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Spießer Alfons: Missbrauch eines Kindes für geschäftliche Zwecke

30. März 2009
von

BGL_Kind.jpgSpießer Alfons ist kein Jurist. Und wenn er die Anzeige vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V. beurteilt, dann geschieht das unter reinem Menschenverstand. Dabei sagt sich der Spießer als Laienrichter: So etwas gehört in die Tonne!

Eine derart gefühlsbetonte Werbung, bei der ein Kind vor den Karren des Güterkraftverkehrs gespannt wird mit einer ironischen Headline, die niemals von so einem kleinen Mädchen stammt — das ist eine völlig unsachliche Werbung mit einer Gefühlsausnutzung des Lesers. Zumal auch die Situation als solche konstruiert ist, denn das Kleingedruckte steht im Konjunktiv.

Damit wird die Bundeskanzlerin, die hier respektlos als „Frau Merkel“ angesprochen wird, um sie noch persönlicher madig zu machen, in der breiten Öffentlichkeit als herzlos hingestellt. Perfide.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Missbrauch eines Kindes für geschäftliche Zwecke ”

  1. Dr. Azrael Tod am 30. März 2009 um 08:58 Uhr

    Das Problem: so ein Verhalten gehört wohl mitlerweile schon zur Tagesordnung.

    Zur Aussage der Werbung selbst: Transport den wir brauchen kann man ja nicht abschaffen.. also werden durch mehr Maut entweder mehr Waren per Bahn und Schiff transportiert oder es fallen sinnlose Sachen wie just-in-time-Lieferungen, bei denen der LKW als Lagerhalle genutzt wird (und mal eben Blumenerde 10x quer durch Europa transportiert) weg.

    Beides wäre imho positiv. Man könnte auch vereinfacht fragen warum die Bahn ihr Schienennetz selbst zahlen muss, während die Speditionen viele Straßen einfach so vom Staat geliefert bekommen.

  2. Dierk am 30. März 2009 um 09:17 Uhr

    Gab es da nicht einmal eine Selbstverpflichtung – oder sogar eine Verordnung? -, die verbat, mit Kindern Werbung zumachen? Schon gar, wenn das Produkt überhaupt nichts mit den süßen Blagen zu tun hat?

    Na ja, im Augenblick ist ja ohnehin der Verlust jeglichen Anstands in der Werbung angesagt. Da werden Gewaltexzesse zum Verkauf von Computern oder Baumarktartikeln eingesetzt, Vorschulkinder für politische Werbung, Wartezimmer für politische Boykottaufrufe.

    Direktwerbung wird vermutlich demnächst von 3 Leuten mit Baseballschlägern …

  3. amx am 30. März 2009 um 09:53 Uhr

    Ich wusste nicht, dass die Anrede mit “Herr” oder “Frau” jemanden persönlich madig macht. Hätte die Zeile gelautet “Super, Merkel, nach Ihrer…”, dann könte ich das noch nachvollziehen.

    Mir ist es schleierhaft, warum man in demokratischen Zeiten soviel Wert legt auf Anreden wie “Frau Bundeskanzlerin” oder “Herr Minister”. Wir leben im 21. Jahrhundert, das Protokoll, das solcherlei Feinheiten regelt, stammt aus den muffigen 50er Jahren.

  4. Doc Holiday am 30. März 2009 um 14:53 Uhr

    Na, na, jetzt mal nicht so zimperlich mit Frau Merkel umgehen. Sie steht doch im Ruf, es nicht zu sein.

  5. comicfreak am 30. März 2009 um 15:09 Uhr

    ..na, dann soll der Papa zumindest mal den Allerwertesten hoch kriegen und mit seiner Kleinen spielen, statt grimmig ein Kuhle in den Tisch zu sitzen!

