Spießer Alfons: Irrlicht von der „Energiesparlampe“
Eine der besten Erfindungen seit Thomas Alva Edison ist die gute alte Glühbirne. Sie ist eine ökologische Erleuchtung par excellence, preiswert, effektiv und umweltfreundlich. Und diese bewährte Glühbirne spendet ein wohlig-warmes Licht, das man zudem noch dimmen kann.
Die vielgepriesenen Energiesparlampen sind genau das Gegenteil. Wenn Spießer Alfons richtig informiert ist, dann benötigt man zur Herstellung einer sogenannten Sparlampe zehnmal so viel Energie wie bei einer herkömmlichen Glühbirne. Die Energiebilanz dagegen ist eher bescheiden. Und die Müll- sprich Umweltbilanz? Verheerend für die Energiesparlampe!
Mit anderen Worten: Es gibt so gut wie keine Gründe, die herkömmliche Glühbirne gegen eine dieser Energiesparlampen auszutauschen. Aber es gibt sehr viele überzeugende Gründe, nicht zu tun, was Brüssel will.
Und nun fordern die Lampenhersteller im Rahmen einer Initiative vom Bürger: “Setze Lichtzeichen!” Und wir sehen einen Mann, der unter Strom steht: In seiner Hand brennt eine dieser sogenannten “Sparlampen”. Ein Wunder menschlicher Energieleistung ist das!
Oder ein ganz fauler Trick eines drittklassigen Werbe-Illusionisten.
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also man hört das öfters das die ESL nicht wirklich so sparsam sei, aber irgendwie kann ich das nicht glauben, kommt mir eher wie eine “urban legend” vor, die von gewissen Leuten verbreitet wird. Überhaupt was neues ist ja immer doof…
Naja selbst wenn die Herstellung einer ESL 10 mal so aufwendig ist, dann wird dies durch die Lebensdauer ja schon fast ausgeglichen, hinzu kommt die wesentlich höhere Lichtausbeute. Wer meint die ESL Flackert, darf auch keinen LCD Tv oder modernen TFT nutzen mit CFL Röhren (also fast alle). Wirklich fieses Licht machen ESL seit 10 Jahren oder so aucht nicht mehr – und lange Vorheitzen – ja auch Geschichte. Das eine ESL beim Anschalten tausende Watt braucht ist auch etwas was viele uninformierte meinen, die brauchen für 1- 2 Sekunden zum Starten dann was eine Glühbirne permanent benötigt. Sogar dimmbare ESL gibt es.
Die moderne ESL darf man auf keinen Fall mit Leuchtröhren gleichsetzen die man aus den vorigen Jahrtausend aus Großraumbüros, Schulen, etc kennt…
@ herrMartin
A) Wozu ein Verbot? Wer wollte kann sich die Dinger doch überall rein drehen. War es nicht so, das wir hier bislang freie Wahl hatten? Dieses Verbote stellt eine weitere Entmündigung des Souverän dar und stellt sich in die Reihe unsäglicher Verordnungen ein, für die kaum ein EU-Bürger etwas abgewinnen kann. Ich warte eigentlich nur noch auf einen Warnhinweis auf Verpackungen der aus gesundheitlichen Gründen vom Verzehr der Verpackung abrät.
B) Sie werden nicht einen Cent sparen. Je weniger Strom verbraucht wird um so höher steigt der Preis für eine kW/h.
C) Mir will so gar nicht in den Kopf, warum man eine Energiesparlampe mit den erwähnten Nachteilen in Kauf nehmen sollte und auch noch schön geredet wird, wenn die bisherige keinerlei Nebeneffekte vorzuweisen hat.
D) Effizienz liegt im Auge des Betrachters. Soll heißen, wenn man Brüssel ernst nehmen wollte, müsste man sich auch von Kerzen trennen, immerhin ist deren Lichtausbeute gegenüber der erzeugten Wärme noch geringer als die einer herkömmlichen Glühlampe. Weiterhin liegt der Anteil des verbrauchten Stroms im Haushalt der durch Lichtbezug erzeugt wird bei ca. 7 Prozent. Nicht nachvollziehbar warum man ausgerechnet am geringsten Verbraucher ansetzt. Hinzu kommt, dass die Hauptsaison für Licht die eher dunkle und kalte Jahreszeit ist, die Wärme also auch zur Beheizung des Wohnraumes beiträgt.
E) Es hat schon etwas diktatorisches an sich, wenn das Brüssler Beamtentum ohne jegliche parlamentarische Debatte darüber entscheidet, welches Leuchtmittel der Souverän zu benutzen hat.
F) Noch befremdlicher wird es, wenn ebendieses Beamtentum Quecksilber generell in der EU verbietet, es aber ausgerechnet in Energiesparlampen erlaubt.
