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Spießer Alfons: Wie ein Verleger sein Anzeigengeschäft im Focus hat

16. Juli 2009
von Spießer Alfons

Burdabild.jpgEs gibt verschiedene Arten von Verlegern. Da sind zum Beispiel die Bier- und die Teppichboden-Verleger auf der einen und die Verleger von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften auf der anderen Seite

Was die Verleger unterscheidet: Als männlicher Presse-Verleger wird man geboren. Wie zum Beispiel die Herren Bauer, Burda, Ganske, die ihre Verlage aus den Händen ihrer Väter geerbt und das Erbe vermehrt haben. Frau Springer dagegen ist erst durch Herrn Springer zur Verlegerin geworden.

Langer Eingangsrede kurzer Sinn: Während ein Bier- oder Teppichboden-Verleger wohl kaum in der Werbung eines  Wettbewerbers sein wohlwollendes Testimonial abgeben wird, ist das unter Print-Verlegern anders: Prof. Dr. Hubert Burda outet sich hier freiwillig als BILD-Leser und macht Werbung für das Blatt. Und „BILD bedankt sich bei Herrn Dr. Burda für seine ehrliche und unentgeltliche Meinung.“

Warum, so möchte Spießer Alfons wissen, macht der Offenburger Münchener Verleger die Werbung für seinen Wettbewerber unentgeltlich? Mit seinem Amt als VDZ-Präsident kann das nicht begründet werden, denn BILD ist keine Zeitschrift. Also geht der Spießer davon aus, dass es sich hier um ein Geschäft auf Gegenseitigkeit handelt nach dem Motto: Sie, Herr Kollege, schreiben Gutes über uns, und wir schreiben Gutes über Sie, Herr Kollege.

Näherliegend ist natürlich, dass Verleger Burda auf diese Weise ein paar Anzeigenseiten für seinen Focus akquiriert hat! Und warum Heinz Bauer und Thomas Ganske noch nicht in der BILD-Kampagne auftreten (oder hat Alfons was übersehen?), kann der Spießer sich nur so erklären, dass deren Anzeigenabteilungen keinerlei verlegerische Unterstützung benötigen.

Wie dem auch sein mag: Spießer Alfons weigert sich auch weiterhin, in der BILD-Werbung aufzutreten. Zum einen, weil er das nicht unentgeltlich machen würde. Und zum anderen, weil keine Sau ihn darum gebeten hat.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Wie ein Verleger sein Anzeigengeschäft im Focus hat ”

  1. Hugo E. Martin am 16. Juli 2009 um 10:21 Uhr

    Da braut sich was zusammen. Wenn jetzt zur Kostenloskultur ‘Content’ auch noch eine Kostenloskultur ‘Anzeigen’ kommt, dann ist das Geschäftsmodell der Verleger endgültig am Ende.

    Kollegenrabatte hin oder her.

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