Spießer Alfons: BILD für den Oscar nominiert!
BILD ist stolz auf eine redaktionelle Leistung. Nicht die eigene, sondern die Leistung eines Lesers. Der hat nämlich ein Foto gemacht. Kein kreatives Foto, sondern der Fotograf hat einfach im richtigen Moment auf den Auslöser seiner Kamera gedrückt und ein Flugzeug festgehalten, das beinahe verunglückt war. Und weil dieses Foto für die LeadAwards nominiert ist, steht das heute groß auf der Titelseite von der Größten auf dem Boulevard. Und die LeadAwards werden zu „Medien-Oscars“.
Wohlgemerkt: Das Foto ist (noch) nicht ausgezeichnet, sondern lediglich nominiert. Und nicht bei einem internationalen Wettbewerb, sondern bei einer deutschen Lokalveranstaltung, aus der DER SPIEGEL gerade ausgestiegen ist.
Die Veranstalter der Nabelschau: „Die LeadAwards werden … dem Anspruch größtmöglicher Objektivität und größtmöglicher Vielfalt gerecht. Es ist gewährleistet, dass bei der Preisfindung niemand ausgeschlossen wird, sondern alle kreativen Leistungen im Print- und Online-Bereich Berücksichtigung finden.“
Abgesehen davon, dass das Foto des BILD-Lesers keine kreative Leistung ist, so weiß jeder Branchen-Insider, dass die LeadAwards eine selbstbefriedigende Veranstaltung sind, wo viele Redaktionen zwangsläufig ausgeschlossen werden. Und wo Medienmacher auch die Möglichkeit haben, ihre eigene Arbeit zu nominieren und auszuzeichnen. Ein Kritiker nannte die LeadAwards eine „wichtigtuerische Binnenmajuskel“ .
Hiermit nominiert Spießer Alfons die BILD-Redaktion, und zwar für einen Hollywood-Oscar. Kategorie „Selbstdarstellung“. Die Preisverleihung findet statt am 1. April April, also am selben Tage, an dem auch die Preisträger der LeadAwards bekannt gegeben werden.












Und wie werden die Bild-Leute erst feiern, wenn sie hören, daß Bild.de auch nominiert ist!?
http://www.dwdl.de/article/story_20187,00.html