G) Richtig aggressiv kann man werden, wenn Herr Ferran Tarradellas Espuny (der Ursprung des Gesetztes) meint (… “Wir sind viel in Europa unterwegs, und nirgendwo hat es Demonstrationen für die Glühlampe gegeben. Es hat auch niemand Steine nach uns geworfen.Die Europäer stehen hinter uns.” …) daraus ableiten zu können, es gebe eine breite Zustimmung zu diesem Gesetz.
Um Sie mit aller Deutlichkeit hinzuweisen: Diese Gesetzt widerspricht so jedem freiheitlichen, ideologisch befreiten Gedanken der einst das Grundgerüst der EU darstellen sollte.
“Um Sie mit aller Deutlichkeit hinzuweisen: Diese Gesetzt widerspricht so jedem freiheitlichen, ideologisch befreiten Gedanken der einst das Grundgerüst der EU darstellen sollte”
.. und es widerspricht auch jeder wirtschaftlichen Vernunft…
aber man muss der Kampagne zugute halten, dass sie nicht mit dem naheliegenden Claim “Energiesparlampen nutzen und richtig sparen” wirbt sondern den freudigen Konsumenten gleich darauf hinweist, dass man sich ein Stück Sondermüll erworben hat…
Das Motiv ist drittklassig… da geb ich dem Spiesser aber sowas von Recht…
… Imho war die total bescheuerte Kampagne gegen Raupkopierer mit Kindern die vor dem Kittchen für Papa ein Geburtstagsständchen singen auch von denen.. insofern ist die Lichtzeichen-Kampagne eine deutliche kreative Steigerung… (man muss ja auch mal loben)
“Zum goldenen Hirschen” hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert, aber das tun die ja eh selten
Glühbirnen sind seit mehr als hundert Jahren bewährte Technologie. Billig und ressourcenschonened herzustellen, einfach in der Handhabung und umweltfreundlich in der Entsorgung. ESL haben diesbezügluch gewaltige Nachteile. Und ob der Einsparungseffekt diese Nachteile ausgleicht, sei einmal dahingestellt. Ich verneine es.
Während man bei Glühbirnen bedenkenlos ins Regal greifen kann, müsste man bei ESL erstmal Testhefte wälzen. Denn diese halten bei weitem nicht immer, was die Packung verspricht. Bei mir sind viele ESL inzwischen als unbrauchbarer Schrott in der Rumpelkiste gelandet (wie entsorgt man die Teile eigentlich?)
Ich möchte nicht wissen, wieviel Schadstoffe und Energie dafür verwschwendeit wurden…
ESL spielen ihre Stärken vor allem dort aus, wo dauerhaft Licht gebraucht wird. In Privathaushalten, wo ständig Licht an und ausgemacht wird, geht die Effiezienz und Lebensdauer in den Keller.
Glühbirnen zu verbieten ist schlichtweg Schwachsinn und hat mit vernünftiger Umweltpolitik nichts zu tun. Es ist eine rein populistische Pseudomaßnahme, die leider allzu gut in das Feindbild vom regulierungswütigen EUrokraten passt.
Verbote müssen immer ultima ratio sein. Und Glühlampen sind schließlich keine FCKW….
@spießer:
Könntest Du hoch aufgelöste Bilder verwenden? Ich kann auch in der Einzelansicht nichts auf dem Plakat erkennen… oder liegt das irgendwie an mir?
@ seven
Ich habe Dir die Anzeige per E-Mail geschickt.
Ich schätze den Spießer normalerweise ja sehr, aber dieser Artikel reißt mich zum ersten Kommentar hin:
1. “Glühbirne kann man dimmen” – das geht auch mit höherwertigen Energiesparlampen
2. “Herstellung verbraucht 10x mehr Energie” – das stimmt, aber durch die lange Lebensdauer wird dies jedoch deutlich überkompensiert:
Wikipedia-Kompaktleuchtstofflampe
3. “Die Energiebilanz dagegen ist eher bescheiden.” – leider auch falsch: s. Wikipedia oben sowie hier unter “Energiebilanz”Verbraucherinfosystem Bayern
4. “Und die Müll- sprich Umweltbilanz? Verheerend für die Energiesparlampe!” – auch das ist nicht richtig:
“Die Menge des Giftstoffes in modernen Lampen ist indes so gering, dass er auch dann keine grosse Belastung für die Umwelt darstellt, wenn die Lampen nicht retourniert werden.”NZZ – wie_energiesparlampen_rezykliert_werden
Natürlich sollte man sie trotzdem retournieren.
Mich beschleicht das Gefühl, dieser Artikel steht nicht nur auf wackeligen, denn auf gar keinen Beinen und ist der Angst vor Veränderung geschuldet.
