Spießer Alfons: Wenn’s zu bunt wird, wird der Bär aufgebunden
Heute war Spießer Alfons mal wieder in der schönsten Stadt der Welt. Dort sah er den Berliner Bär, und zwar über einer „VitaLotheke“. Und während die eine oder der andere von Euch noch überlegt, was denn wohl eine „VitaLotheke“ ist, klärt Alfons Euch auf: Eine “VitaLotheke” ist nicht etwa eine eine Theke, an der Aquavit getrunken wird, sondern es ist eine Apotheke, wo Klosterfrau Melissengeist ausgeschenkt wird.
Die “VitaLotheke” ist aber nicht nur eine gewöhnliche Apotheke, sondern sie ist auch „meine Gesundheits-Apotheke“.
“Meine”…? Davon möchte sich der Spießer distanzieren. Denn Alfons geht nicht in eine Apotheke, wenn er gesund ist, sondern nur, wenn er krank ist. Also guckt er nach einer Krankheits-Apotheke. Genauso, wie der Spießer auch nur in ein Krankenhaus geht, wenn er krank ist, und nicht, wenn er gesund ist.
Wie schrieb doch Dichter Nebel in seinem Ärzteroman, betitelt „Die Liebe der kranken Schwester“? Er schrieb: „Gesund ist bunt“. Das mag sehr albern klingen, aber genau dieses Wort finden wir auf den Schaufensterscheiben der “VitaLotheke” — wenn Ihr Euch das Beweisfoto bitte mal anschauen wollt!
Ach ja, noch was: Spießer Alfons wünscht Euch Gesundheit!
Twittern












Ich kann mir nicht helfen, manchen Artikel von Dir, lieber Alfons, sind einfach nur lächerlich. Deine letzten beiden gehören dazu. Jede S** weiß doch was gemeint ist.
Mein Tip: Schreib doch mal einen Brief an Ulla Schmidt und frag nach, warum sie sich im Bundesministerium für Gesundheit überhaupt mit Themen wie Krankenkassen, Krankengeld, Krankenversicherung etc. befassen. Das hat ja offensichtlich überhaupt nichts miteinander zu tun!
Man kann sich auch Spieße selbst erfinden, nur um was zu sagen zu haben! *Kopfschüttel*
PS
Ich bin mir ziemlich sicher es heißt Vitalotheke und nicht VitaLotheke!
…und was macht der Spießer eigentlich in Wien, der schönsten Stadt der Welt…?
@ andi
Ich lese klar und deutlich: VitaLotheke. Und eine Gesundheits-Apotheke finde ich genauso blöd wie einen Gesundheits-Arzt. Oder den Spruch “gesund ist bunt”. Oder sind damit die vielen bunten Pillen gemeint, die wir in einer VitaLotheke kaufen sollen?
@ Heinrich Böll
Nein, der Spießer war in München!
@ Jan
Ulla Schmidt? Ist das die aus der Sixt-Werbung?
Das ist wie bei der AOK. Die nennt sich, “die Gesundheitskasse”. http://www.aok.de/bundesweit/
Das kommt daher, dass “Krankenkasse” zu nah an der Wahrheit ist, denn Versicherungen erwischt es in der Krise als nächstes.
Bei der “Gesundheitsapotheke” ist es aber dann doch etwas anders, weil eine “Krankenapotheke” gibt es ja nun nicht.
“Gesundheitsapotheke” hat für die Betreiber den Vorteil, dass sie nicht nur einigen Kranken ihr jeweiliges Medikament verkaufen sondern auch Gesunden alles mögliche andrehen können. Würde sich die Pharmaindustrie allein auf Kranke konzentrieren, wäre sie schon lange pleite.
Ist es nicht schön, wie ausufernd verräterisch selbst völlig banale Dinge sein können?
@ andi 1
Ich danke dem Spießer für seine Max Goldt-hafte Liebe zum nur scheinbar belanglosen Detail.
Da möchte ich Apothekerin Elsner doch gerne mal in Schutz nehmen. Der Bär geht zurück auf das Hauptgeschäft am Berliner Platz in Hamburg-Wandsbek [genau genommen Tonndorf], im Berlin-Viertel – ist also nicht gar so seltsam, wie er dem Spießer vorkommt.
@Heinrich Böll 1: Wien ist die andere schönste Stadt der Welt .;-)
@ Dierk
Und vor wem möchtest Du die Apothekerin in Schutz nehmen? Ich habe doch kein negatives Sterbenswörtchen über den Berliner Bär gesagt, sondern nur erwähnt, dass ich ihn über einer VitaLotheke gesehen habe!
@ ramses101
Aber die Wiener Würstchen schmecken besser als die Hamburger, oder…?
Nach den letzten beiden Beiträgen im Blog habe ich den Eindruck, dass der lustige Spitzname („Spießer Alfons“) vom Alter Ego zur wahren Persönlichkeit mutiert.
Natürlich muss (!) eine Apotheke zwingend nur noch als Apotheke bezeichnet werden, die allesamt studierten Apothekerinnen müssen (!) natürlich ausschließlich das Wohl des Patienten im Sinn haben und müssen (!) altruistisch auf jeglichen Gewinn verzichten.
Angesichts dem Überangebot von „Apotheken“ in Hamburg (Hier in Eppendorf gehe ich einkaufen und komme an acht Stück vorbei), ist es doch okay, wenn eine Apotheke es mal anders versucht. Abgesehen davon gibt es in den Apotheken auch Produkte wie zum Beispiel Sonnenschutz, Handcremes oder auch Seifen. Das dürfte jetzt aber keine Neuigkeit sein, oder?
Nur vielleicht versteht das die doofe Dorfbevölkerung aus den Vororten Hamburgs nicht so ganz … Bloß nichts neues. Lieber polemisch rumkritteln. Könnte ja jeder kommen und was probieren.
Achso: Und beim täglichen Rasenmähen nicht über die Gartenzwerge fahren. Das gibt komische Geräusche, die die Nachbarn wecken könnten, was dann vielleicht in einem handgreiflichen Streit enden wird
@Â Mike
Sach ma, was bist du denn für einer? Der Spießer schreibt hier höchst amüsante Glossen, die du offenbar mit Fachbeiträgen verwechselst. Natürlich spielt Alfons die Rolle des Spießers, sonst hätte er sich ja Nathan der Weise genannt. Oder Mike.
Na ja, ‘Bären aufbinden’ ist ja doch eine Formulierung mit negativer Konnotation. Übrigens, ‘Gesund ist bunt’ gehört nicht per se zur Vitalotheke, sondern zum Marketingverbund parmapharm [sic!], dem die Apotheke zugehörig ist. Und ich meine, das ‘l’ ist klein, nur die Typo sieht etwas merkwürdig [im besten Sinne] aus
…Herr Alfons es amüsiert mich, dass Ihnen der ganze Schwachsinn auch nicht egal ist…
Vitalotheke!, – die haben soooo einen Klatsch!
(schlimm wie die vielen seltsamen Friseurgeschäfts-Bezeichnungen)
@ Henry K.
Vielen Dank für die Bestätigung. Ich sehe das auch im Hinblick auf die Tatsache, dass mehr als die Hälfte von all dem, was Apotheken heute verkaufen, nur dem Apotheker nützen und mit Gesundheit nichts zu tun hat.
Ist ja wie bei Otto in einem seiner Bücher: Spalt, das Schmerzmittel das richtig reinhaut. So groß, dass die Tabletten schon beim Schlucken wahnwitzig weh tun und dann geht der Spaß erst richtig los!