Spießer Alfons: Shoping-Reklame mit blutiger Gewalt
Im alltäglichen Miteinander plädiert Spießer Alfons grundsätzlich gegen Gewalt, so lange sich diese vermeiden lässt. Gewalt in der Werbung lässt sich vermeiden; und deshalb hat der Spießer sowohl einen gewalttätigen Hornbach-Spot aufgespießt als auch die Leichen-Parade von New Yorker.
Nun gibt es etwas Neues; und gegen diesen Spot sind die beiden zuvor genannten Filme geradezu „Kindergeburtstage“ (Zitat: Pixel). Der Spot stammt von der Werbeagentur Vasata Schröder und soll für einen Online-Mode-Versender werben. Wer kotzen möchte: Hier ist das Machwerk jungstil.de.
Und wenn nun wieder dieselben Leute kommen wie bei Hornbach und New Yorker und lamentieren: „In vielen Horrorfilmen im Kino gibt es noch viel schlimmere Szenen!“, dann entgegnet der Spießer: Es gab und gibt auch blutige Kriege in der Welt, auf die Ihr Euch berufen könnt!
Dass der Film im deutschen Werbefernsehen laufen wird, wagt der Spießer zu bezweifeln. Trotz Werbekrise: So krank kann kein Sender sein, solchen Scheiß ins Programm zu nehmen. Und die Leute von Vasata Schröder (Adresse: Hamburger Stadtteil St. Pauli, wo auch die “Große Freiheit” ist) sollten dringend einen Arzt konsultieren, damit der ihnen als Berufsbekleidung neue Jacken verschreibt, und zwar mit Ärmeln, die man auf dem Rücken zusammenbinden kann!



















Ekelhaft. Shame on you, Vasata Whatever!
… und in UK wird der sehr gute Spot gegen Gewalt in der Familie mit Keira Knightley zensiert.
… bemüht …
Einfallslos, peinlich und komplett unwitzig… Primitive Brutalität statt intelligenter Kreativität scheint offensichtlich der neue “Hypertrend” in deutschen Werbung zu sein. Armselig…
Und soll jetzt keiner kommen mit dem uralten Dumm-Argument: “Aber das erregt Aufsehen und sorgt für Publicity!”
Ich jedenfalls würde bei diesem Laden niemals auch nur eine einzige Socke kaufen.
Völlig daneben!
Wenn der Werberat hier nicht seines Amtes waltet, wann denn dann – - – ?
Ernstgemeinte Frage,
wenn der Spot nicht im Fernsehen oder Kino läuft, interessiert das den “Werberat” überhaupt?
Hat der auf “das Web”, Youtube etc. Einfluß? Wer reglementiert das überhaupt?
- Oliver
@ Oliver
Der Spot läuft auf der Homepage des Auftraggebers. Also ist es Werbung, also unterliegt es der Beurteilung durch den Deutschen Werberat. Aber der wird antworten: Jeder kann sich doch denken, dass das Ohr gar nicht abgebissen, der Arm gar nicht ausgerissen wurde und das Blut bloß Kirschsaft ist!
Sei mal nicht so spiessig, Spiesser
„Der Spot nimmt den ganz normalen Irrsinn des Shoppings aufs Korn und dabei spritzt auch Blut. Es ist für uns Comedy und selbstverständlich keine Gewaltverherrlichung“
Das ist COMEDY, merkt doch jeder.
Aber im Ernst, ich bin da voll bei Dir. Es ist schon ein klein wenig erschreckend was da an Werbung die letzte Zeit auf uns zurollt. Da erschreckt mich weniger die Einfallslosigkeit der Werber, sondern mehr wie Gewalt als etwas ganz normales und lustiges präsentiert wird.
Kein Wunder, wenn man Werbung von Kindern machen lässt, deren Bewusstsein durch extrem gewalthaltige Computerspiele verblödet wurde.
Also ich finds nicht schlimm. Ich hab mir den Spot zweimal angeschaut und fand ihn unterhaltsam. Er ist überspitzt und sarkastisch. Ich mag das.
Die Gewalt, die in diesem Spot dargestellt wird, finde ich nicht schlimm. Ich habe aber auch The Cell, Dawn of Death und sowas im DVD Regal stehen (und ich spiele Killerspiele
), habe also durchaus regelmässig freiwillig mit medialer Gewalt zu tun.
Ich rege mich im Durchschnittsfall nicht besonders über Gewalt auf, die vorhgehende Beispiele von Hornbach und New Yorker fand ich halb so wild. Aber dieser Spot ist einfach nur dämlich. Wenn er wenigstens noch irgendwie lustig wäre, durch absichtliche B-Qualitäten (“Planet Terror” fand ich geil
), könnte ich es als satirisch akzeptieren. Aber so? Stumpfsinnig, lahme Story, nix was spannend anzusehen wäre. Nichtmal wert, sich darüber aufzuregen.
Nix gegen Splatter. Aber dafür ist der Spot eben nicht spitz, sarkastisch oder überhöht genug. Sondern einfach nur lieblos und, nun ja, billig umgesetzt. Keine Einfälle.
Schlecht, einfach nur schlecht.
gruß
Auch wenn ich, die Götter wissens, absolut kein Feind Feind jeglicher Medialer Gewalt bin (spiele gel. Killerspiele und sehe, wenn auch sehr selten, Horrorfilme): Dieser Spot ist stumpfsinnig, humorlos, Gewaltverherlichend (auch wenn ich dieses Wort nicht mehr hören kann, weil man es ständig für alles anwendet) und auch (wenn es auch in einem Blog für Marketing merkwürdig klingen dürfte) ein, nennen wir es barbarisches, aggressives, das Objekt über den Menschen stellendes Konsumverhalten propagierend.
Die Hornbachwebung fand ich zwar ungelungen, aber nicht wirklich gefährlich.
Auch die New Yorker Werbung war etwas unter der Gürtellinie aber eigendlich wohl nicht wirklich so schlimm.
Diese hingegen finde ich schon als äußerst ächtenswert.
Schon allein wegen ihrer Botschaft, die sich auf “Nimm dir was du haben willst. Es ist egal ob du dafür töten musst, den dieser Besitz rechtfertigt den Verulust von (man könnte fast meinen ‘unbedeutenden’) Menschenleben”
Dazu aus ganzem Herzen: PFUI!
So das musste raus….
Ach ja:
Und das die Leben hier auch noch auf brutalste und Menschenrechte mit Füßen tretende Weise gonommen werden braucht wohl nicht dazu erwänht werden.
Ich tus trotzdem.
Also im unterschied zum Hornbach-Spot ist das WIRKLICH Gewalt(verherrlichung). Ecklig und unterstes Nivea. Bitte alle mal auf deren Seite das Video bewerten & kommentieren!
Dann bloggt halt auch nicht über solche spots, so tragt ihr doch nur zur verbreitung bei…
geiler spot!!!