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Spießer Alfons: Chefredakteur Frank Surholt — ehrlich? Oder tricky…?

6. Mai 2009
von Spießer Alfons

Handinsfeuerjpg.jpgDas Sprichwort von der Hand-ins-Feuer-legen bezieht sich auf das Mittelalter, wo der Angeklagte beim so genannten Feuerurteil seine Hand ins Feuer halten musste, um seine Unschuld zu beweisen. Hatte er danach keine Verbrennungen, so galt er als unschuldig.

Frank Surholt, Chefredakteur von “AudioVideoFotoBild” tut alles, um seine Leser vor Fehlkäufen zu bewahren. Genauer: „sprichwörtlich“ alles. Und darum legt er gemäß Sprichwort seine linke Hand tatsächlich ins Feuer — siehe die Anzeige!

Was für eine große Geste! Spießer Alfons weiß nicht, wer Chefredakteur Surholt angeklagt hat, damit er seine Unschuld auf diese mittelalterliche Art beweisen muss, aber es ist schon sehr mutig von dem Mann, seine Patsche wirklich in die Flammen zu halten.

Trotzdem bleibt bei Spießer Alfons ein leiser Zweifel. Weiß er doch, dass ein Werbegestalter heutzutage mit Photoshop vieles manipulieren kann. Und sollte es sich bei dieser Anzeige bloß um einen Trick halten, also dass der Chefredakteur seine Hand in den kalten Kamin gehalten hat (oder vor ein Video-Feuer), dann können wir das mit den Fehlkäufen ja wohl vergessen. Und dann hat er sich schuldig gemacht, der Herr Chefredakteur, und seine Leser betrogen. Was auch für den Fall gilt, dass er nach ehrlicher Feuerprobe ein paar Brandblasen an der Hand hat.

Um die Schuldfrage endgültig zu klären, bittet Alfons den Chefredakteur um einen Besuch im Hause des Spießers, wo das Kaminfeuer bereits flackert. Und falls er nicht kommt, der Herr Surholt, so wird Alfons ihm etwas Feuer unter dem Hintern machen, indem der Spießer alle Welt darüber informiert, dass Werbung und Wahrheit bei “AudioVideoFotoBild” nicht identisch sind.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Chefredakteur Frank Surholt — ehrlich? Oder tricky…? ”

  1. Dierk am 6. Mai 2009 um 10:15 Uhr

    Also, tun die jetzt tatsächlich alles – sein wir mal nicht so: fast alles -, um mich vor Fehlkäufen zu schützen? Oder ist das eben nur so ein Sprichwort, eine Floskel, dass sie alles tun, um mich zu schützen? Oder soll das ironisch sein? Dann allerdings hätte dort erst Recht stehen müssen:

    Wir tun wirklich alles, um Sie vor Fehlkäufen zu schützen. Hand drauf.

    Das änderte sogar die Bildaussage zu etwas Sinnvollem. Oder.

  2. Peter am 6. Mai 2009 um 13:19 Uhr

    “..indem der Spießer alle Welt darüber informiert, dass Werbung und Wahrheit bei “AudioVideoFotoBild” nicht identisch sind…”

    aha, und wo z.B. sind sie identisch? :-)

  3. vader am 6. Mai 2009 um 22:58 Uhr

    Die Hand für jemanden in’s Feuer legen => Für jemanden bürgen / Zeugnis ablegen.
    Herr Surholt legt für uns die Hand ins Feuer => Er bürgt für uns? Häh?

    Da ist im wohl was durcheinander gekommen: Wahrscheinlich dachte er an “für jemanden durchs Feuer gehen” => alles für jemanden tun.

    Wie super-dämlich.

  4. Spießer Alfons am 7. Mai 2009 um 08:16 Uhr

    @ Peter

    Du stellst aber eine törichte Frage! Noch nie Schweinebauchanzeigen gelesen…? ;)

  5. Doc Holiday am 7. Mai 2009 um 08:49 Uhr

    Gliedmaßen unbrauchbar zu machen, das fällt ja schon unter das Wehrstrafgesetz.

  6. Peter am 7. Mai 2009 um 09:06 Uhr

    @Spießer
    Dann ist also Deine Lektion, “Macht mehr Schweinebauchanzeigen” ? :-)

    @Doc
    Er hält ja die Hand vors Feuer. Würde er tatsächlich die Hand ins Feuer halten hätte er den Ärmel hochgekrempelt. Die billigen Hemden verschmoren schneller als man schauen kann. ;-)

    Aber die Kampagne hat Potential. Ich seh schon den nächsten Creative vor meinem geistigen Auge.

    “Unsere Redakteure tun sprichwörtlich alles, um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren. Frank Surhold (Chefredakteur) bindet Ihnen einen Bären auf”

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