Werbung für ePaper via Twitter: Eine Bilanz
Vor knapp einer Woche habe ich Werbung mit Twitter getestet. Per Tweet gab es für Follower von off_the_record und HorizontNet einen Link zu einem Gratis-Testlesen für das ePaper, das für 8 Wochen frei ist. Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Tagen haben 52 Follower vom dem Angebot Gebrauch gemacht und erhielten eine Mail mit den Zugangsdaten.
Via Off_the_record wurde das Angebot zwei mal getweetet (rund 1800 Follower). Ebenso bei HorizontNet  (rund 1100 Follower). Die Tweets erschienen jeweils am Donnerstag gegen Mittag sowie am Freitagmorgen. Rund 80 Prozent der Bestellungen kamen dabei schon mit dem erster Tweet herein. Penetration scheint also hier wenig zu bewirken. Allerdings sind die beiden Versuche auch keine wirklich aussagekräftige Größe.
Berücksichtigen muss man für die Bewertung der Responsequote auch, dass etliche Follower eh bereits das Print-Abo nutzen und damit (doch,doch) zufrieden sind.

Nehme ich mal die Resonanz auf die Tweets als Grundlage, dann dürften die überwiegende Mehrheit der Tester über Off_the_Record beim Angebot gelandet sein. Die Anzeige bei HorizontNet wurde zwei mal retweetet. Die Anzeige bei Off_the_record wurde 5mal retweetet. Dort gab es auch einige weitere direkte Reaktionen und Kommentare. Ich denke man kann da auch ein Stück weit ablesen, dass der Response auch davon abhängt, wie dialogorientiert man Twitter nutzt. Während Off the record via Twitter auch gerne plaudert, ist HorizontNet eher ein reiner Schlagzeilen-Lieferant. Wenn ich also mal annehme, dass 80 Prozent der Tester über den Tweet bei Off-The-Record erreicht wurden, ist die Responsequote schon sehr ordentlich. (Das verschwimmt natürlich, wenn man annimmt, dass einige erst über die Ankündigung des Tests im Blog aufmerksam wurden)
Die Zahl jener, die anschließend mit Liebesentzug reagierten und den Twitter-Account unfollowed haben, kann man an einer Hand ablesen.
Das Angebot für das Gratis-Testlesen (8 Wochen) des ePaper von Horizont besteht übrigens weiterhin.
Twittern











Mein “unfollow” fiel genau in diesen Zeitraum, hatte allerdings nichts mit der Aktion zu tun. Hatte dies gemacht, weil ich es unnötig finde, einem Twitter-Account zu folgen, der (fast) ausschließlich Blog-Updates postet. Dafür habe ich meinen Feedreader. Und in dem seid Ihr weiterhin.
@Nico.ja. bin in letzter zeit kaum zum twittern gekommen.
Re-tweeten zeigt wie absurd die Reizüberflutung ist, wenn jeder immer was zu sagen haben will, es aber doch keinen interessiert.
Mein Gott, einem Redakteur sollte doch der Unterschied zwischen einem “dass” und einem “das” bekannt sein. Oder gehört das mittlerweile zum guten Ton, die Rechtschreibung zu ignorieren?
Viel schlimmer finde ich aber die ganze Pseudo-Sprache. Früher wurde alles geschlumpft, heute ist es neu-deutsch ein getweeteter Tweet …
@verschlumpft. Danke für den Hinweis. Glatt übersehen.