leider fehlt vielen Managern das Feingefühl und Rechtsanwälten andere Klienten.

    Wird Zeit, das Thema Markenschutz grundsätzlich zu überdenken. Es hat offensichtlich immer der Schutz, der die besseren Anwälte bezahlen kann.

  4. Peter Möllers am 27. Februar 2009 um 10:13 Uhr

    Hotelmanager verstehen vielleicht grundsätzlich keinen Spaß: Eine Ulknudel hat vor geraumer Zeit der Steigenberger-Kette angeboten, in seiner (fiktiven) “Garni-Pension Steigenburger” Prospekte von Steigenberger auszulegen. Die Reaktion: anwaltliches Schreiben mit Abmahnung und Unterlassungserklärung. Am besten, man macht es wie die Niederländer: Die haben auf Reisen immer das eigene Zimmer dabei.

  5. Walter Matthias Kunze am 27. Februar 2009 um 10:14 Uhr

    Soetwas geht natürlich gar nicht.
    Das Marriott hat übrigens eine Kontaktseite, auf der man sich hierüber äußern kann:
    http://www.marriott.de/Channel.....default.mi

    Wenn dort genug Kommentare eintreffen, machen die sich vielleicht gedanken, dass es sinnvoller wäre, die MariOT zu supporten (mit dem eigenen Namen) statt sie plattzumachen. Was gibt es besseres als “Goliath hilft David”-Geschichten? Hmmmm? ;-)

    Soetwas liegt dann auch mehr im Trend bei den Kunden.

    Viele Grüße, WMK

  6. Walter Matthias Kunze am 27. Februar 2009 um 10:37 Uhr

    PS: So, nun habe ich mal schnell eine Nachricht ans Marriott gesendet über das Kontaktformular des Marriott mit dem Grundtenor: Unterstützen (mit dem eigenen Namen) statt zu zerstören. Vielleicht wird’s ja noch eine “Goliath hilft David”-Geschichte…

    http://www.marriott.de/Channel.....default.mi

    Gruß, WMK

  7. Max am 27. Februar 2009 um 11:06 Uhr

    Solche Aktionen kennt man ja sonst nur von der Magenta-Telekom… Skandalös!

    Die Rechtsabteilungen wollen eben auch beschäftigt werden. Schlimm.

  8. ingo am 27. Februar 2009 um 12:16 Uhr

    @WMK super Idee. Evtl schreibt schnell jem. einen Musterbrief!? Und dann raus damit ins virale Netzwerk….

  9. Pixel am 27. Februar 2009 um 14:49 Uhr

    Ganz blöd gefragt: Warum macht die gleich den ganzen Laden und das gesamte Geschäft dicht? Wieso nennt Sie den Laden und die Mode nicht einfach “Mari Otbert”, oder OT oder einfach nur Otbert? OK nicht ganz so sexy wie das Original, aber gleich komplett aufhören? Die Publicity, die sie jetzt hat, hätte doch gereicht gleich zu sagen: Mari Otbert bedauert es sehr, macht aber unter neuem Namen “Just Otbert” weiter. Da wären doch sicherlich ein paar Sympathiepunkte hängen geblieben, oder?

  10. Axel Porsch am 27. Februar 2009 um 15:21 Uhr

    @ pixel, ich spekuliere mal: die Designerin heisst Mari Otberg, kreiert unter diesem Namen unter anderem Brautmoden. Lebte lange in London und ist daher der englischen Sprache mächtig. Dachte sich also: Hmm, heiraten…, hatte – wie wohl viele von uns – den Spruch ” just married” im Ohr und formuliert: just married Mari Otberg – also in kreativer Verkürzung “justMariOT”. Eine, wie ich persönlich finde, recht geile Idee.

    Und da vor 7 Jahren (was für ein Wunder) die Domain http://www.justmariot.com noch verfügbar war, diese also gebucht und genutzt. Ist wohl auch mit 100%er Sicherheit in Anzeigen und Reportagen von nationalen und internationalen Magazinen kommuniziert worden (Google ist Dein Freund).

    7 Jahre lang… – bis Marriott und die Juristen auftauchten.

  11. fred am 28. Februar 2009 um 09:37 Uhr

    @Pixel
    das frage ich mich auch gerade

  12. Peter am 28. Februar 2009 um 10:31 Uhr

    @ pixel & fred

    Eine eingeführte Marke mit Internetadresse etc. zu ändern, ist ein genauso großes Risiko wie sich in einen Prozess mit Marriott zu begeben.

  13. Ex M am 28. Februar 2009 um 14:31 Uhr

    Unglaublich. Hätte sie jetzt ein Hotel unter dem Namen betrieben, könnte man das ja im Ansatz noch verstehen. Aber in einer komplett anderen Branche?

  14. Sacha Gortchakoff am 1. März 2009 um 14:19 Uhr

    Ihr habt alle Recht und ich schreib jetzt Marriott ne lustige Email, wie faszinierend es immer wieder ist, wenn sich die Stärksten gegenüber den Schwächsten gerieren wie es unsere allereinfachsten Mitmenschen nicht wüster tun könnten.

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