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Spießer Alfons: Tatort “Tatort”

15. März 2009
von

Der “Tatort” von heute trug den Titel “Das Gespenst”, und mitgewirkt hat das berühmte Gespenst Productplacement. Und weil es in Niedersachsen gewesen ist, sah man dort viele schöne Autos mit den beiden Buchstaben V und W.

Und dann war da noch eine Radiodurchsage.  Angespielt wurde darinnen auf die “Riesen” der Branche, nämlich GM, Ford und Chrysler, die auf den staatlichen Rettungsplan zurückgreifen müssen.

Das ist aktuelle Tatsachenhandlung. Da muss man auch die platzierten Produkte gar nicht nennen, was ja Schleichwerbung wäre und auffallen würde. Dass der “Tatort” demzufolge sauber war, ist klar. Schließlich kann man ja nicht  für einen Fernsehfilm neue Autos bauen, sondern muss zwangsläufig auf bekannte Marken zurückgreifen. Und alle, die man nicht im Bilde zeigen konnte, die hat man eben bei Namen genannt und damit bewiesen, dass es auch negatives Productplacement gibt — siehe oben! Ein kleines Dankeschön vielleicht für den Sponsor des Krimis…?

(Vielen Dank, Eva, für den sachdienlichen Hinweis!)

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Tatort “Tatort” ”

  1. uknaus am 15. März 2009 um 22:59 Uhr

    Täterauto am Flughafen: Golf
    Taxi: Passat
    Verfassungsschutz: Tuareg
    Lindholm: Passat
    Krankenwagen: Mercedes-Benz, DER darf auf keinen Fall liegen bleiben ;-)

  2. kawumm am 16. März 2009 um 09:56 Uhr

    das ist aber ein ganz offizieller und legaler weg. sie bekommen die autos kostenlos – aber kein geld.

    bald ist aber auch komplettes productplacement legal. endlich.

  3. Christoph Salzig am 16. März 2009 um 10:37 Uhr

    Ach, das war ein Tatort? Ich dachte, das war eine Dauerwerbesendung. Im Ernst: Es war so offensichtlich, dass es mich tatsächlich gestört hat (habe dazu auch direkt einen Tweet verfasst). Geschätzte 10 Minuten des Tatorts konnte man einparkende, ankommende oder einfach nur fahrende Autos sehen. Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass auch ein Ford im Bild zu sehen war – der war aber im Gegensatz zur VW-Armada gebraucht.

  4. MF am 16. März 2009 um 11:10 Uhr

    Ich weiß gar nicht was ihr habt? Geht doch bitte mal raus auf die Strasse oder kuckt aus dem Fenster. Dann zählt mal bitte etwa 5 Minuten die Automarken. Ich gehe jede Wette ein das VW diese Zählung gewinnen wird. Also man muss schon mit einer etwas komischen Einstellung den Tatort kucken um so etwas auffällig zu finden – eben als Spießer!

  5. klecks am 16. März 2009 um 11:20 Uhr

    Ach – das war ein öffentlich-rechtlicher GEZ-Krimi? Ich hatte schon gedacht, es wäre eine Dauerwerbesendung von Volkswagen. Hätte mich nicht gewundert, wenn dort auch noch Horst Schlämmer mitgespielt hätte!

  6. mercur am 16. März 2009 um 12:03 Uhr

    Und dann gab es auch noch Frau Lindholm, von der zu erfahren war, dass Sie früher “raider” geklaut hat. Weiß doch jeder, dass Raider jetzt Twix heißt, oder?

  7. Jürgen Linsenmaier am 16. März 2009 um 12:16 Uhr

    @Alfons

    Und wo ist jetzt eigentlich das Problem?

  8. Spießer Alfons am 16. März 2009 um 12:41 Uhr

    @ Jürgen Linsenmaier

    Abgesehen davon, dass Productplacement im öffentlich-rechtlichen TV verboten ist, so gibt es mehr Probleme.

