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Spießer Alfons: Dieselbe Idee? Oder nur die gleiche…?

14. August 2009
von

Häufig führt der Spießer Euch Werbewerke vor Augen, wo der Plagiartdirektor seine Hände im Spiel gehabt hat. Aber es gibt auch Ideen, die sich ähneln, ohne dass der Vorwurf des geistigen Diebstahls erhoben werden kann.

Spiegeleisbär_1.jpgHierzu folgender Tatbestand: In der neuen SPIEGEL-Kampagne — Claim: „Je spitzer die Feder, desto mehr erkennt man.“ — sehen wir einen Eisbären auf kleiner Scholle und erkennen, dass der Mensch als Beherrscher der Erde dabei ist, dem Tier die Grundlage zum Leben zu rauben.

Zum selben Thema ist kürzlich eine Anzeige vom WWF erschienen. In Indien. Dort wird durch einen Elefanten symbolisiert, dass „unser Leben auf Kosten ihrer“ stattfindet. Ein weiteres Motiv dieser Kampagne zeigt eine Schildkröte. (Quelle: Lürzer’s Archiv)

WWFElefant.jpgEs ist hier wie dort das gleiche Thema. Aber dieses Thema hat sich keiner ausgedacht, weil es ein Thema ist, das real ist und bekannt in der ganzen Welt. Ob die SPIEGEL-Werber (Jung v. Matt) die WWF-Kampagne aus Indien (Ogilvy & Mather) gekannt haben oder nicht, ist eigentlich egal, denn JvM schuf eine eigene Kampagne, wo das Thema Umwelt auch nur eines von mehreren ist.

Ein geschätzter Kollege von Alfons, der den Spießer auf die beiden Kampagnen aufmerksam gemacht hat, merkt an: „Bildidee, Layout und Look sind eindeutig geklaut.“

Spießer Alfons stellt das Thema zur Diskussion in den Raum.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Dieselbe Idee? Oder nur die gleiche…? ”

  1. tom am 14. August 2009 um 10:29 Uhr

    Äh… bei mir scheint irgendein Bilddarstellungsfehler vorzuliegen – ich sehe zwei komplett unterschiedliche Ideen, die beide auf eigenständigen Fundamenten aufbauen und komplett unterschiedliche Geschichten erzählen. Oder hat der Plagiatsvorwurf mit dem Format zu tun (Hah, Doppelseite hier, Doppelseite da: KOPIE, PLAGIAT, SCHWEINE!!!)???

  2. spike am 14. August 2009 um 10:32 Uhr

    bin auch etwas verwundert.

    Aber: viel krasser finde ich, dass die IKEA aktuell mit der gleichen Idee Fernsehwerbung macht wie einst 1-2-fly. EInkaufen und wegrennen, weil die Preise so günstig sind “Die müssen sich geirrt haben.”

  3. lokalreporter am 14. August 2009 um 10:52 Uhr

    warte täglich darauf, dass die kollegen werber mein projekt NAHPORTRAIT entdecken und daraus ne kampagne machen.. ~/~ auf den kollektiven mind!

  4. ramses101 am 14. August 2009 um 11:19 Uhr

    Eins stimmt: Die Idee, aus vielen kleinen Details ein Bild zu basteln, ist nicht neu. Aber sie ist eben auch nicht von Ogilvy. Und wenn man jetzt auch noch Mechaniken nicht nutzen darf, nur weil es sie schon gibt, dann weiß ich auch nicht mehr.

  5. dereosterreicher am 14. August 2009 um 11:28 Uhr

    … also mir fehlt jetzt grad die grundlage des plagiatvorwurfes. die beiden konzepte sind imho unterschiedlich.

  6. M. am 14. August 2009 um 11:41 Uhr

    Natürlich sehen die beiden Motive recht unterschiedlich aus. Aber sie beruhen definitiv auf der identischen Idee – die im WWF-Motiv als Headline ausformuliert wurde.

  7. Dierk am 14. August 2009 um 12:37 Uhr

    Ich sehe hier kein Plagiat. Das Thema – Mensch verdrängt Tiere durch Übernutzung von Lebensraum – kann nicht geklaut werden. Die Bildidee liegt ebenso auf der Hand: Zeige Tier in deren Lebensraum und wie der Mensch den vernichtet. Das gab es schon zuhauf, meist gelöst durch dokumentarische Fotos oder Fotomontagen.

