Spießer Alfons: 1. TV-Spot in Deutschland
Es war im Jahre 1956, als das Werbefernsehen in Deutschland begonnen hat. Und der erste Spot, der in Schwarzweiß über den Bildschirm gelaufen geflimmert ist, der warb für die damals berühmteste Marke in diesem unserem Lande: Persil.
Der Persil-Spot fiel dem Spießer ins Auge, als er eigentlich nach etwas ganz Anderem gesucht hatte. Und Alfons zeigt Euch das Werk aus der Kinderstube der TV-Werbung, weil dieser Film bemerkenswert ist. Abgesehen davon, dass eine Länge von 54 Sekunden heute selten geworden ist, so wird der Persil-Spot jeden Kreativen entzücken, der schon immer der Meinung gewesen ist: Packshot muss nicht sein, es genügt, wenn das Produkt überhaupt in der Story erwähnt wird.
Bei Persil indes ist es mehr als die bloße Produkterwähnung. Hier spielen Liesl Karlstadt (dereinst Schauspielpartnerin von Karl Valentin) und Beppo Brem eine Geschichte, die man heute Slice of Life nennt. Und diese Geschichte sagt alles, was man über Persil wissen musste, damals, als unsere Umwelt noch sauber gewesen ist. (Der Slogan „Da weiß man, was man hat” kam übrigens erst 1973 von Persil. Und 1974 von Volkswagen.)
Genug der langen Vorrede — klickt doch selber mal auf den Spot! Die Agentur, die damit das Werbefernsehen in Deutschland eröffnet hat, war übrigens McCann, wo man heute nicht mehr mit Persil wäscht.
UPDATE:
Gerade hatte Spießer Alfons den Persil-Spot hier präsentiert, da ist der plötzlich auch bei Meedia zu sehen. Dass die Kollegen ihn zufällig au
ch gerade jetzt gefunden haben, zeigt: Es gibt Zufälle, die sind unergründlich!













Die Persil-Fortsetzungsfolgen in den 70ern mit dem Persil-Mann Jan-Gert Hagemeyer setzen dann sehr erfolgreich genau auf das Gegenteil: keine Story, dafür herrlich vorgetragene “Nachrichten” aus der Persilwelt und Packung, Packung, Packung:
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