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Bionade erklärt die Quitte

18. März 2009
von Olaf Kolbrück

Von der zweiten Flasche Bionade bekomme ich immer Blähungen. Einem Kultgetränk kann so etwas auch nichts anhaben. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Die Marke steht nun mit der neuen Sorte Quitte im Regal. Die Geschmacksrichtung, so will es die Legende, taugt aber laut Marktforschung nix für eine Limo. Vor allem aber: So recht weiß kein Mensch, was eine Quitte ist.

Wie immer aber hört Bionade-Macher Peter Kowalsky lieber auf seinen Bauch oder seine Tochter und macht das Mafo-Ergebnis gleich zum Werbeprinzip: „Die Marktforschung sagt nein. Wir machen es trotzdem!“ Aus dem Original-Mafo-Material hat Kolle Rebbe denn auch Spots zusammengeschnitten, in dem sich die Fokusgruppe an einer Erklärung probiert. Blöd, wenn man sein Wikipedia nicht dabei hat.

Vielleicht gibt es eine Quitte aber auch gar nicht. Die Zielgruppe gibt der Frucht jedenfalls null Chance. “Wenn sie was besseres haben, rufen sie an.”

Hatte man bei Bionade nicht. Macht aber auch nichts. Hauptsache, es schmeckt.

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Kommentare zu “ Bionade erklärt die Quitte ”

  1. Oliver am 18. März 2009 um 16:36 Uhr

    Ich kann’s nicht erklären, aber ich finde es irgendwie gut. Die Werbung funktioniert, habe vor auf dem Heimweg mal eine Flasche zu besorgen zum probieren. Faszinierend.

    - Oliver

  2. mark793 am 18. März 2009 um 18:26 Uhr

    Mir kommt dabei die titelgebende Kolumne von Max Goldts “Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau” in den Sinn. Schöne Geschichte, die mich zum Schmunzeln brachte. Ich denke, ich würde der Quitten-Bionade zumindest eine Chance geben. Und die Werbung funktioniert bei mir auch, wenngleich ich so ein bisschen den Verdacht habe, dass die auch hauptsächlich für Leute wie uns gemacht ist.

  3. OlafKolbrueck am 18. März 2009 um 18:46 Uhr

    @mark793
    So Leute wie wir trinken ja auch bionade. :-)
    Mit dem Mafo-Thema erreicht man ja auch schön alle “WasmitMedien”-Macher als Multiplikatoren für die neue Sorte.

  4. baddiel am 18. März 2009 um 20:23 Uhr

    ist das sicher, dass da die original mafo-daten verwendet wurden?

    so oder so aber eine ganz fantastische idee.

  5. Herr T. am 18. März 2009 um 20:59 Uhr

    Ich bin wohl kein Mensch, wenn ich Quitten von Kind auf kenne und mag. Die Plakatwerbung hat mich jedenfalls erreicht, ich werde mir welche kaufen.

  6. M. am 18. März 2009 um 21:43 Uhr

    Mutig. Schön. Gefällt mir.

  7. Max am 19. März 2009 um 06:29 Uhr

    Quitten hingen in unserem Garten.

  8. Che am 19. März 2009 um 08:35 Uhr

    Nur falls es wirklich scheitert *pessimist raushängen lassen* dann ists doppelt peinlich. Weil die Mafo schon vorher sagte, dass es nicht funktioniert und man es noch großartig trotzdem in der Werbung rumgebrüllt hat. Aber da Bionade eigentlich alles richtig macht wird wohl auch das funktionieren.

  9. Dennis am 19. März 2009 um 16:33 Uhr

    Schon sehr interessant. Und macht jetzt StudiVZ dafür sogar extra eine “Kaffeepause”?

    Aktuell heißt es auf studivz.net – und darunter ist der neue Bionade-Spot zu sehen:

    Käffchen?
    Aufgrund eines Systemausfalls mussten
    wir leider offline gehen.
    Mach mal ‘ne Pause!

    Wir sind bald wieder für Dich da.

  10. meistermochi am 19. März 2009 um 20:24 Uhr

    supersympathisch, einfach klasse!

    hornbach kann das nicht…

  11. felix am 20. März 2009 um 10:15 Uhr

    Quitten sind roh ungenießbar, kein Wunder, dass die Fokusgruppe das nicht mag und ablehnt. Das ist als würde man als Hamburgerbraterei der Zielgruppe ein halbes totes Rind vorsetzen und dann fragen, ob das schmeckt. Na wahrscheinlich nicht. Quitten muss man schon kochen, dann Marmelade draus, Quittenspeck, und gerne auch Limo. Bestimmt lecker.

