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Printanzeigen mit Geschmack und ohne Grenzen

27. April 2009
von

Macht Not erfinderisch oder nur offen für neue Lösungen? Im Spiegel schreibt Jean-Remy von Matt: “Hier die Kreativität, die nichts mehr braucht als Herausfoderungen – also Krisen. Da die Krise, die nichts mehr braucht als Auswege – also Kreativität”.

Ausgerechnet in der Ausgabe des “Spiegel”,  in der auf der Seite 3 statt der ehrwürdigen redaktionellen “Hausmitteilung” zunächst eine ähnlich aufgemachte “Mitteilung” von Toyota erscheint. Andere Blätter erlauben mitten über der Redaktion Telefonkritzeleien, die für O2 werben.

Ob solcherlei in besseren Zeiten ohne einen Aufstand der Redaktion möglich gewesen wäre? Schon kann man über mögliche weitere Varianten grübeln. Alle “T”s im Focus in Magenta – von der Telekom gesponsert?  Bierflecken auf der Bild  -”mit freundlicher Unterstützung von Veltins”?

Sicher scheint, Verlage, selbst jene, die das Banner von Qualität und Unabhängigkeit zur Recht tragen,  dürften künftig für ungewöhnliche Werbeformate noch offener sein als bislang. (Von anderen Blättern weiß man eh, dass sie  für Schleichwerbung, redaktionell verbrämte Werbeformate und andere kreative Lösungen zumindest ein offenen Ohr haben.  Auch wenn solche Umsetzungen natürlich immer Einzelfälle und Folge individuellen Fehlverhaltens sind.)

Da haben es klassische Anzeigenstrecken künftig schwer, Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn sie nicht mit ungewöhnlichen Lösungen auftrumpfen. Wie wärs mal mit Werbung mit Geschmack.   Die verspricht U.S. Ink Corp und bietet die “Taste it Note” an.

Textanzeige ————————————————————————–

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Der Anzeige für Limo liegt dann ein Teststreifen zum Ablecken als Geschmacksprobe bei. Kalter Kaffee, die Idee? Nein. Diageo, Campbells und Co haben es bereits ausprobiert.

Worauf die Welt aber noch wartet: Printanzeigen, die den Leser am Weiterblättern hindern, bevor nicht eine definierte Zeitspanne abgelaufen ist.

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Kommentare zu “ Printanzeigen mit Geschmack und ohne Grenzen ”

  1. fummel am 27. April 2009 um 16:20 Uhr

    Wo der Mann recht hat, hat er recht. Aber wo sind denn die geilen Mercedes Sachen? GLK? Das kann nicht sein! Schutzengel? Fauler Witz! Sprechende Tiere? Das mag ja für Text-Bronze beim ADC reichen, aber ob die “Letzten Gedanken” echte Juries überzeugen, ich weiß nicht recht.
    Also los, JR, gib’ Gas und zeig endlich mal wieder, was in Euch steckt.

  2. Georg Valerius am 27. April 2009 um 16:26 Uhr

    …vielleicht könnte ja auch Herr Burda dem PLAYBOY durch vorgearbeitete Spermaflecken am Centerfold einen entsprechenden Auflagenkick verpassen.
    Und s gab doch auch mal Geruchsanzeigen. mit eingekapselten olfaktorischen Wundertütchen.
    Man mußte nur dran kratzen. Daaaaa kommen einem Ideen….

ivw