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Telekom wirbt neben Gewalt-Video

2. März 2009
von

Werbung auf Videoplattformen hat Marken lange Zeit nicht behagt. Vielfach fürchten Unternehmen auch heute noch, in einem unpassenden Umfeld aufzutauchen. Manchmal zu Recht. Beispielsweise wenn die Telekom  mit dem Slogan “Teile deine schönsten Momente mit anderen” bei Youtube ausgerechnet neben einem Gewalt-Video platziert ist,  in dem ein US-Polizist eine 15-Jährige in einer Gefängniszelle verprügelt.

telekom_gewalt.jpg

Frage an die Targeting-Experten: Wie lässt sich so etwas besser vermeiden?

Danke an Jan für den Tipp per Mail.

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Kommentare zu “ Telekom wirbt neben Gewalt-Video ”

  1. pots am 2. März 2009 um 09:53 Uhr

    negative keywords? sollte doch machbar sein. “attacked” und “jail” könnten auch alleinstehend schon für ein weniger positives umfeld stehen, das eher nicht zu “den schönsten momenten” gehören mag.

  2. Markus Roder am 2. März 2009 um 10:04 Uhr

    Ouch!
    MIR zeigt das Ganze, dass man sowieso nicht NEBEN Videos werben sollte, sondern IN und MIT Videos… zumindest, wenn nicht voll umschwenken will und a la E-Plus (http://tr.im/gV6m) ganz und gar mit WOM arbeitet ;) .

  3. Frank Schenk am 2. März 2009 um 16:38 Uhr

    Ich weiß, ich untergrabe das WebZwoNull-Konzept und torpediere die ehrlichen Bemühungen von Zeitgenossen, im Internet Geld zu machen – aber da Werbung im Internet ähnlich wie im TV hauptsächlich nervt, ist sie aus meinem Browser verbannt. Den Ausschlag zum generellen Boykott von Werbung im Internet gaben letztlich die Layerwerbeseuchen. Wenn sowas bei mir aufpoppt -> Firebug anwerfen, Script-URL raussuchen und ab in den Blocker.

    Zusätzlich gibts bei mir Flash nur, wenn ich will.

    Das Surfen ist so weitaus angenehmer und Ressourcenschonender.

    gruß

    P.S.: Werbung im Fernsehen boykottiere ich auch, nutze nen Online-Recorder, lade mir die Filme oder Dokus runter und schneide die Werbung raus oder spring halt drüber. Werbung in dieser Form (Web, TV) betrachte ich als massive Lebenszeitverschwendung. Ok, über die absurde Logik der Werbemacher muss ich schon manchmal schmunzeln (Persil Megaperls Ultra wäscht weißer denn je – Ja hats denn vorher nix getaugt?) und deshalb schau ich wohl auch so gerne hier vorbei :)

  4. Ralf am 2. März 2009 um 22:14 Uhr

    Wie sich so etwas vermeiden lässt? Gar nicht! Und das ist auch gar nicht gewollt. Werbung will Frequenz und nicht Contenance. Die Zielgruppen haben sich doch schon dran gewöhnt. — Liegt an den Eigenheiten des Mediums. Was in Zeitungen früher für einen Skandal taugte, blubbert im Web so nebenbei weg. Links Content, rechts Werbung. Na und? Das ist das Schöne am Internet: “Redaktion” und Werbung im zusammenhangslosen Nebeneinander.
    Der feuchte Traum aller Product-Placement-Spezialisten. Überall ist Platz für Werbung. Nix wird übel genommen.
    Wessen Anzeige ruft neben solch einem „Polizeibericht“ denn keine Übelkeit hervor? Karatestudio? CS-Gas Hersteller? Polizeigewerkschaft? Bund der Steuerzahler?
    Das ist halt die neue Zeit, und wir werden uns künftig über viel härtere Kontraste noch viel weniger aufregen, wetten?