Nicht zu vergessen, dass finanzielle Einsparpotenzial:
170 Euro im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühlampe auf 15.000 Betriebsstunden (dafür braucht man dann natürlich eine hochwertige Lampe), s. ebenfalls Wikipedia
@mika
1) Fürs Dimmen benötigt man bei herkömmlichen Glühlampen keine höherwertige Ware, das können durchweg alle. Auch die für 20 Cent.
2) Die angeblich lange Lebensdauer ist mehrfach von seriösen Instituten widerlegt worden und kann Ihnen nahezu jeder Benutzer dieser ESL bezeugen.
3) Die Energiebilanz ist und bleibt bescheiden. Denn wenn Rohstoffgewinnung, Herstellung, Vertrieb, Benutzung und Entsorgung bei beiden System mit einander verglichen werden, kommt die Verwendung der ESL nur merkbefreiten Ideologen in den Sinn. Gleichwohl kommt auch aus dessen berufenen Munde der Satz ein TetraPack sei Umweltfreundlich.
4) Der Schadstoffanteil in ESL ist in der Regel so groß, das laut deutscher Giftstoffverordnung eigentlich die Feuerwehr mit einem “Gefahrenzug” anrücken müsste, wenn mal eine zu Boden fällt und kaputt geht.
5) Es gibt kein finanzielles Einsparpotenzial. Weder beim Kauf noch bei der Benutzung. Sie bezahlen einen Wucherpreis an der Kasse und bei den jährlichen Stromkosten werden Sie überrascht sein, kaum Auswirkungen deswegen festzustellen.
Mich beschleicht das Gefühl, Ihr Kommentar ist durch die grüne Brille entstanden.
@ mika
Du schreibst von “höherwertiger” und “hochwertiger” Lampe, klar. Und die sind noch teurer als die normalen. Und nun lies mal hier:
http://alles-schallundrauch.bl.....s-und.html
“2. “Herstellung verbraucht 10x mehr Energie” – das stimmt, aber durch die lange Lebensdauer wird dies jedoch deutlich überkompensiert:”
von der langen Lebensdauer hab ich noch nichts gemerkt. bei mir halten die (gefühlt) in etwa gleich lange wie normale Glühlampen…
Aber vllt. brauch ich auch nur höherwertigen Strom
Klar, und Energiesparlampen verursachen auch Krebs, Augenschäden, Rückenmarksschwund und Gehirnerweichung.
Und was kommt als nächstes: Spießer Alfons deckt auf, dass es den Klimawandel gar nicht gibt, dass die Mondlandung getürkt war, dass Auschwitz niemals existierte…?
@ Jürgen
Sehr witzig, ich lach mich tot.
@Jürgen
Das die Mondlandung getürkt war wurde schon längst bewiesen
Aber mal im Ernst. Bisher konnte mir noch niemand glaubhaft nachweisen, dass Energiesparlampen wirklich Energie sparen… Das sind die gleichen dubiosen Berechnungen wie von der Musik- und Filmindustrie, dass raubkopien Milliarden Schaden verursachen… Bei genauerer Betrachtung Blödsinn…
p.s.: Früher hiessen Energiesparlampen Leuchtstoffröhren, das war ehrlicher…
@Frank Meier: Einfach nur das Gegenteil zu schreiben hilft nicht ; )
@spießer: Guter link zu “Schall und Rauch”. Die Herstellung ist mit Sicherheit ein Problem, leider weiß ich nicht genug darüber und vertraue der Quelle nicht. Webseiten die sich der “9/11 Wahrheitsbewegung” zugehörig fühlen, haben leider nicht mein Vertrauen.
Ich habe versucht, meine Erachtens seriöse Quellen wie Wikipedia, die NZZ, das Verbraucher-Infosystem Bayern aufzuzeigen, die die genannten Punkte widerlegen.
Natürlich kenne ich kritische Berichte, wie z.B. den des Öko-Tests, der aber auch mit einem “Dennoch: Würden Glühbirnen in Deutschland komplett durch Energiesparlampen ersetzt, könnten die Haushalte laut Deutscher Energieagentur (Dena) sechs Prozent ihres Strombedarfs sparen und jährlich vier Millionen Tonnen Treibhausgase vermeiden.” schließt
ökotest
Naja, das Wichtigste ist ja wohl, dass ich mit meinen ESLs zufrieden bin. So long & thanks for all the..
@ mika
Würden Sie sich nur ein paar Minuten Zeit nehmen, Ihre Argumente mal auf Stichhaltigkeit zu überprüfen würden Sie hier einen Widerruf absetzen.