    Bliebe der Stil, der allerdings doch recht unterschiedlich ist; auch wird einmal das Tier selbst aus Artefakten konstruiert, einmal dessen Umfeld. Die WWF-Anzeige geht somit eher auf Giuseppe Arcimboldo zurück, während Die SPIEGEL-Geschichte den Schwerpunkt auf die Strichzeichnung legt und somit von Albrecht Dürer inspiriert sein könnte.

    Zu guter Letzt sind die Zielrichtungen beider Werk denkbar unterschiedlich. Der WWF prangert direkt den Lebensraumverlust an, SPIEGEL hingegen wirbt für seinen Journalismus, das Umweltthema steht hier nur beispielhaft, es hätte auch deutsche Innenpolitik, der Irakkrieg oder irgendwas Kulturelles gezeigt werden können.

    Insgesamt kann hier bestenfalls ‘like minds’ gezogen werden – manchmal gibt es halt Ähnliches, z.B. aufgrund konvergierender Entwicklungen.

  8. Hupschraubaer am 14. August 2009 um 13:19 Uhr

    Keine Sekunde Diskussion wert.
    Weder rechtlich, noch gestalterisch!
    Punkt.

  9. holladiewaldfee am 14. August 2009 um 13:51 Uhr

    Sommerloch

  10. kawumm am 14. August 2009 um 13:54 Uhr

    Da hat er einmal mehr bewiesen, wie wenig Sachverstand er hat.

  11. Spießer Alfons am 14. August 2009 um 15:09 Uhr

    @ kadumm

    Immer noch Stunk und platt? Aber da Du offensichtlich nicht lesen kannst, sei es Dir verziehen.

  12. Thomas am 14. August 2009 um 15:58 Uhr

    Wie jetzt? Plagiate bei JvM? Wäre ja mal was ganz Neues…

  13. kawumm am 14. August 2009 um 16:36 Uhr

    Sorry, ich habe tatsächlich nur die Überschrift und ein paar Worte gelesen und dachte ein weiterer Artikel aus deiner Reihe “Plagiartdirektor…” Ich entschuldige mich und nehme meinen Mist zurück. Schönes Wochenende!

  14. seven am 15. August 2009 um 06:12 Uhr

    @ Hupschraubär

    Punkt ja. Komma nein.

    SCNR,
    seven

  15. chris am 15. August 2009 um 16:18 Uhr

    also die erste Anzeige ist nicht geklaut, aber sie ist falsch. Über eine spitze Feder verfügt Der Spiegel def. nicht.

  16. Leo am 16. August 2009 um 01:03 Uhr

    Vor einiger Zeit wurde diese Seite mal auf Bildblog verlinkt und seit dem habe ich sie in den Favoriten, denn sie zeigt mir auf unterhaltsame Art Missstände auf (mit großen bunten Bildern).

    Wenn man sie aber regelmäßig besucht, merkt man, dass sie meisten Einträge mit so einer Arroganz und Überheblichkeit über Kleinigkeiten herziehen, dass einem übel wird. Ideen und Motive werden schlecht geredet, an denen nichts auszusetzen ist. Und regelmäßig ist der Autor empört über harmlose Werbemotive (z.B. die “Gewalt”-Darstellung in einer Hornbarch-Werbung).

    Ich bin natürlich kein Experte was Werbung angeht, aber ich bin sicherlich auch geschmacklich nicht komplett verroht. Dieser in Ansätzen demagogische Eintrag ist wieder ein Beispiel für vorschnelle Aburteilung. Einen “geistigen Diebstahl” sieht man nur, wenn man ihn sehen will. Da braucht man wirklich nichts mit zweifelndem Unterton und gehobener Augenbraue zur Diskussion stellen.

    Über “Post an Wagner” freue ich mich trotzdem immer wieder.

  17. Spießer Alfons am 16. August 2009 um 01:14 Uhr

    @ Leo

    Und WER spricht hier von einem geistigen Diebstahl…?

  18. Peter am 16. August 2009 um 17:15 Uhr

    “eindeutig geklaut” würde ich nicht sagen. Höchstens inspired by…

ivw