    :)

  6. Frank Meier am 30. März 2009 um 18:16 Uhr

    Au Backe …

    Der Güterkraftverkehr hat ja mittlerweile ein dermaßen schlechten Ruf, das sich jeder berufen fühlt darauf herumzuhacken. Nur das ohne ihn, im Geschäft des Vertrauens gähnende Leere herrschen würde, das realisieren die allerwenigsten. Noch weniger von denen, dass sie die übertragenden Mautkosten 1:1 durch höhere Preise selbst zahlen. Dabei muss ich immer an Chantal denken, die ein Durchfahrtverbot für LKWs in ihrer norddeutschen Kleinstadt für gut befindet, sich aber zeitgleich ein Joghurt aus Bayern reinwürgt. Wie der wohl in den Norden zu Plus gekommen ist, ist mir glatt ein Rätsel.

    Noch dreister und an sturen Nichtnachdenkenwollen verzweifelnd, wird es, wenn ebensolche Knilche meinen, sie könnten mal ebenso mit der Maut den Warenverkehr auf die Binnenschifffahrt oder die Bahn umlenken. Hierzu abermals: “Au Backe”

    Schon allein die schieren Mengen, die heute tagtäglich bewegt werden, würden die Bahn, von der Schifffahrt ganz zu schweigen, derart zusammenbrechen lassen, das wohl ein einfacher Container Jahre bräuchte um von A nach B zu gelangen. Lustig wäre in diesem Zusammenhang auch die Vorstellung, wie viele derer, die hier eben noch für noch höhere Mautgebühren krakeelen, als erste über die zunehmende Lärmbelastung und noch schlechter werdende private Bahnverbindungen auf die Barrikaden gehen würden. Ich mag es mir ausmalen. Sie auch?

    Was bleibt ist das immer währende imaginäres Wunschdenken. Bitte einmal Duschen ohne Nass zu werden.

    @Dr. Azrael Tod
    Man könnte vereinfacht fragen, warum Sie mit Ihren Steuern die Bahntrassen errichten lassen und warum Speditionen mit Ihren Steuern und Abgaben (auch ohne Maut) die Straßen finanzieren? Weiterhin stellt sich die Frage, warum Sie von einen ehemaligen Staatsbetrieb wie die Bahn, den Sie mit Ihren Steuern milliardenfach bezahlt haben, bei der Privatisierung nichts heraus bekommen?

    @ Spießer Alfons
    Haben Sie etwas gegen Kinder. Gegen Kinder in der Werbung? Im Gegensatz zu mach anderer Blödmannswerbung die man täglich erdulden muss, passt hier Inhalt, Aussage, Ansprache und Motiv überein. Gelungene runde Sache wie ich finde. Und das sich Merkel und Co als gewählte Vertreter, quasi als öffentliche Person ihren selbst verzapften Mist um die Ohren hauen lassen müssen, gehört wohl weniger zu Auswüchsen sondern zeugt von einem rechten Verständnis an Demokratie. Bitte mehr davon!

  7. Jana am 30. März 2009 um 22:07 Uhr

    Diese Werbung ist unüberlegte, platte Effekthascherei, die jegliche sachliche Fakten vermissen lässt (siehe Konjunktiv) und nach dem einfachen Gesetz Gut (Familienvati und süßes Gör bald am Existenzminimum) – Böse (Frau Merkel als eindeutige Zielscheibe der Werbebotschaft) basiert.
    Allerdings: Platitüden allein reichen nicht. Selbst Actimel versucht, seine Joghurttrinks mit dem Prädikat “sehr gut” vom Ökotest aufzupimpen. Fakten zum hochpolitischen Thema “Mauterhöhung” (vor allem im Wahljahr) wären doch etwas angesagter, als schmollende Kinderschnuten. Denn: “Frau Merkel” ist soweit ich weiß, nicht Verkehrsministerin und sie allein wird sich die Mauterhöhung ja sicherlich nicht allein ausgedacht haben.

  8. Frank Meier am 30. März 2009 um 22:57 Uhr

    @ Jana
    Frau Merkel sicherlich nicht allein. Aber wer bitte steht vor allen Ministerien? Wer trägt die Gesamtverantwortung? Den äußerst konturlosen Tiefensee direkt anzusprechen, wäre als wenn Sie versuchen wollten, mit einem Frosch über das Fliegen zu reden.