Ich habe bewusst keine Links zu irgendwelchen Erklärchenseiten gesetzt. Zum einem weil es ein blödes Spiel ist und zum anderen unterliegen Ihre sogenannten seriösen Quellen wie Wikipedia, NZZ etc. dem gleichem Zeitgeistprinzip wie seinerzeit das Waldsterben, das Ozonloch usw. Sie werden nirgendwo einen ehrlichen Verriss finden. Die inoffizielle vierte Säule der Macht ist schon längst durch die alles umfassende PR korrumpiert worden. Da hilft alles nix, Sie werden wohl oder übel selber denken müssen.
BTW
a) … kommen Sie nun ja nicht mit Wissenschaftlern, seit dem die die Rassentheorie beweisen wollten, kann die sowie so keiner mehr ernst nehmen …
b) … auf aufgestellte Rechnungen und Beweisführungen eines Lobbyvereins (Dena) würde ich verzichten wollen
Schön für Sie, wenn Sie mit Ihren ESLs zufrieden sind. Allerdings wäre es angenehmer für den Rest der EU-Bürger wenn sie die Wahl hätten und nicht per Zwangsverordnungen genötigt werden.
Meine Energiesparlampen habe ich vor 10 gekauft und seitdem laufen die. Ob ich damit Strom spare oder nicht, weiß ich nicht, ist mir auch wumpe. Es hat mich damals einfach genervt, in schöner Regelmäßigkeit neue Glühbirnen zu brauchen und im Zweifelsfall keine mehr im Haus zu haben. Das waren übrigens Billigsparlampen, den Hersteller gibt es auch nicht mehr, kein Wunder, was stellt der auch Zeug her, das nicht kaputt geht.
Warum man aber – abseits davon, was bei der Begründung Legende oder Wahrheit ist – in Brüssel bestimmen kann, welche Leuchtquellen man produzieren und kaufen darf, ist mir ein Rätsel.
@Frank Meier: Sie mögen die Qualität einer Quelle ja beurteilen wie Sie wollen, bei wikipedia denke ich ähnlich, bei der NZZ weniger – aber irgendeine Quelle sollte es doch für Ihre Gegenmeinung schon geben? Wobei ich einsehe, dass das eng werden könnte, wenn sie Wissenschaftler rigoros ausschließen.
@ramses101
Es wird nicht eng. Es reicht, wenn Sie die veröffentlichten Argument für oder dagegen, einfach mal zueinander stellen. So wie früher Oma einfach abwägte, in der Mitte einen Strich ziehen und links und rechts Pro und Contra skizzieren. Dann werden Sie feststellen, dass das ausschlaggebende Moment allein einer politisch Gewichtung geschuldet ist. Einer politischen Gewichtung die dem derzeit grassierende öko-industriellen Komplex geschuldet ist. In dieser politisch gewollten weltuntergangs- und gleichzeitig heilsarmeemäßigen tugendhaften Ideologie, Vernunft in irgendeiner Art zu erwarten ist wohl etwas zu viel verlangt. Es sei nur mal zum Beispiel an die Bio-Sprit-Idee vom letzten Jahr erinnert.
Machen wir uns nix vor, diese grüne Blase die auf keine realen Werten steht wird früher oder später platzen. Schön wenn ich das noch erleben darf.
BTW … nehmen Sie doch mal eine Ihrer ESLs auseinander. Vergleiche Sie einmal die Bestandteile mit einer normalen Glühlampe. Wenn Sie dann noch überlegen wo und wie all diese Materialien produziert werden, sind Sie schon ein Stück weiter.
Gut, wenn Ablehnung auf Wut über übertiebenes ökologisches Denken basiert, dann ist das ja auch ein Fundament. Meine Entscheidung für Energiesparlampen war jedenfalls sehr rational. Und was da alles drin ist, ist mir zunächst mal egal. Die Herstellung kann ich nicht mehr rückgängig machen und um die Entsorgung kümmere ich mich, wenn die Dinger doch mal den Geist aufgeben sollten.
Was aber eher nicht dadurch passieren wird, dass ich sie auseinander nehme.
Und so lange die NZZ schreibt, dass etwas, was aktuell produziert wird (setzen Sie hier ein, was Sie wollen) keine Gefahr darstellt und als Gegenmeinung nur Ihr Posting herhalten kann, werde ich wohl bis auf weiteres der NZZ mein Vertrauen schenken.
@ ramses101
Ablehnung gegenüber übertriebenen aberwitzigen Maßnahmen die eher das Gegenteil bewirken? Ja!
Manche Entscheidungen sind Karikaturen Ihrer selbst und dienen weder der Natur noch den Menschen, sind im besten Falle bloßer Selbstzweck im schlimmsten jedoch mit Fördertöpfen verbunden.
Und wenn die NZZ schreibt Sie sollen aus dem Fenster springen, werden Sie es dann tun? Kennen Sie den Film “Der Untertan”? Empfehle ich Ihnen.
