Eine wahre Geschichte
Wenn ein Nachbar im Altpapier-Container wühlt, zumindest in einer Gegend in der mehr Tuaregs parken, als Aldi-Tüten im Müll liegen, kann das eigentlich nur mit dem versehentlich im Altpapierstapel gelandeten Macbook Air erklärt werden, oder mit der dummerweise entsorgten Vaterschaftsklage oder an den im Zorn verlegten Scheidungspapieren.
Steht ein Student vor der gemeinsamen Tonne und gräbt, vermutet man eher eine Suche nach dem vermissten Hauptseminarschein oder dem in rasender Wut vernichteten Bafög-Antrag.
Ein tiefes Seufzen, begleitet von einem frustrierten Blick nach erfolgloser Wühlerei, schafft Klarheit.
„Niemand liest heute mehr Zeitung“.
Der Student offenbar auch nicht. Würde er sich sonst beklagen, sich billig aus dem Altpapier bedienen wollen?
„Ich hätte da noch eine FAS. Nahezu ungelesen. Wollen Sie die haben? “
„Kommt nicht darauf an. Ich brauche sie für den Kaninchenstall“.



















Hey Olaf,
ich danke dir so für den Artikel!
Genau in dieser Richtung recherchiere ich momentan und dein Artikel ist Goldwert!!!
Cool – ein neues Argument in der Diskussion Pro “Paper” Contra “ePaper” (z.B. “ePaper setzen sich erst durch, wenn ich darin auch meinen Fisch einschlagen kann – wie in die Tageszeitung”).
P.S. Ich hoffe aber, du fährst keinen Tuareg….
“in einer Gegend in der mehr Tuaregs parken, als Aldi-Tüten im Müll liegen..” sehr schön, in soner gegend wohnt frau feierabend auch -> http://www.sei.berlin.de/nc/ge.....a01e07f284
@lokalreporter kann man die Dame nicht für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen?
@Tobias Gärtner: keine panik, ich fahr nicht Tuareg.