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	<title>Kommentare zu: Medien im Nebel</title>
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	<description>Blog für Marketing, Werbung, Medien und Social Media</description>
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		<title>Von: OlafKolbrueck</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12770</link>
		<dc:creator>OlafKolbrueck</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 14:45:30 +0000</pubDate>
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		<description>@Ulf J. Froitzheim
Gegen das  Ausbleiben der &quot;unechten&quot; Kunden, also  Abonnenten, haben sich ja einige Verlage zuletzt recht ideenreich gezeigt. Solche Innovationsfreude würde ich mir manchmal bei redaktionellen Konzepten wünschen.  
Für viele Journalisten gilt ja auch zunehmend, dass  sie strukturell bedingt nicht mehr so (kochen) können, wie sie gerne würden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ulf J. Froitzheim<br />
Gegen das  Ausbleiben der &#8220;unechten&#8221; Kunden, also  Abonnenten, haben sich ja einige Verlage zuletzt recht ideenreich gezeigt. Solche Innovationsfreude würde ich mir manchmal bei redaktionellen Konzepten wünschen.<br />
Für viele Journalisten gilt ja auch zunehmend, dass  sie strukturell bedingt nicht mehr so (kochen) können, wie sie gerne würden.</p>
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		<title>Von: Ulf J. Froitzheim</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12768</link>
		<dc:creator>Ulf J. Froitzheim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 14:26:59 +0000</pubDate>
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		<description>Die Analyse hat mir gefallen. Mir fallen spontan einige Verlage ein, die in der Tat agieren wie besagter Wirt — oder wie Karcandorstadtquelle &amp; Co. 

Dennoch würde ich das nicht verallgemeinern. Es kommt doch sehr darauf an, wer mit der &quot;ausbleibenden Kundschaft&quot; gemeint ist. In diesem Fall liest es sich als seien die Leser gemeint. Was mich bei einem Objekt mit der Zielgruppe des &quot;Horizonts&quot; erstaunt: Normalerweise sind ja die Leser aus Verlagssicht gerade keine Kunden. Sie sind demütige, unbezahlte Lieferanten der Handelsware &quot;Awareness&quot;, die netterweise noch einen marginalen Deckungsbeitrag als Mitgift mitbringen (jedenfalls solange der Abo-Erlös höher ist als der EK minus WKZ der ausgelobten Espressomaschine). 

Für den Durchschnittsinserenten, der sich die Leser kauft, war lange unerheblich, wie gut diesen das Menü schmeckt. Es durfte gerne Junkfood sein; Hauptsache, es kommen viele Gäste und gucken die Anzeigen an. Und wenn das Layout derart billig und öde war, dass erst die Annoncen das Heft hochwertig erscheinen ließen, umso schöner. Wenn es nun mehr Leser gibt, die dieses zynische Spielchen durchschauen, und die Anzeigen des einen oder anderen Objekts dadurch unverkäuflich werden, ist das eigentlich ein gutes Zeichen.

Das Problem ist, dass nicht immer zuerst die &quot;unechten&quot; Kunden ausbleiben, also die Abonnenten. Dann könnten die Verlage ja noch gegensteuern, indem sie ernsthaft für Leser schreiben lassen, die wirklich so anspruchsvoll sind, wie es in den Mediadaten behauptet wird. Manchmal verschwinden ja auch nur (bzw. zuerst) die &quot;echten&quot; Kunden, die Mediabuyer. Dadurch geraten auch Blätter mit treuer Zielgruppe wie die &quot;Süddeutsche&quot; in die beschriebene Falle. Weil das Papierkostensponsoring durch die Anzeigenkunden wegschmilzt, muss der Vertrieb die Einbußen ausgleichen. 