@Frank Meier: Ich habe das Buch gelesen, danke. Eigentlich bezog sich das aber nur auf den Rat Ihrer Oma. Wenn ich nämlich, um bei dem hinkenden Vergleich zu bleiben, darüber nachdenke, aus dem Fenster zu springen und die NZZ sagt mir, dass das Ergebnis Knochenbrüche zur Folge haben kann und Sie mir sagen, paperlapapp, alles Lüge, dann landet “Knochenbrüche” nunmal auf der Contraliste. Denn im Zweifel traue ich der NZZ tatsächlich eher als einem Kommentator im Internet.
Was das jetzt mit Unterwürfigkeit, Minderwertigkeitskomplexen und Obrigkeitshörigkeit zu tun haben soll, müssen Sie mir aber nochmal genauer erklären. Ihre Filmempfehlung kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.
@ ramses101
Haha. Sie können Ihre ESL doch behalten. Ehrlich. Aber bitte verdrehen Sie die Aussagen nicht.
Und was das mit Unterwürfigkeit, Minderwertigkeitskomplexen und Obrigkeitshörigkeit zu tun hat, kann ich Ihnen kurzerhand erklären. In dem Moment wo nur die Argumente aus berufenen Munde (in diesem Fall der eines Lohn-und Brot-Journalisten, einer kommerziellen Zeitung) in die Waagschale kommen, Argumente jedoch aus Kommentaren dem Internet (oder anderswo) entnommen für zweitrangig erachtet werden muss man Ihnen vorgenannte Beschreibung attestieren. Sie sind ein zu schönes Abbild dieser auf Dr.-Titel, Expertisen und Expertentum abzielenden Gesellschaft die staunend vor einem Flipchart steht und sich multimedial an der Nase herumführen lässt. Kurze Frage, wenn Sie sich privat unterhalten, sagen Sie zu der Meinung Ihres Gegenübers auch, Moment mal, ich muss das mal bei der NZZ verifizieren?
Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben … ich warne Sie vor Knochenbrüchen, die NZZ dagegen behaupte es wäre alles easy
@Frank Meier: Das ist nicht mein Beispiel, das ist Ihr Beispiel. Dass der Vergleich hinkt, habe ich geschrieben, was soll ich noch tun? Aber um meine Abneigung dem Beispiel gegenüber etwas deutlicher zu machen: Bei einem Sprung aus dem Fenster würde weder die NZZ noch Sie konsultieren müssen.
Und: Ja, Dinge die mir in Gesprächen spanisch vorkommen, verifiziere ich gerne (wenn sie mich interessieren), gerne auch im Internet und leider, ich muss es gestehen, sind mir da Expertenmeinungen immer etwas lieber, als es Laienmeinungen sind. Und Zeitungen sind mir lieber als Blogkommentare, ein Fachblog hingegen lieber als die BILD, der BBC traue ich eher als RTL 2 … aber das kann natürlich jeder halten, wie er will. Und wer einen wie auch immer gearteten Experten mit der Obrigkeit verwechselt, kann Ihrem Untertanenmuster wahrscheinlich tatsächlich etwas abgewinnen.
Wenn Ihnen im privaten Gespräch etwas komisch vorkommt, verifizieren Sie das erst dann, wenn Ihr Gesprächspartner in Ihr Verschwörungstheoriekonzept passt?
Lustig, ausgerechnet der Spießer fällt auf die augenblickliche Antiwerbung zu Kompaktleuchtstoffröhren rein – und dann kommt Frank Meier, dessen Kommentare sich ein wenig lesen wie die PR-Texte eben jener Anti-Werber.
Was die Haltbarkeit angeht, ich habe teilweise ESL im Einsatz, die hier 20 Jahre laufen ohne nennenswert an Helligkeit oder Lichtqualität verloren zu haben. Eine davon ist nicht einmal eine der teureren Fabrikate, sondern ein billiges Chinateil von IKEA [und die sind teils wirklich miserabel]. Wie Ramses101 war ich es schlicht leid, jede Woche einen Satz Glühbirnen zu kaufen; das Geld das ich so bisher gespart habe kann ich dann besser in Glüh… ‘tschuldigung, der Witz ist mir jetzt doch zu blöd.
Wenn Atomenergie so wichtig ist, weil “Zukunftstechnologie”, weshalb bleiben wir bei Licht bitte auf dem Stand von 1910 stehen?
