Spießer Alfons: Wer Borat liebt, wird Brüno hassen. Und was hat das mit Sascha Lobo zu tun…?
Ohne genau zu wissen, was ihn dort erwarten würde, ist Alfons zu Brüno gegangen. Ins Kino, wohlgemerkt! Spießers Kurzkritik: Dieser Gaga-Streifen ist eine Aneinanderreihung schwachsinniger Episonden. Klischeehaft, unappetitlich, dämlich. Kurz: zum Kotzen. Es ist der Versuch einer Persiflage auf einen homosexuellen Mann Typ in der Mode- und Fernsehwelt, der nichts kann und berühmt werden will. Dazu benutzt dieser Brüno ein schrilles Outfit, um sich abzuheben, und eine Gockel-Frisur, um aufzufallen.
Das Pärchen, das im Kino neben Alfons saß, wollte sich ausschütten vor Lachen, als Brüno mit einem farbigen Kleinkind auf dem Lenker eines Kraftrades (ohne Schutzbekleidung) durch die Stadt brauste. Wirklich komisch. Wie ein Verkehrsunfall mit anschließender Beisetzung der Teilnehmer
.
Was das mit Sascha Lobo zu tun hat? Gar nichts. Denn der fährt schließlich mit dem Bus durch die Stadt und unterscheidet sich mit seiner Frisur von der des Brüno, die nicht feuerrot ist — vergleiche die Abbildungen! Auch wenn beide Darsteller in dummen Filmen mitspielen, verbindet es die Schauspieler nicht, denn Brüno hat schon einen Freund gefunden. Und Brüno ist nur im Film ein Gockel Selbstdarsteller.
PS: Im Werbeprogramm vor “Brüno” sah Alfons einen „Kultur“-Werbefilm von ARD & ZDF. Auch dort ist ein Typ mit Gockel-Frisur zu sehen, kommentiert mit einem einzigen Wort, nämlich: „Subkultur“.
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Vielleicht sollten Sie sich den Film noch einmal anschauen … Sacha Baron Cohen macht sich weniger über „den Homosexuellen“ lustig, sondern über die Homophobie in den Köpfen von Heterosexuellen… und das ist ihm hervorragend gelungen.
Die taz –>> http://www.taz.de/1/leben/koep.....nter-held/
@ Mike
Was Absicht ist und was dabei herausgekommen ist, sind zwei Paar Schuhe.
Und jetzt gib der taz bitte auch einen Link auf off-the-record.de,
(Oder dass man den Film auch mit anderen Augen sehen kann, als Freikartenkritiker das tun.)
damit die sehen, dass sie sich geirrt haben.
Mensch Spießer, warum musst dir denn auch Filme antun, die nun mal einfach für ein … nun ja: jüngeres Publikum gemacht wurden?
Da hat doch keiner was davon. Du sitzt im Kino und verstehst den Film nicht. Und die anderen Besucher verstehen nicht, warum der ältere Herr die ganze Zeit empört den Kopf schüttelt.
@ Ex M
Na ja, ich durfte immerhin – im Gegensatz zu Dir – schon rein, weil ich über 16 bin.
Mein Freund und ich sind vor dem Ende rausgegangen. Wir wollten uns das Eintrittsgeld an der Kasse zurückgeben lassen, ging aber nicht.
Darf ich mich hier als Homolette mal verwundert darüber äußern, dass auch in meinem Bekanntenkreis nur Heteros den Film für missraten halten? Irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Vorwurf der Homophobie ein Ablenken vom eigenen Ekel des heterosexuellen Manns vor Brünos auf sehr unterhaltsame Weise überspitzt dargestellter schwuler Sexualität ist. Naja, wie wenig der Spießer gleichgeschlechtlichen Zärtlichkeiten abgewinnen kann, hat er ja schon bei seiner Beurteilung der laufbahner-Kampagne dargelegt…
@ schorsch
“Zärtlichkeiten”? Was für Zärtlichkeiten…? Was mich angewidert hat, waren die Furze, der Missbrauch eines Kindes und diverse andere Szenen, die nichts mit Homoerotik zu tun haben als mit Geschmacklosigkeit.
Wenn Du aber der Meinung bist, dass Heteros den Film nicht “nachfühlen” können, dann hast Du vermutlich Recht.
Zu “Spießer” und “Homophobie” fällt mir auch noch das hier ein:
http://off-the-record.de/2009/.....e-gesucht/
@ Ex M
Und…?
Ich habe mir den neuen Film von Sacha Baron Cohen „Brüno“ angesehen. Das Fazit vorweg: „Brüno“ ist oft schockierend aber leider nur selten komisch. Brüno – Eine Kritik: http://gehirnschluckauf.wordpr.....ne-kritik/