Ikea und die Kaufreflexe
Ich muss ihn hier doch noch einmal zeigen, diesen wunderbaren, spacigen Spot von Nordpol für Ikea. Ich find ihn schön. Schlicht schön. Doch gab es einen Kaufimpuls? Lustreflexe im Katalog zu blättern? Nein.
Wie anders der kurze Hinweis beim Stylespion über den Aufbau seiner Ikea-Küche (samt fehlender Türen – its not a bug, its a feature). Kaufimpulse spürte ich auch hier nicht, ich habe schließlich eine Küche, aber irgendwie krochen Ikea-Küchen im Relevant Set gleich weiter nach oben.
Weil die besten Marketer eben nicht mehr klassische Werbefahnen sind, sondern wie Andreas Milles von Spreadshirt mal in einem Vortrag sagte, mein Freund, mein Bruder, mein Nachbar. Der Nachbar kann eben auch ein Blogger sein, der einen Klick weit nebenan wohnt.



















Das geht mir genauso. Ich glaube, das liegt daran, dass ich bei offiziellen Werbespots gleich weiß, dass sie mir sowieso “nur” was verkaufen wollen. Dadurch schaue ich mir Werbefilme eher mit einer inneren Distanz an, auch wenn sie noch so schön sind.
Bei einem Blogeintrag oder Ähnlichem ist das Erlebnis, dass da jemand mit Herz und Schmackes dabei ist, ungleich größer, weil ich da nicht den Verdacht habe, dass mir jemand nur was andrehen will…
Mein Lieblingswerbespot ist deshalb auch nach wie vor die “Big Beer Ad”, die einfach sagt, wie es ist:
http://tinyurl.com/2uo9t3
Die Türen haben nicht gefehlt, sie wurden schlicht und einfach von uns bestellt. Also kein Fehler seitens der Schweden