Kein einziges der gegenwärtig gern vorgebrachten Argumente gegen Kompaktleuchstoffröhren ist sonderlich stichhaltig. Quecksilber kann einfach wiederverwendbar zurückgewonnen werden – klar, dafür dürfen die Teile nicht gerade im Hausmüll landen. Die Lichtfarbe ist inzwischen in einem viel weiteren Bereich zu kontrollieren, als es je bei herkömmlichen Glühlampen der Fall war. Der Energieaufwand bei der Herstellung ist sicher noch nicht optimal, liegt aber trotz allem günstig, rechnet man die Lebensdauer und damit den verringerten Bedarf an Lampen und Strom ein.
Korrekt ist, dass bei weniger Stromverbrauch die Konzerne schlicht den Preis erhöhen, was eine Einsparung durch den Verbraucher konterkariert. Das liegt allerdings nicht an den ESLs, sondern an einem völlig perversen Markt, der wenig mit einem freien zu tun hat. Es ist im Grunde schietegal, ob Verbraucher einfach das Licht weniger ein- oder öfter ausschalten [mit klassischen Glühlampen], um zu sparen, oder auf Kompaktleuchtstoffröhren und LEDs umsteigen. In allen Fällen wird es keinen geldwerten Vorteil für den Verbraucher geben.
Irgendwie erinnert mich die Debatte an die sinnfreie Aufregung beim Verbot von Blei in Benzin.
@ ramses101
… weder die NZZ noch Sie konsultieren …
Hurra, so langsam wird es doch. Wenn Sie diese Gabe auf die ESL anwenden könnten, das wäre zu schön.
Lassen wir mal Ihr mir anheim gestelltes Verschwörungstheoriekonzept bei Seite und kommen wieder zur ESL zurück. Die vorrangig aufgezählten Argumente sind nicht neu und lassen sich ohne groß zu recherchieren und auch mit bloßem Nachdenken verifizieren. Vertiefen könnte man noch einmal den Punkt der Müllbeseitigung. Wenn Sie sich kurz an Neapel im letzten Jahr erinnern wollten. Diese Müllberge allerorten. Wenn ich mir nun vorstelle, das ausgerechnet dort eine saubere Entsorgung der ESL möglich sein soll, schwant mir böses Ungemach. Haben wir doch letzten Endes den neapolitanischen Müll in deutschen Müllöfen verbrannt. Und nur für den Fall das Sie es noch nicht wussten, Deutschland ist der größte Müllimporteur und ich freu mich schon darauf in einer Wolke von verbrannten Quecksilberdämpfen aus der gesamten EU zu wandern. Eigentlich warte ich nur noch auf Agenturmeldungen in den berichtet wird, Schüler haben den Unterricht sabotiert in dem sie ESL geworfen haben, was zur Räumung der Schule führte. Da stellt sich mir gleich die nächste Frage: Was ist gefährlicher; ESL oder Asbest in Klassenräumen?
Jetzt bitte bloß nicht rückfällig werden und auf Expertenmeinungen warten. Es wird so kommen, jede Wette!
Und wenn wir schon dabei sind. Ihre ach so hochgelobten Experten haben gestern eine Zunahme des LKW-Verkehrs auf deutschen Autobahnen zwischen 2005-2025 um 80 Prozent voraus gesagt. Wie machen die das? Mit Knochenwerfen? Man muss sich diesen Unsinn mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn Sie überlegen was in den letzten 25 Jahren alles passiert ist (2 x Irakkrieg, Fall der Berliner Mauer, Zerfall der Sowjetunion, deutsche Truppen in Afghanistan) dann klingt die Aussage der Experten wie ein Witz und weiterführend, keiner Ihrer ach so hochgelobten Experten hat die Finanzkrise hervorgesehen.
@ Dierk
Guter Mann, Sie besitzen keine ESL die seit 20 Jahren läuft und auch noch von IKEA stammt. Was wollen Sie uns da erzählen?
Das Sie jede Woche Glühlampen gekauft haben halte ich ebenso für ein Ammenmärchen. Was haben Sie damit gemacht? Jeden Abend betrunkenerweise die Nachttischlampe umgeworfen?
1910 … gute Frage … weil es bislang keinen wirklichen Ersatz dafür gibt? Vielleicht sollten wir statt der Dusche die wahrscheinlich ebenso alt ist, eine politische korrekte Alternative durchboxen. Es gibt sicherlich irgendwelche absolut ungefährlichen Strahlen die die Dusche ersetzen könnte.
Quecksilber ist wiederverwendbar. Keine Frage. Nur an ein europaweit super funktionierenden Rücknahmesystem glauben nur Schöngeister.
Bei herkömmlichen Licht musste man die Lichtfarbe nicht aufwendig kontrollierbar machen. Es war und ist einfach komplett vorhanden.