Der oben beschriebene Weniger-für-mehr-Effekt tritt auch in diesem Fall ein, wird aber eben nicht dadurch ausgelöst, dass die bräsigen Journalisten die Leser ignoriert hätten. Letztere — die Sekundär-Kunden, die uns Journalisten immer schon wichtiger waren als die Primärkunden — verlieren den Appetit also nicht deshalb, weil dem Koch nichts Leckeres mehr einfiele für die Speisekarte. Sondern weil der Koch aus Kostengründen nicht mehr kochen darf, was die Gäste essen wollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Analyse hat mir gefallen. Mir fallen spontan einige Verlage ein, die in der Tat agieren wie besagter Wirt — oder wie Karcandorstadtquelle &amp; Co. </p>
<p>Dennoch würde ich das nicht verallgemeinern. Es kommt doch sehr darauf an, wer mit der &#8220;ausbleibenden Kundschaft&#8221; gemeint ist. In diesem Fall liest es sich als seien die Leser gemeint. Was mich bei einem Objekt mit der Zielgruppe des &#8220;Horizonts&#8221; erstaunt: Normalerweise sind ja die Leser aus Verlagssicht gerade keine Kunden. Sie sind demütige, unbezahlte Lieferanten der Handelsware &#8220;Awareness&#8221;, die netterweise noch einen marginalen Deckungsbeitrag als Mitgift mitbringen (jedenfalls solange der Abo-Erlös höher ist als der EK minus WKZ der ausgelobten Espressomaschine). </p>
<p>Für den Durchschnittsinserenten, der sich die Leser kauft, war lange unerheblich, wie gut diesen das Menü schmeckt. Es durfte gerne Junkfood sein; Hauptsache, es kommen viele Gäste und gucken die Anzeigen an. Und wenn das Layout derart billig und öde war, dass erst die Annoncen das Heft hochwertig erscheinen ließen, umso schöner. Wenn es nun mehr Leser gibt, die dieses zynische Spielchen durchschauen, und die Anzeigen des einen oder anderen Objekts dadurch unverkäuflich werden, ist das eigentlich ein gutes Zeichen.</p>
<p>Das Problem ist, dass nicht immer zuerst die &#8220;unechten&#8221; Kunden ausbleiben, also die Abonnenten. Dann könnten die Verlage ja noch gegensteuern, indem sie ernsthaft für Leser schreiben lassen, die wirklich so anspruchsvoll sind, wie es in den Mediadaten behauptet wird. Manchmal verschwinden ja auch nur (bzw. zuerst) die &#8220;echten&#8221; Kunden, die Mediabuyer. Dadurch geraten auch Blätter mit treuer Zielgruppe wie die &#8220;Süddeutsche&#8221; in die beschriebene Falle. Weil das Papierkostensponsoring durch die Anzeigenkunden wegschmilzt, muss der Vertrieb die Einbußen ausgleichen. </p>
<p>Der oben beschriebene Weniger-für-mehr-Effekt tritt auch in diesem Fall ein, wird aber eben nicht dadurch ausgelöst, dass die bräsigen Journalisten die Leser ignoriert hätten. Letztere — die Sekundär-Kunden, die uns Journalisten immer schon wichtiger waren als die Primärkunden — verlieren den Appetit also nicht deshalb, weil dem Koch nichts Leckeres mehr einfiele für die Speisekarte. Sondern weil der Koch aus Kostengründen nicht mehr kochen darf, was die Gäste essen wollen.</p>
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		<title>Von: Jan Eggers &#187; Blog Archive &#187; Mediensterben: Sind die Zeitungen selber schuld?</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12752</link>
		<dc:creator>Jan Eggers &#187; Blog Archive &#187; Mediensterben: Sind die Zeitungen selber schuld?</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:32:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ist es sicher so, dass viele Verleger nicht gerade mit Ideenreichtum und Kreativität glänzen in der Krise. Trotzdem denke ich, dass sowohl den Kritikern als auch den Kritisierten klar sein [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ist es sicher so, dass viele Verleger nicht gerade mit Ideenreichtum und Kreativität glänzen in der Krise. Trotzdem denke ich, dass sowohl den Kritikern als auch den Kritisierten klar sein [...]</p>
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		<title>Von: Matthias Schwenk</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12691</link>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 12:35:40 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr guter Text. Tatsächlich dürfte in vielen Verlagen viel zu viel Energie in den krampfhaften Erhalt alter Strukturen und nicht zukunftsfähiger (Print-) Produkte fließen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr guter Text. Tatsächlich dürfte in vielen Verlagen viel zu viel Energie in den krampfhaften Erhalt alter Strukturen und nicht zukunftsfähiger (Print-) Produkte fließen.</p>
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		<title>Von: ramses101</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12671</link>
		<dc:creator>ramses101</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 21:35:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Jonas: Das soll die Zukunft sein? Ich kenn das aus dem Musikjournalismus: Leser bzw User dürfen Artikel schreiben. Und die Leser stehen Schlange. 

