Spießer Alfons: Macht macht attraktiv
Es war genau vor fünf Jahren und nach der Ära Kohl, als Spießer Alfons auf dem Podium der M.E.C.H.-Academy in Berlin neben Wolf Schneider gesessen und diskutiert hat zum Thema „Sprache“. Es ging dabei auch um die Sprache in der Politik und um die Ansprache der Parteien in ihrer Werbung. Wolf Schneider äußerte die Meinung, dass eine Frau Merkel niemals Kanzlerin werden würde — bei  d e m  Aussehen.
Spießer Alfons war dem Sprachpapst damals ins Wort gefallen und hatte ihm erklärt, dass nun mal nicht alle Menschen so schön sind wie er und prophezeite: „Warten Sie’s ab — Frau Merkel wird die Wahl gewinnen. Und der Erfolg wird ihr eine ganz andere Ausstrahlung verleihen!“
Mit Genugtuung hat der Spießer dann gesehen, dass er 1. Recht behalten hat. Und dass 2. auch Päpste irren können.
— Textanzeige —————————————————————————
Banking mit Freunden! – Fidor Community Banking Endlich ist sie da: Banking zum Mitverdienen, Mitreden, Mitgestalten. Erfahren Sie hier wie “Banking mit Freunden” funktioniert. Mitmachen lohnt sich: Für Ihre Teilnahme an der Diskussion, für jede Weiterempfehlung etc. gibt es Bares. Besuchen Sie uns jetzt! www.ficoba.de
—————————————————————————————————
Alfons erinnerte sich an diese Geschichte, als er heute in seiner Heimatstadt zwei Wahlplakate nebeneinander sah, die jeweils eine Frau zeigen und beide für die Europawahl kleben. Über das Plakat der FDP hat der Spießer hier ja gerade berichtet. Und das andere, auf dem Angela Merkel ihren Kopf für die CDU hinhält, zeigt, dass nicht
allein Schönheit und Jugend überzeugen, wenn es um Politik geht, sondern dass die Ausstrahlung einer Staatsfrau mehr Glaubwürdigkeit verkörpert als die schöne Silvana, die ihren Vornamen größer drucken lässt als den Nachnamen.
Zu den Plakaten der anderen Parteien hat Alfons sich gestern geäußert in einem Gespräch mit der „Märkischen Oderzeitung“. Und am 7. Juni werden sich dann die übrigen Wähler äußern — sofern die es überhaupt mitgekriegt haben, dass die Plakate für die Wahl zum Europa-Parlament aufrufen.













@ Spießer Alfons
“zeigt, dass nicht allein Schönheit und Jugend überzeugen, wenn es um Politik geht, sondern dass die Ausstrahlung einer Staatsfrau mehr Glaubwürdigkeit verkörpert …”
Usw usw.
Bei allem Respekt: Wenn Sie vor dem Plakat ins Schwärmen geraten, dann doch wohl eher für den Retuscheur bzw. Photoshopper. Frau Merkels Gesicht ähnelt in natura dem eines müden Fernfahrers. Für das Plakat der Bundesmutter, wurden Wangen geliftet, Haare aufgefüllt, Falten entfernt, kurz: Alles, was unsere wunderbare Kanzlerin ausmacht, ist einfach weggefräst worden. Mensch, Spießer…. wie kommt’s?
@ Ralf
Klar, das wird doch bei allen Plakatauftritten so gemacht, auch bei männlichen Vertretern und sogar in der Werbung, wo die Menschen schon von Natur aus Beautys sind. Aber es gibt ja auch tägliche, unretuschierte, sprich: “harte” Bilder von unserer Kanzlerin in Print und Fernsehen. Wenn Du die mal vergleichst mit den Bildern von früher, als Frau Merkel noch nicht Kanzlerin war, dann wirst Du erkennen: Ihr Auftreten als Ganzes ist das Schöne an ihr. Und was den “müden Fernfahrer” betrifft: Wenn Fotografen gnadenlos nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon ihre Fotos schießen, dann würdest auch Du alt aussehen.
Last but not least: Schönheit ist keine Frage des Alters, mein Lieber!
Was haltet ihr eigentlich von dem Plakat
http://die-linke.de/fileadmin/.....v_3_A5.pdf
@Steffen
Kann ich mir nur so erklären: Der Grafiker war total blau.
@Steffen
Ich finds ehrlich gesagt gut. Warum? Das blau wirkt frisch, es ist kein Kopf drauf, der polarisieren könnte, der Text spricht der Zielgruppe aus der Seele…
Das einzige was so richtig daneben ist, ist in der linken unteren Ecke dieses geklaute Raumschiff Enterprise Logo
, aber das wird den wenigsten aufallen…
@Peter
Danke für den Hinweis, das bestärkt meine Vermutung, dass diese Partei von einem anderen Planeten kommt
Macht macht attraktiv?
Das liegt wohl im Auge des Betrachters.
http://data1.blog.de/blog/s/sc.....Merkel.jpg
gruß
..bei uns in der Allee hängen bunt gemischt Plakate der Linken, SPD, FDP und REP.
Das Problem: alle mit mehr oder weniger identischem blauen Hintergrund.
Einzig die FDP lässt sich da im Vorbeifahren anhand der Aussage schnell zuordnen
@ Frank Schenk
Das Bild bestätigt genau meine These, denn das Foto stammt aus der Zeit v o r der Machtübernahme (behaupte ich einfach mal!)