    Problem Nr. 1 hat die ARD-Werbung Sales&Services GmbH, die an dem Werbefilm nicht partizipiert.

    Und das zweite Problem hat Opel: Dieser Autobauer hätte auch gern ein paar Autos zu Werbezwecken zur Verfügung gestellt — vermute ich jedenfalls.

    Und ansonsten: Wie kommt man mit seinen Produkten in die nächsten “Tatorte”? Wird das irgendwo öffentlich-rechtlich ausgeschrieben? Oder einfach unter der Hand vergeben…?

    Letzteres scheint mir das größte Problem zu sein. ;) Gibst Du mir eine Antwort…?

  9. kawumm am 16. März 2009 um 13:21 Uhr

    frag doch nicht uns – frag doch die ard!

  10. jagermeister am 16. März 2009 um 15:11 Uhr

    @ Spießer Alfons:
    Man kommt in die nöchsten Tatorte, wenn man sich an entsprechende Vermittlungsagenturen wendet. Zum Beispiel an eins, das führend im Bereich des sogenannten Product Placement im Fernsehen ist, das kann man alles googlen.

  11. Pixel am 16. März 2009 um 16:42 Uhr

    Es ist doch alles ganz einfach.
    Genau so, wie es für Parteien und Religionen Sendezeiten gemäß ihrer Prozente gibt, so gibt es Werbezeiten für Marken und Produkte.
    Im Tatort war fünf Mal ein VW zu sehen, jeweils für 10 Sekunden. Macht zusammen 50 Sekunden. Dies setzt man in Korrelation zu den Einschaltdaten und man erhält den Fernsehwerbemarkenwertquotienten FWMWQ. Dazu nimmt man die Zuschauerzahl – das waren am Sonntag knapp 9 Millionen – multiquadripuliert diese mit dem Gesamtmarktanteil von 23,5 Prozent, divizuminiert durch den Anteil in der Gruppe der 14-49-Jährigen von 18,6 Prozent.
    Auf diese Weise lässt sich der FWMWQ für alle Sendungen der öffentlichen Kanäle errechnen. So ergibt dann sagen wir das Auftauchen eines Opels von 2 x 10 Sekunden im Frühlingsfest der Volksmusik plus 1 x 4 Sekunden im Frühstücksfernsehen den gleichen FWMWQ analog der Anmeldungsstatistik beim Kraftfahrzeugbundesamt wie für VW im Tatort.
    Alles wird zusammengezählt und am Jahresende muss die Sendezeit für alle Marken ihrem Anteil an den Verkaufszahlen entsprechen.
    Sollten noch Prozente fehlen, wird einfach zu Weihnachten “Manta, Manta” gezeigt, oder “Herbie ein flotter Käfer” ins Feiertagsprogramm genommen.

  12. Spießer Alfons am 16. März 2009 um 17:13 Uhr

    @ Pixel

    :) :) :)

  13. Leftfield am 17. März 2009 um 08:54 Uhr

    @Alfons

    Selbst mit dem besten Willen wäre es nicht möglich gewesen auch noch Opel mit in den Tatort einzubauen.
    Da die Folge bereits vor einem 3/4 Jahr gedreht wurde…

    “Man muß ja immer erst sehen das man einen Sendeplatz findet” so vor einiger Zeit mal ein Sprecher der ARD zu den “vielen” Tator-Folgen.

    Btw der letzte Lürsen-Tatort (vor zwei oder drei Wochen?) wurde bereits 2007 gedreht und dieses Jahr erst gesendet :)

  14. Spießer Alfons am 17. März 2009 um 08:58 Uhr

    @ Leftfield

    Aber vor einem 3/4 Jahr gab es doch noch gar keinen staatlichen Rettungsplan für GM, Ford und Chrysler, oder…?

  15. Leftfield am 17. März 2009 um 09:02 Uhr

    Darauf bezieht sich mein Kommentar :D

    (Dachte ich müße das nicht extra erwähnen)

ivw