    Mal davon ab, kann man der Anzeige entnehmen dass die Maut um 50 Prozent erhöht worden ist und dass davon nunmehr zahlreiche Existenzen bedroht sind. Vom Inhalt her, könnte dies auch so auf einer Anzeige der IG Metall und Co stehen. Und ich bin mir sicher, dass die Kombi Kind mit Elternteil auch von gutmenschlerischen, mit positiven Zeitgeist aufgeladenen Institutionen MISSBRAUCHT worden ist. Von daher nix neues, weder platt noch effekthascherisch. Neu nur, für Ihre Augen befremdlich gibt es neben Greenpeace, WWF, IG Metall und Co noch eine andere Wirklichkeit.

    Und um auf den Fakten noch einmal herum zureiten. Zeigen Sie mal bitte ein paar Anzeigen, zu hochpolitischen Themen, die nur so mit Fakten und Kennzahlen so um sich schmeißen. Bitte!

    Kann sein, das Ihnen nun die Bionade aus der Hand geglitten ist, die im Übrigen auch per LKW transportiert worden ist.

  9. M. am 31. März 2009 um 01:06 Uhr

    Einen echten Konjunktiv vermag ich auch im Kleingedruckten gar nicht so recht zu entdecken… wohl aber die von Spießer Alfons erwähnte “Gefühlsausnutzung des Lesers”, die in der Tat ausnehmend platt daherkommt. Natürlich ist so etwas keine neuartige Plattheit, Frank Meier – besser, berechtigter, weniger niederträchtig macht sie das nicht.

    Sooo, hier dann eine Anzeige zu einem hochpolitischen Thema, die nur so mit Fakten und Kennzahlen um sich schmeißt: http://www.tu-chemnitz.de/phil.....nzeige.jpg
    (Zum Goldenen Hirschen für Hartz IV)

    … und die komischen Aggressionen gegen hier vermutete “Gutmenschen” packen wir dann auch wieder ein, ja?

  10. Andreas am 31. März 2009 um 02:32 Uhr

    Mit einem anderen Bild bekäme die sinnlose Botschaft eine sinnvolle Botschaft: http://twitpic.com/1yumr Nur eben nicht im Sinne des Botschafters.

    Bleibt zuletzt die Frage offen, warum hier ein e.V. inseriert?

  11. Max am 31. März 2009 um 13:44 Uhr

    Ich glaube Herr Meier hat die Anzeige gemacht. ;-) ))

  12. Dierk am 31. März 2009 um 15:30 Uhr

    Ach, Herr Meier, wir haben alle hier verstanden, dass es sich bei der Anzeige um einen Beitrag einer politischen Lobby-Gruppe handelt. Wie alle anderen Gruppen dieser Art wollen die ein Maximum für sich herausholen – und wenn dazu eine gewisse, sagen wir, einseitige Interpretation des Lebens und der Welt nötig ist, ist das völlig in Ordnung. Verlangen Sie allerdings nicht, dass jeder jeden Bockmist einfach so schluckt.

    Die Anzeige ist ein Schuss in den Ofen, sie erreicht sicherlich die Macher und deren Hintermänner/-frauen, was der gebildete Amerikaner ‘preaching to the choir’ nennt. Nun könnte man natürlich aus Kritik lernen. Oder einfach beharren.

    Möglicherweise ist an dem Anliegen ‘Contra Maut’ was dran*, dann sollte das am besten mit einer guten Anzeige transportiert werden. Einer, die ein relevantes Bild mit konstruktivem Text nutzt, um positive Emotionen anzusprechen.

    Das Kind ist falsch, der Mann ist falsch [und niederdrückend], der Text demagogisch [wirklich, polemisch ist was Anderes]. Die Gesamtwirkung ist im günstigsten Fall Indifferenz, vermutlich eher Ablehnung.

    Hier ein weiterer Tipp: Wie wäre es, sich ausgerechnet mit den Grünen und der FDP gemein zu machen, die beide eine Abschaffung der KFZ-Steuer fordern?

    *Ich gebe zu: glaub’ ich nicht.

  13. Frank Meier am 31. März 2009 um 15:43 Uhr

    @ Max
    Nein hat er nicht.

    @ Andreas
    Greenpeace e.V. inseriert auch allerlei Unfug. Und wenn ich mich recht erinnere, sind die Anzeigen der BGL dem gegenüber lammfromm.

