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Zuflucht Zukunft

11. März 2009
von

Wenn schon Affen planerisch in die Zukunft schauen, warum gelingt uns das bei einem simple Ponzi-System wie der Wirtschaft2009 nicht? Vielleicht, weil schon die Gegenwart überraschend und durcheinander genug ist.

Unter der Überschrift “Sex, Lies and Photoshop” zeigt die “New York Times”, dass sie auch Video kann und belegt mit etlichen, schon anderer Stelle besprochenen Beispielen, dass eine klamme Lage kein Argument gegen spannende Innovationen ist.

Da lobt Michael Spreng, einst Chefredakteur der „Bild am Sonntag” und Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber, in seinem lesenswerten und anekdotenreichen Blog “Sprengsatz” plötzlich Angela Merkel:

“Aber kann es nicht sein, dass sie sich jetzt richtig verhält? Ist es nicht besonnen und verantwortungsvoll, angesichts der Katastrophe, die auch auf Deutschland zukommt, die große Koalition so lange wie möglich handlungsfähig zu halten, auch um den Preis, in der eigenen Partei in die Kritik zu geraten? Kann es nicht sein, dass Angela Merkel tatsächlich das Land vor die Partei stellt? Selbst dann, wenn sie dies nur aus taktischen Motiven tun würde, weil sie glaubt, es zahle sich am Ende beim Wähler aus, wäre es für Deutschland immer noch besser als die Ratschläge von Oettinger, Ramsauer und Co.”

Es braucht womöglich für den Durchblick so etwas wie einen künstlich erweiterten sechsten Sinn, den Pattie Maes, MediaLab MIT, sehr sehenswert auf der TED vorstellt und der mit technischen Krücken eine Augmented Reality (erweiterte Realität) schafft und die Wahrnehmumg verändert.

Andererseits nutzt diese Verknüpfung von Virtualität und Realtität wirklich etwas, wenn man schon im Hier und Jetzt  ganz konfus wird?

bahn_hof.jpgMan weiß ja auch gar nicht mehr, wem man trauen soll. Werbung lügt sowieso – oder nicht? Und wenn nicht wie gedruckt, dann definiert zumindest Außenwerbung der Bahn Schlafmützigkeit und dreidimensionale Botschaften völlig neu. Und das alles ohne Augmented reality-Schnickschnack. Alle Achtung.

Wenn man dann künstliche Realitäten und spartanische Möbel mischt, kommt am Ende womöglich noch so etwas ikea_space.jpgheraus wie ein ultra-spaciger Spot von Nordpol für Ikea. Da glaubt man ja beinahe, man hätte einen Inbus locker.

beck_baskett.jpgEs zeigt sich also, selbst in der Werbung kennt sich kein Mensch mehr aus. Basketball ist Fußball, Fußball ist Basketball, sagt Adidas, ist ein Basketbattle zwischen David Beckham und Kevin Garnett. Wenn ich sowas nur sehe, werde ich schon wieder ganz viral.

Hilft am Ende für ein besseres Verständnis der Zukunft am Ende also doch nur ein Rückgriff auf klassische Instrumente? Astrologie beispielsweise:

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