Ihre Rechnung zwischen Herstellung und Verbrauch geht nicht auf. Platin, Kupfer, Metall, Zink, diverse PVC-Varianten, Quecksilber usw. sind Bestandteile einer ESL. Sie werden nie den Status erreichen, dass sich im Verbrauch die eingebrachte Energie bei der Herstellung und deren Entsorgung amortisiert.
was bedeutet … verringerten Bedarf an Lampen … ?
Beim letzt genannten Punkt stimme ich zu … was eine Einsparung durch den Verbraucher konterkariert …
Somit fällt allerdings der einzige Anreiz für mich als Verbraucher weg, das Heim mit ESL auszustatten.
“Vielleicht sollten wir statt der Dusche die wahrscheinlich ebenso alt ist, eine politische korrekte Alternative durchboxen”
Ultraschall… spart Wasser und man kann die Duschwanne danach einfach auskehren
Herr Meier, ich besitze wahrhaftig eine solche IKEA Kompaktsparleuchte, die seit 20 Jahren ihren Dienst in meiner Schreibtischlampe versieht. Ich nehme hiermit Ihre Entschuldigung an.
Ich gestehe aber zu, dass der wöchentliche Einkauf von Glühlampen etwas übertrieben war, die Dinger brannten zwar oft durch und schnell aus, aber kaufen musste ich, statistisch gesehen, eher nur alle drei bis vier Wochen. Was auch daran liegt, dass ich immer nur für die zu ersetzende Ware neu kaufte. Die Teile geben natürlich nie gleichzeitig den Geist auf.
Die Lichtfarbe von Glühlampen ist eben nicht breit, sondern sehr rot, vergleichbar einem sehr schönen Sonnenuntergang oder einem ausbrennenden Lagerfeuer. Das ist gut, wenn man seinem Körper abends mitteilen möchte, ‘gleich ist Feierabend’. Nicht so gut ist es, wenn den ganzen Tag über im Büro bei künstlichem Licht gearbeitet werden muss.
Was Rücknahmesysteme, die übrigens zumindest in D ganz gut sind, angeht, ist mir nicht klar, was Schöngeister damit zu tun haben. Meinen Sie ‘Gutmenschen’, im Sinne einer Beleidigung, weil ironisch distanzierte Menschenverachtung so viel besser ist, als Empathie? Tja, an was ich glaube oder nicht spielt zwar keine Rolle, aber solche Rücknahmesysteme sind machbar. Ganz ohne ideologische Verblendung.
Übrigens, die politisch korrekte Antwort im Bereich Hygiene mit Wasser lautet – Dusche. Sie wurde jahrelang als eben jene gute, wassersparende Alternative zum Vollbad angepriesen. Wo ich gerade dabei bin, in Mittel- sowie weiten Teilen West- und Osteuropas ist Wasser sparen weder nötig noch sinnvoll. Außer für die Rechnung. Aber das ist eine andere Waustelle.
“Die Lichtfarbe von Glühlampen ist eben nicht breit, sondern sehr rot, ”
Das würd ich so nicht stehen lassen.
http://www.dlr.de/jupex/specto.....tr_ml.html
Zitat:
Eine Glühlampe ist ein thermischer Strahler. Das Spektrum ist kontinuierlich und leuchtet in allen Spektralfarben. Ihre Überlagerung ergibt den Sinneindruck der Farbtemperatur.
……
Zusammenfassung
Ein Blick durch das FRT-Spektrometer gibt Auskunft über die Natur einer Lichtquelle. Wir beobachten ein kontinuierliches Spektrum, wenn die Lichtanregung durch Aufheizen eines Festkörpers entsteht (Glühbirne, Sonne). Werden Gase zum Leuchten angeregt, emittieren sie einzelne Spektrallinien. Wir können Quecksilber in den Emissionslinien von Leuchtstofflampen nachweisen, Natium in erhitztem Kochsalz oder Eisen als Absorptionslinie im Sonnenspektrum.
Zitat Ende
nur so am rande, meine letzten ESL haben zwischen 5 und 7 euro im supermarkt an der ecke gekostet, dort kosten 2 60W glühlampen auch fast 3 euro… dafür das die ewig halten ist der unterschied jetzt nicht so gravierend
@Frank Meier: Keine Angst, es wird nicht erst, es war schon längst. Ich schaffe es nur nicht, Ihnen das begreiflich zu machen. Mein Fehler. Neuer Versuch: Ich glaube niemandem blind, wenn er etwas sagt, was mir seltsam komisch vorkommt. Wenn mein gesunder Menschenverstand das Problem lösen kann: wunderbar.
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir aber beispielsweise, dass es Quatsch ist, Tomaten vor direktem Regen zu schützen. Wenn ich einen Experten frage, und das muss kein hochgelobter (wo haben Sie das eigentlich wieder her?), sondern kann ruhig der Hobbygärtner sein, dann wird er mir schon sagen, dass das absolut zutrifft. Und schickt mir vielleicht noch einen Link zu „Haus & Garten“ oder so. Und jetzt kommt einer an und sagt: Blödsinn! Denk doch mal nach: Pflanzen? Regen? Na?