    @ M.
    Schönes Beispiel. Fakten ohne Ende, da gebe Ihnen recht. Aber Anzeige im klassischen Sinne, würde ich das nicht bezeichnen wollen. Eher als eine Veröffentlichung von amtlicher Pflicht heraus. Nun gut. Pflicht erfüllt.

    Besser, berechtigter, weniger niederträchtig macht sie das nicht. Warum sollte sie auch? Während wollwollende Verheißungs-NGO mit Niedertracht um sich werfen, Fakten verdrehen und gar düstere Bilder an die Wand malen, die jeglicher Untertreibung spotten, dürfen sich derer zu Unrecht an den Pranger gestellte nicht mit gleicher Münze werfen? Ich glaube sie messen mit zweierlei Maß. Kann das sein?

    Und zu Allerletzt. Aggressionen besitze ich weniger, dafür aber eine große Empfindung, wenn der Zeitgeist bei einigen Mitmenschen durchgeht. Wäre nunmehr die Zeit, NGOs zu demaskieren und der Realität wieder mehr Raum zu verschaffen. Schön wäre es, in der Tat.

  14. Frank Meier am 31. März 2009 um 15:59 Uhr

    @ Dierk
    Es geht weniger darum, das Sie den Bockmist glauben, laut dem Spießer, geht es um die Art und Weise. Und eben diese unterscheidet sich in der Ansprache, Aufbau nicht wesentlich von Greenpeace, WWF und Co. Auch dort ist das Kind falsch, der Mann ebenso, der Meeresanstieg mehr als fragwürdig und im Gegensatz zur BGL geht nicht gleich die komplette Welt unter, sondern nur das Transportgewerbe.

    *Um Ihren Tipp aufzugreifen, ich wäre dabei. Mir dünkt es wie ein Pole. Komplett abschaffen und auf die Tankkosten umlegen. Das haben eben jene vor Jahren erledigt und funktioniert reibungslos. Wer viel fährt zahlt viel. Reiner Besitz wird nicht bestraft.

    Ich gebe ebenfalls zu: glaub’ ich nicht.

  15. Hans P. am 31. März 2009 um 23:36 Uhr

    Jemand, der gute Menschen mit dem Wörtchen “Gutmensch” herabzuwürdigen versucht, hat für jeden Kredit verspielt. Dem wärn Schlechtmenschen anscheinend lieber. Die merkwürdige Behauptung, damit den Zeitgeist einzufangen (wo bitte denn das?? Gutmenschen haben in unserer aktuellen Welt doch wohl eher weniger zu sagen – schon allein, weil sie andauernd herabgewüdigt werden), ist allerdings konsequent in einer Reihe mit den übrigen merkwürdigen, neben dem Thema liegenden, in sich unlogischen Behauptungen des Frank Meier. Alles aufzuführen würde den Rahmen sprengen, obwohl die ganze – vermutlich unbeabsichtigete, denn Vorsatz unterstelle ich nicht – Polemik nur in der Gesamtschau der Behauptungen deutlich wird.
    Kein Joghurt aus Bayern mehr im Supermarkt? Dann eben nicht, wird sich Chantal denken (wenn sie darüber überhaupt nachdenkt) und den preiswerteren und mindestens ebenso guten aus der Umgebung kaufen. Sie wird den Bayern-Jogurt nicht vermissen.
    Im übrigen hat hier niemand gegen den Straßengüterverkehr argumentiert. Frank Meier holt aber dennoch sinnloserweise zu einem Rundumschlag seiner Verteidigung aus und droht sogar mit zunehmendem Lärm durch Bahnverkehr (wie gut, da Lkw diesbezüglich völlig unverdächtig sind). Vielleicht, weil er keinen echten Argmente hat? Denn so geht’s in einer Tour.
    Auf diese Weise gewinnen Sie mich jedenfalls nicht als Befürworter einer stabilen oder niedrigeren Maut.
    Da bleib ich lieber ein guter Mensch und lass mich dafür mitleidig belächeln

  16. Frank Meier am 1. April 2009 um 00:40 Uhr

    @ Hansi
    Tja, ein mancher merkt eben nicht mehr, wie eingelullt und merkbefreit er mittlerweile durch die Welt rennt. Und ja, herabzuwürdigen die Absicht ich hatte. Und zwar für jene, die wiederkäuender Art und Weise mit zweierlei Maßstab messen. Es geht gehörig auf die Ketten. Die Anzeige, wissen wir alle, wird nicht in die Analen der Geschichte eingehen. Aber sie nutzt die gleiche Methodik, wie es eben andere eVs auch anstellen. Nicht besser, nicht schlechter.

