“Evangelisten haben wir keine im Amt”
Ich muss mein Weltbild korrigieren. Städtische Beamte sind keine verschlafenen, langatmigen Bürokraten. Zumindest nicht bei der Stadt Frankfurt. Denn das Presse- und Informationsamt Frankfurt am Main twittert. Das allein wäre noch kein Grund liebgewordene Vorurteile aufzugeben. Aber die Art und Weise wie in Frankfurt ein Medientool angegangen wird, dass in anderen Unternehmen erst einmal etliche Gremienhürden durchlaufen muss, ist geradezu erfrischend. Einfach ausprobieren und machen.
“Die Umsetzung hat — wie gesagt — nur knapp drei Stunden gedauert. Und das nur, weil wir gleich mit einem handgestrickten, aber dafür individuellen “Design” (*hust*) starten wollten — und das mussten wir noch schnell zusammenbasteln”, sagt Frankfurts “Chef-Twitterer” Harald Ille im Interview mit Thilo Specht.
Das Interview zeigt aber auch, Social Media ist immer auch Chefsache und muss vom Top-Management gewollt werden. Dann kann es ganz schnell gehen. Ille: “Die Idee hatte ich — durchgesetzt hat sie aber die Oberbürgermeisterin Petra Roth persönlich: Sie hat auf einem Social-Media-Vortrag Twitter gezeigt bekommen, vor allem die Tweets von Hamburg und San Francisco haben ihr so gefallen, dass sie noch in der Veranstaltung verfügt hat: “Die Stadt Frankfurt twittert ab sofort auch!” Also haben wir umgehend damit angefangen und waren nur fünf Stunden später “draußen”.
Petra Roth?! Noch ein Weltbild, das ich korrigieren muss.












Jaja die Petra, auf ihre alten Tage.
Also, 10,2 tweets pro Tag sind schon recht ambitioniert — fast zuviel. Etwas dröges Design aber recht informative Texte. Nur der Name… /Stadt_FFM. Klingt irgendwie nach Amtsblatt.
twitter.com/main-Frankfurt hätte mehr Witz und wäre dem Medium passender.
Na egal, ich „followe“ jetzt mal.
http://www.frankfurt.de/sixcms.....id=5778900
Reicht vollkommen aus, da braucht man dann kein “Twitter” oder wie sich der Hype momentan nennt.