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Jung von Matt und die Bröckchen der Web-Welt

23. Juli 2009
von Olaf Kolbrück

In der gedruckten Horizont steht heute ein langes, wunderbares Interview. Mit Interviewpartnern, die sich sonst eher rar machen. Also in gemeinsamen Interviews jedenfalls. Holger Jung und Jean-Remy von Matt  ließen sich gemeinsam befragen. Das Duo äußert sich dort prononciert zu Gegenwart und Zukunft der Werbung, der volljährigen Agentur und dem ganzen Rest.

Kritik aus Reihen der Onliner begegnet das Führungsduo von Jung von Matt jedenfalls auch weiterhin mit einer gesunden Prise Selbstbewusstsein und zeigt sich dabei auch mit Blick auf das Web als Verfechter eher protestantischer Werbewelten und bewusst wertkonservativ.

Holger Jung: „Wer Marketingkommunikation macht, weiß, dass er seine Botschaften klar und eindeutig senden muss, damit sie das Richtige auslösen. In der Web-2.0-Welt dagegen schmeißt man hier und da einen Brocken hin, und guckt, was daraus wird. Das ist zwar spannend, widerspricht aber dem Grundprinzip von Marketingkommunikation. Die bleibt in einem gewissen Maße senderorientiert. Wir finden jedenfalls, dass der Schritt vom demokratischen zum anarchischen Web oft nur ein sehr kleiner ist.“

Auch mit der eigenen Website will sich JvM dem „Trend des Webs — totale Demokratie, vollkommenes Loslassen, jeder darf sich einbringen — entziehen“, so Jean-Remy von Matt. Und weiter: „Wir wollen selbst bestimmen, was die Leute über uns erfahren. Und das ist alles andere als typisch Web 2.0. Wir lieben das Netz und genau deshalb gehen wir auch nicht kritiklos damit um.“

Was Horizont trotzdem in Erfahrung brachte und warum der Sex bei Jung von Matt nicht mehr so gut ist steht in der heutige Print-Ausgabe und in Teilen bei Horizont.net.

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Kommentare zu “ Jung von Matt und die Bröckchen der Web-Welt ”

  1. Patrick Breitenbach am 23. Juli 2009 um 22:41 Uhr

    Ja Heimatland, dann bleibt doch auch einfach komplett raus aus dem “Web 2.0″ und spielt nicht mit den Begriffshüllen “Blog” etc. rum, wenn ihr es nicht wirklich verstanden habt oder es nicht wollt. Ist ja nicht weiter schlimm. Ihr seid nicht alleine. Macht mal weiter eure schicke, kreativ-kontrollierte Werbung, gewinnt Klassik-Awards und unterhaltet die Menschen mit euren Popcorn-Spots.

    Tja “Loslassen” ist tatsächlich nicht eure Stärke! ;-)

  2. Klaas Kramer am 24. Juli 2009 um 11:38 Uhr

    Das ist Kokettiererei im Sinne der eigenen “Markenführung”.
    Im Moment kommt das sehr souverän rüber: “Der Fels in der Brandung des Web 2.0-Geplänkle”.

    Jung von Matt kommen mir ein bisschen wie der Brockhaus vor 10 Jahren vor: Einst innovativ, heute (noch) sexy konservativ.
    Aber morgen?
    Dann aber haben die beiden rechtzeitig ihre Anteile an der Agentur verkauft und den Nachfolgern bleibt nicht einmal mehr der Mythos.

  3. kawumm am 28. Juli 2009 um 19:45 Uhr

    Lieber Patrick,

    ist dir entgangen, dass JvM auch die meisten Online-Awards gewinnt und Deutschlands Online Agentur Nr.1 ist? Hast du es nicht bemerkt, dass JvM/Neckar seit langer Zeit einen wirklich relevanten Blog betreibt und jede JvM-Agentur News und Content mit Hilfe von facebook und Twitter verbreitet? Findest du nicht, dass du vielleicht selbst etwas leisten solltest? Macht es dir Spaß als Dampfplauderer wahrgenommen zu werden? Woher nimmst du dir eigentlich das Recht über Werbung und Marketing zu schreiben? Wo sind deine Erfolge? Dein Xing-Profil zeigt nur Dampfplauderjobs und gelegentliche Jobs in Provinzagenturen, deren Namen keine Sau kennt.

  4. nina am 1. August 2009 um 00:58 Uhr

    kawumm, du schreibst, als ginge es um dein Leben – kriegst du Geld dafür oder machst und tust dus (schon) für “umme”/ nix?!
    :-) ))))))))))………………………………

  5. Jan-Holger Matt am 1. August 2009 um 08:26 Uhr

    @ nina

    kawumm ist noch in der Probezeit, da muss er um einen Stammplatz kämpfen. Dass er das mit Fouls versucht, liegt schon in seinem Namen begründet.

  6. nina am 2. August 2009 um 11:32 Uhr

    @ Matt

    Achso – die Hackordnung. Fast hatte ich gedacht, er müsste mir leid tun.

  7. Matt am 5. August 2009 um 10:25 Uhr

    Oh. Das erinnert mich an die Klowand affäre, wo wir dem ersten Schleimkommentator seine IP bis in die Grabenstraße zurückverfolgten.

    Still wars. Schnell. Und lächerlich.

    We liked it.

    Patrick +1

  8. kawumm am 5. August 2009 um 12:32 Uhr

    @ Nina

    Nein, ich schreibe nicht um mein Leben. Es kotzt mich nur an, wenn ich so einen Schwachsinn lesen muss. Es gibt Dinge, die man bei JvM kritisieren kann. Aber dann sollte man zumindest ein bisschen Ahnung haben.

    @ Jan-Holger

    “Fouls”, “Stammplatz”

    Süß, wie du dir das so vorstellst. Denkst du ein Mitarbeiter einer Agentur schreibt in irgendeinem Blog nette Dinge über die Agentur in der er arbeitet, druckt das aus und geht zu seinem Geschäftsführer? Ich schreibe hier anonym, weil ich hier privat schreibe. Und übrigens: Um meinen Stammplatz musst du dir keine Sorgen machen. Ich steh auf dem Platz — egal wo.

  9. nina am 5. August 2009 um 12:45 Uhr

    Wir sollten das an anderer Stelle vertiefen, Matt: in der Grabenstraße wohnen schließlich viele und die wollen und/ oder müssen sicher alle irgendwann………………..

    Nora Hood

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  • JvM-Website: Die Krise der Agentur-Stars... (UPDATE 10. Juli - 14:08 Uhr > Noch eine Agentur, die nicht weiß, wie die Welt um sie herum funktioniert: “No-Kids.org” vs. Kinderpornografie: Aktionsseite offline!") "Revolution!", schrei(b)t PAGE, denn JungvonMatt habe eine neue Website. Revo...

    [BLOCKED BY STBV] mediaclinique | ralf schwartz — 23. Juli 2009 @ 13:28 Uhr
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