    Den Zeitgeist, den Sie nicht erkennen können oder wollen, erliest sicht in den ersten Kommentaren.

    Oh und Chantal denkt schon, sie wird bestimmt richtig bös, wenn IHR Joghurt im Norden nicht mehr erhältlich ist. Im Gegensatz zu mancher Ideologie ist es eben dieser Vorteil des Kapitalismus, aber auch wirklich jeden Dreck an jeden Ort der Welt kaufen zu können. Wer damit überfordert ist, kann gerne nach Nordkorea auswandern. Dort werden ihm alle Entscheidungsfragen abgenommen. Ansonsten gilt: Man kann es kaufen/annehmen, man muss es nicht! Wer allerdings durch Steine auf dem Rücken oder per Klangtherapie zu höheren Spähren der Erkenntnis aufgestiegen ist und dabei festgestellt hat, für andere entscheiden zu können, welcher Joghurt der richtige ist, ja dem empfehle ich gern eine Reise nach Kuba. Nicht als Tourist, als Austauscharbeiter für zwei, drei Jahre.

    BTW. Ich plädiere für die Null-Maut. Den Straßenverkehrswege wurden und werden durch die ohnehin schon vorhanden Steuern errichtet. Sie sind für alle da und werden von allen finanziert. Die Logik andere Länder machen das (Maut) auch, ist tragisch lustig, zumindest dann, wenn andere Länder kollektiv Selbstmord begehen.
    Kommen Sie mir bitte nicht mit höheren Schäden durch den LKW-Verkehr. Ich zahle schließlich auch für Ihr gebrochenes Bein im Skiurlaub. Das nennt man Solidargemeinschaft.

  17. Peter am 1. April 2009 um 08:41 Uhr

    Man legt einem Kind Worte in den Mund, die gar nicht zutreffen, weil die Situation der Massenentlassungen ja noch gar nicht eingetroffen ist, um beim Leser auf die Tränendrüse zu drücken. Das ist unanständig.

    Wenn die Folgen der Maut sind, dass die Bayern ihren eigenen Joghurt essen müssen und die Nordlichter ebenfalls, dann hat die Maut doch was Gutes bewirkt! ;) Dann fallen unnötige Transportkosten genauso weg wie unnötige Umweltbelastung. Und der Joghurt kommt schneller, sprich: frischer in die Läden. Und Frank Meier hat dann eben mehr Zeit, mit seinen Kindern zu spielen — oder sucht sich einen Job bei der Bahn. Mehdorn hat ja gerade einen frei gemacht…!

  18. Max am 1. April 2009 um 10:12 Uhr

    Peter, viele Dank! Stimme 100% zu.

  19. Frank Meier am 1. April 2009 um 13:39 Uhr

    @ Peter
    Drohende Szenerien dürften Ihnen doch bekannt sein. Meeresanstieg, Wüsten und Steppen, abschmelzen der Polkappen und Aussterben der Eisbären. Wahrlich, nichts davon ist bislang eingetreten und trotzdem wird auf die Tränendrüse gedrückt. Auch scheuen sich NGOs in der Regel nicht, Kinder dafür zu missbrauchen. Das ist mehr unanständig! Mittlerweile zieht es diese Theorie in die Schulbücher. Wer es hier wohl übertreibt?

    Zu dem anderen Rums, den sie im zweiten Teil Ihres Prolog verzapften, sag ich nur folgendes: Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist. Wenn Ihre Schäfchen bereits im Trockenen sitzen und Sie dem Wohlstand, der Möglichkeiten überdrüssig geworden sind, gehen Sie nach Nordkorea.