  12. minstyle am 20. März 2009 um 23:39 Uhr

    Von der Atmosphähre her gleicht es meiner Meinung nach ein wenig der Serie von STROMBERG. Wirkt sehr sympathisch. Gefällt mir gut.

  13. KlarTextCGN am 21. März 2009 um 13:10 Uhr

    Eher charmant … erinnert nicht zuletzt durch die Frucht ein wenig an Apple-Produkte …

  14. StoiBär am 21. März 2009 um 14:01 Uhr

    In unserem Garten stehen drei Quittensträucher, die Jahr für Jahr dick voll Früchte hängen. Da wir sie selbst nicht direkt verwerten (ausser zu Dekozwecken) finden sich jeden Herbst dankbare Abnehmer, die Quittensaft und -gelee kochen. Eine dankbarere Frucht für den Garten gibt es übrigens kaum. Im Gegensatz zu Äpfeln, Birnen, Kirschen oder Zwetschgen sind Quitten recht resistent gegen Schädlinge.

    Schon allein weil Kowalski alte Obstsorten verwendet, die keiner mehr kennt, der nur bei Aldi, Lidl und Co. einkauft, ist das Ding kaufenswert! Wie Holunder aussieht, wird wahrscheinlich von den IQ-Bremsen aus dem Video auch keiner wissen. Und Litschis kennt man ja auch nur vom Nachtisch beim Chinesen.

  15. StoiBär am 21. März 2009 um 14:02 Uhr

    Übrigens kann man die Kommentare nicht absenden, falls man die Kommentarbenachrichtigung anklickt.

  16. OlafKolbrueck am 22. März 2009 um 10:12 Uhr

    @stoiBär,
    Danke. checke da mal. zur not dürfte es der eigenständige Kommentarfeed tun. Rechts in der Sidebar beim RSS-Feed.

  17. Frank am 23. März 2009 um 14:34 Uhr

    Auf der einen Seite lustig, auf der anderen ein wenig erschreckend, wenn man sieht, wie wenig Allgemeinbildung die Leute haben…

    Naja, dann haben die Dummen jetzt wenigstens auch eine Limo: Auch wenn sie die gar nicht wollten…

  18. ramses101 am 24. März 2009 um 10:32 Uhr

    Naja, bisserl was rausgeschnitten wurde mit Sicherheit und – wie oben schon angemerkt – rohe Quitten sind auch Quatsch. Erinnert mich insgesamt etwas an die RTL-Außenreporter, die 10 Jugendliche am Stück nach Steinmeier fragen und jedesmal ein dumme Antwort kriegen. Dass das vielleicht 10% der Antworten waren, muss man ja nicht sagen.

    Wenn die Quitte von der Mafo aber tatsächlich eine 6 bekommen hat, würde mich mal interessieren, warum das Ding denn trotzdem gebracht wurde. Hat da jemand im Warentermingeschäft gepennt und saß plötzlich auf 50 Tonnen Quitten fest, die unbedingt weg mussten?

  19. hansepunk am 25. März 2009 um 16:48 Uhr

    Also, ich finds richtig gut.
    Man hat ja gehört, das Mafo bei Bionade nicht so gut ankommt. Das auch noch “zu beweisen” (rebellisch) kommt gut an. Außerdem wachsen Quitten ja wirkich überall (kenne das aus der Kindheit mit Quittengelle und Quittenbrot – gibts immer noch zu Weihnachten :-) ist also wirtschaftlich (und ökopolitisch) noch mal ein Vorteil. Super!

  20. Franziska am 26. März 2009 um 11:00 Uhr

    Also, ich finde die Spots total lustig. Aber trotzdem: Bionade hat noch nie wirklich nach dem geschmeckt, was drauf steht, oder?!
    Übertrieben finde ich allerdings, dass der Sorte sogar eine eigene, irgendwie hässliche Webseite gewidmet ist…http://www.bionade-quitte.de/
    Naja, probieren geht über studieren, sach’ ich immer und ich mag Quittengelee und -marmelade sehr gern…

  21. Bea am 27. März 2009 um 15:02 Uhr

    Das Buch zur Quitte gibts auch schon. “Bionade. EIne Limo verändert die Welt”. Da steht drin, warum’s die Quitte geworden ist (weil in der Rhön sonst nicht viel wächst) und warum die Familie nichts auf Marktforschung gibt – die hätte nämlich Bionade an sich keine Chance gegeben.

Retweets

  1. @tdaus hier ist der spot! unglaublich; ich fühl mich an früher erinnert. http://tinyurl.com/c5ccf2

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