Für ein Backstageticket oder eine Promo-CD. Wie die Artikel ausfallen, kann man in den ehemals &quot;indpendent&quot; genannten Magazinen nachlesen. Einfacher ist es hingegen, diese Magazine durchzublättern und zu schauen, welche Platten inseriert werden. Die Anzeigen sagen nämlich das gleiche, nur schneller. Und tun wenigstens nicht so redaktionell.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jonas: Das soll die Zukunft sein? Ich kenn das aus dem Musikjournalismus: Leser bzw User dürfen Artikel schreiben. Und die Leser stehen Schlange. </p>
<p>Für ein Backstageticket oder eine Promo-CD. Wie die Artikel ausfallen, kann man in den ehemals &#8220;indpendent&#8221; genannten Magazinen nachlesen. Einfacher ist es hingegen, diese Magazine durchzublättern und zu schauen, welche Platten inseriert werden. Die Anzeigen sagen nämlich das gleiche, nur schneller. Und tun wenigstens nicht so redaktionell.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wo sind all die Blumen hin? &#124; Open Source PR</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12669</link>
		<dc:creator>Wo sind all die Blumen hin? &#124; Open Source PR</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 20:32:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] geschweige denn eine teure Konferenzkarte kaufen. Es steht in Blogs wie Olafs &#8220;off the record&#8221; oder bei Carta und [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] geschweige denn eine teure Konferenzkarte kaufen. Es steht in Blogs wie Olafs &#8220;off the record&#8221; oder bei Carta und [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12665</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 19:03:32 +0000</pubDate>
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		<description>Großartiger Post. Kudos!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Großartiger Post. Kudos!</p>
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		<title>Von: Jonas</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12660</link>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 15:31:57 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht ein Blick in die Zukunft ist die neue Seite des ehemaligen Gamestar Chefredakteurs, der Leser/User News und ganze Artikel schreiben lässt, die dann von einer Redaktion gecheckt und evtl überarbeitet und ergänzt werden. (gamersglobal.de)

Erstmal nur im Spielebereich, aber das Modell ist vielleicht ein Ausweg aus der Misere, wird bestimmt noch spannend mal zu sehen ob das langfristig angenommen wird und sich auch rentiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ein Blick in die Zukunft ist die neue Seite des ehemaligen Gamestar Chefredakteurs, der Leser/User News und ganze Artikel schreiben lässt, die dann von einer Redaktion gecheckt und evtl überarbeitet und ergänzt werden. (gamersglobal.de)</p>
<p>Erstmal nur im Spielebereich, aber das Modell ist vielleicht ein Ausweg aus der Misere, wird bestimmt noch spannend mal zu sehen ob das langfristig angenommen wird und sich auch rentiert.</p>
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	<item>
		<title>Von: sago</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12656</link>
		<dc:creator>sago</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 15:05:19 +0000</pubDate>
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		<description>Supergeiler Artikel, Hut ab !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Supergeiler Artikel, Hut ab !</p>
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	<item>
		<title>Von: OlafKolbrueck</title>
		<link>http://off-the-record.de/2009/06/24/medien-im-nebel/comment-page-1/#comment-12651</link>
		<dc:creator>OlafKolbrueck</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 14:17:29 +0000</pubDate>
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		<description>@Meine Meinung: 
Um ein Missverständnis auszuräumen. Es ist ja auch nicht des Spießers Meinung, die meinereiner da formuliert hat. ;-) 
Und zwischen &quot;gelebt werden&quot; und &quot;getrieben werden&quot; sehe ich keinen so fundamentalen Unterschied. Da sind wir also auf einer Linie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Meine Meinung:<br />
Um ein Missverständnis auszuräumen. Es ist ja auch nicht des Spießers Meinung, die meinereiner da formuliert hat. <img src='http://off-the-record.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Und zwischen &#8220;gelebt werden&#8221; und &#8220;getrieben werden&#8221; sehe ich keinen so fundamentalen Unterschied. Da sind wir also auf einer Linie.</p>
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