    BTW, etwas zum Nachdenken: Benutzen Sie bei der Zubereitung von Speisen Safran oder gar Pfeffer? Wie diese wohl hierher kommen?

  20. Peter am 1. April 2009 um 14:32 Uhr

    @ Frank Meier

    Es gibt Dinge, die müssen sein, und es gibt Dinge, die nicht sein müssen. Damit ist eigentlich alles gesagt. Punkt.

  21. Frank Meier am 1. April 2009 um 15:07 Uhr

    @ Peter
    OHA! Man gut das Sie die Welt teilen, in Gerechtfertigt und Übertrieben, in Erstrebenswert und Daneben. Immer der gleiche Typus. Robben schützen, Kellerasseln töten. Diese selektive Wahrnehmung hat etwas Göttliches, finden Sie nicht auch?

    Wir brauchen mehr von Ihrer Sorte. Mehr und mehr! Damit auch der Letzte hier im Lande sich darüber echauffieren kann was der Nachbar für Schande betreibt und damit dem bösen Spiel ein Ende bereitet wird. Je eher desto besser und sei es nur, um den Anderen zu zeigen, er darf nicht konsumieren ohne schlechtes Gewissen. Über allen thront der Untergang.

  22. GUT JETZT am 1. April 2009 um 17:58 Uhr

    Das Ganze erinnert mich gerade an ein Spiel aus meiner Kindheit…
    Ich wünschte irgendwann gäbe der Klügere nach, jedoch:

    »Der Klügere gibt nach!
    Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit. (Marie von Ebner – Eschenbach, öst. Schriftst.,1830 – 1916) «

    Nur wer ist hier der Kügere?
    Das vermag ich nicht zu entscheiden.

  23. Ex M am 1. April 2009 um 18:07 Uhr

    @ GUT JETZT

    Man sagt ja auch “Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist”.

  24. Bert am 2. April 2009 um 02:08 Uhr

    Grüße, also ich finde allein die diskussion die auf diese Anzeige erfolgt ist, hat gezeigt, dass schon allein die Problematik der Mauterhöhung lange nicht so einfach ist, wie es in der Anzeige gezeigt wird, weil immerhin haben sich hier mindestens 3 verschiedene Lager aufgetan, und streiten miteinander darum, wer nun Recht hat. Ich bin der Meinung, dass allein diese Tatsache zeigen sollte, das die Anzeige vollkommen daneben und stupide, wie es leider inzwischen der Zeitgeist will, geworden ist.

    ICh persönlich bin der Meinung, dass eine Globalisierung, auch der Güter stattfinden soll, also Güter die es woanders nicht gibt, dorthin transportiert und auch verkauft werden sollten. Nur ist es vollkommen widersinnig, im noden einen Jogurt kaufen zu können, der im süden Produziert wird, und aufgrund sinkender Absatzzahlen hier im Norden dannein nordischer Jogurt nach Süden Transportiert wird, um ihn dort auch noch zu verkaufen. Andersgesagt, Produkte die regional hergestellt werden, kann man dann doch auch regional verkaufen. und mir ist es vollkommen egal, ob auf einem jogurt nun meier oder dr. schulze draufsteht (Namen geändert, weil wegen Schleichwerbung und so).

    Btw. ich denke nicht, dass es in einer Diskussion, sofern sie richtig geführt wird einen “dummen” gibt. Es mag einen geben der unrecht hat, aber eventuell hat dieser ja durch gegenargumente auch weiter zum nachdenken angeregt, was in jedem fall klug ist.

  25. meine_meinung am 3. April 2009 um 20:22 Uhr

    … Direktwerbung wird vermutlich demnächst von 3 Leuten mit Baseballschlägern …

    Da will ich aber nicht wissen, wo dann der TKP liegt.

  26. Jana am 7. April 2009 um 20:41 Uhr

    wusste ich doch, dass mir die Kleine bekannt vorkam….
    http://m.de.2mdn.net/viewad/75.....fw_neu.gif
    Im einen Bild den traurigen Papa im Nacken und im anderen glücklich über das Kinderabo einer Lokalzeitung. Insofern kann man wohl mit einem Kind für – oder gegen – alles werben. Irgendwie amüsant!

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