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Rettung für den Charmin-Bär?

13. Juli 2009
von

Ich habe es ja nie so ganz verstanden, warum man eine Erfolgsgeschichte wie Charmin einfach in den Orkus der Geschichte kippt.  Einst in einem übervollen Markt beispielhaft eingeführt und  damit die Kraft von Innovation und guter Werbung bewiesen, hatte der nette Bär zuletzt durchaus ansehnliche Marktanteile. Doch im neuen Hause SCA wollte man den Bären nicht weiter füttern.  Selbst wenn das Markenmaskottchen namens Leonard Studien zufolge die zweitbeliebteste Werbefigur hinter dem Bärenmarke-Bär ist. Nach der Übernahme des europäischen Hygienepapiergeschäftes von P&G will das SCA-Management Lizenzgebühren sparen und lockt den gemütlichen Bären unter das Dach von Zewa, zwecks Umgewöhnung der Konsumenten, und um ihn alsbald ganz verschwinden zu lassen.

Allerdings müht sich eine Fangemeinde im  Web nun um die Rettung des Bären. Dabei geht es um mehr als nur um eine Symbolfigur. Es geht um die Deutungshoheit auf dem Lokus. Mindestens: “Es geht um mehr als nur um Toilettenpapier: Es geht um ein Lebensgefühl an einem der letzten Orte, die uns noch heilig sind.” heißt es auf der Website der Bärenretter.

charmin.jpg

Und weil das allein kaum reichen dürfte, wird seit ein paar Tagen auch unter Savecharm getwittert, eine noch gemütlich leeres Facebook-Profil von Leonard Bär soll die Aktion weiter anschieben und bei Youtube gibt es gesammelte nostalgische Werbevideos

Ziel die Online-Petition: “Wir wollen Charmin wiederhaben”. Noch ist die Seite so leer wie auf eine fast aufgebrauchte Klorolle. Das kann sich schnell ändern. Denn deutlich deftiger und zahlreicher geht es bislang im Forum des Markenherstellers zu.

Dort wird nicht nur seitenweise Kritik am schleichenden Tod des Bären geübt, sondern allmählich spült auch Kritik an der Produktqualität nach oben. Schlimmer noch für einen Markenartikler: Etliche Kommentare setzen die neue Qualität auf ein Niveau mit Discountware. Boykott droht. Denn die Charmin-Kunden wollen sich weder einen Bären aufbinden lassen, noch von neuen Tempo-Klopapier an der Nase herumführen lassen.

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Kommentare zu “ Rettung für den Charmin-Bär? ”

  1. seven am 14. Juli 2009 um 11:08 Uhr

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie der Konzern auf die Kritik reagiert. Nämlich gar nicht. Die großen Entscheider bekommen doch gar nicht mit, was sich in der Internetcommunity und auf ihren Klowänden abspielt. Und es ist Ihnen auch egal… Sollen sich die Deppen doch aufregen. Immerhin spart das neue Paier 6,9% Kosten….Alles fürn A****…

  2. Frank Schenk am 14. Juli 2009 um 18:52 Uhr

    Das ist doch alles für den Po!

    Ich fand den Charmin’-Bären die ersten 735 Male echt witzig. Dann hats mir aber gereicht, ich will den nicht wieder, ich kauf auch kein Charmin’- oder was auch immer Klo-Papier.

    Weg mit dem dummen Bären!

    gruß, Frank

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