    Mein Tipp für Mac-User: Adblock Plus. Nie wieder irritierende Werbung auf dem Bildschirm. Content netto.

  5. OlafKolbrueck am 3. März 2009 um 10:31 Uhr

    @Ralf
    “wir werden uns künftig über viel härtere Kontraste noch viel weniger aufregen, wetten?”
    tabugrenzen werden sich immer weiter verschieben. Aber deswegen schon jetzt im vorauseilenden gehorsam alles in Gleichmut hinnehmen? Nö.

    @Frank Schenk
    Dir ist aber schon klar, dass eben diese Werbung dir die kostenlose Nutzung dieser Medien ermöglicht. :)

  6. Oliver am 3. März 2009 um 10:40 Uhr

    Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis ein FireFox oder was ähnliches mit voraktiviertem Adblock (den gibt es natürlich nicht nur für Mac btw.) kommt. Wie soll das Netz denn ohne Werbung überleben können? Das ausgerechnet in DIESEM Blog solche Kommentare kommen irritiert mich wirklich. Ist ja nichtmal das erste Mal.
    Der nächste Schritt muß dann wohl sein, daß jede Kleinigkeit kostenpflichtig wird. Wer macht sich denn die Mühe eines Blogs, wenn er nur Zeit reinsteckt und Kosten hat? Der Typ Mensch, der das macht (Exhibitionist?) ist vermutlich nicht wirklich lesenswert. Das einzige was dann übrig bleibt, sind “Werbeblogs in eigener Sache”. Spannend ;)

    - Oliver

  7. Ralf am 3. März 2009 um 23:46 Uhr

    @ Oliver
    “Wer macht sich denn die Mühe eines Blogs, wenn er nur Zeit reinsteckt und Kosten hat?”

    ICH!

    “Der Typ Mensch, der das macht (Exhibitionist?) ist vermutlich nicht wirklich lesenswert.”

    DANKE!

    Ganz richtig aber: Was nix kostet, is auch nix! Deshalb bin ich dafür, dass Blog-Kommentare kostenpflichtig werden. Diese Zuschaustellung der eigenen Meinungen befriedigt schließlich ein dringendes, menschliches Bedürfnis. So 50 Cent wie bei “Sanifair” fände ich angemessen.

  8. ramses101 am 4. März 2009 um 10:30 Uhr

    @Oliver: Netz ohne Werbung kann nicht funktionieren, da geb ich Dir Recht. Aber Deinen Einwurf mit den “vermutlich nicht lesenswerten” Bloggern versteh ich nicht ganz. Ich würde mal grob schätzen, dass etwa 99% aller Blogger mit ihrem Blog nichts verdienen und die mit eigenem Webspace auch noch draufzahlen.

  9. KaGe am 4. März 2009 um 11:03 Uhr

    Traurig dass Google nicht in der Lage ist, die Titel der YouTube-Videos für die Werbeauslieferung zu filtern. Dass sie eine gut funktionierende Filterfunktion haben, beweisen sie jeden Tag mit ihrer Suchmaschine.
    Pots Hinweis, die Bannerlieferung an „negative Keywords“ oder „Unwörter“ zu koppeln, ist genau der richtige Weg, um solche Inhalt-Werbe-Kollisionen zu vermeiden. Eine Fallback-Kampagne mit Blind-Gifs springt dann an, wenn beim Seitenaufruf (inkl. Werbung) eine „negatives Keyword“ registriert wird. Technisch gesehen ist das alles schon erprobt.
    Mir stellt sich eher die Frage, ob YouTube das AI-Inventar der Gewaltvideos bei den Reichweiten-Erhebungen berücksichtigen darf. Dieses Werbeinventar ist per Filterfunktion nicht seriös bebuchbar. Müssten da nicht die AI-Zahlen bereinigt werden?

  10. Carsten am 8. März 2009 um 19:50 Uhr

    LOL, omg solche Pannen sollten aber besser vermieden werden :-P

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