Aber Sie sagen es ja einschränkend selbst „… mit ein bisschen Recherche …“. Und da sind wir wieder bei unserem kleinen Problem (die Müllberge lass ich mal weg, dafür können Sie gerne die Tomaten ignorieren) mit den Informationen, die ja, da setze ich Einigkeit voraus, bei der Recherche dazu gehören:
Der erste behauptet etwas und setzt einen Link zu einer Zeitung. Diese Quelle kann man, ich habe es eingangs geschrieben, kritisieren. Der zweite behauptet das genaue Gegenteil und weigert sich beharrlich, auch nur irgend etwas zu verlinken, was seine Version stützt. Das einzige Argument lautet: Och Junge, denk doch mal nach oder recherchiere es selber! Ich hätte gerne zwei unterschiedliche Quellen und Meinungen außerhalb dieses Blogs verglichen. Aber Sie weigern sich ja, Ihre preiszugeben. Warum eigentlich?
Leider ist es mir, da meine Sparlampen noch funktionieren, nicht ganz so wichtig, wie sie nach ihrer Entsorgung die Umwelt in Italien zerstören (Ha! Jetzt müssen Sie doch was zu den Tomaten sagen). Wenn es so weit ist, werde ich es recherchieren. Müssen, denn von Ihnen kommt da ja nix.
PS: Dass nicht alle Experten die von Ihnen verachteten „Experten“ sind, habe ich hoffentlich mit dem Hobbygärtnerbeispiel ausgeräumt. Dass nicht alle Experten an der richtigen Stelle sitzen, ist genau so richtig, wie es richtig ist, dass Wissenschaft (in aller Regel) nur eine Momentaufnahme ist. Nicht richtig ist in dem Zusammenhang, dass niemand die Finanzkrise vorausgesehen hätte. Ich bin zu faul, nach Namen zu googlen, aber in der Zeit (ich weiß, ich weiß) war ein Artikel über die Mahner, denen nur keiner zuhören wollte.
Schön!
Eigentlich gehts doch gar nicht um die blöden Birnen.
Die Obrigkeit betet uns seit Jahren vor, das die freie Marktwirtschaft DAS Mittel zum Zweck ist.
Dummerweise hat genau diese (vielleicht auch der Verbraucher) scheinbar keinen Willen zur ESL gezeigt.
Warum auch immer …
Falsch ist es auf jeden Fall, jetzt die ESL vorzuschreiben. Das fördert nur den Hass. Gut – ändern werden wir es auch nicht. Wahrscheinlich gibt es demnächst Glühbirnen auf ebay.
Und nächstes Jahr erklärt uns die EU das McDonalds wesentlich gesünder ist als Burger King. Dann schließen alle Filialen von BK und werden durch MD ersetzt. Wir sind dann auch alle glücklich und nehmen ab.
Über Geschmack lässt sich trefflich streiten.
@ Dierk
Entschuldigung ausgesprochen. Habe eben eruiert dass die Markteinführung vor ungefähr 25 Jahren stattfand. Punkt für Sie.
Rücknahmesysteme sind machbar. Klar. Keine Frage, wer sich aber auch mal außerhalb von Deutschland bewegt wird es kaum für möglich halten dass dies in Kürze für alle EU-Bürger gilt. Während hier Feingeister, von mir auch Gutmenschen sich über Plaketten an Autos freuen, wird anderswo der Müll im Garten verbrannt, weil die Leute einfach nicht wissen wohin damit. Wer da glaubt, irgendeiner würde die Hand dafür ins Feuer legen, die ESL würde europaweit behütet entsorgt hat ehrlich gesagt nicht mehr alle Latten am Zaun. Beispiel: Im Musterländle Deutschland wurden 2006 nur rund 40 Prozent dieser ESL fachgerecht entsorgt. Sorry, aber ich seh das schwarz, tiefschwarz für die Umwelt. Aber vielleicht gibt es ja bald die Todesstrafe für ESL-in-den-Hausmüll-werfer.
Natürlich ist Wasser sparen in fast ganz Europa ist mehr als merkbefreit, dennoch wird öffentlichkeitswirksam immer wieder vorgeführt dass dies für den Fortbestand der Menschheit und der Natur ein unverzichtbarer Teil ist. WARUM? Wer hat da ein Interesse, einen Vorteil davon?
(BTW – Dusche war nur ein Beispiel für ein sinnloses Argument. Nur weil etwas alt ist muss es noch lange nicht schlecht sein)
@ramses101
Das Sie vor lauter Ernst toben war klar und dabei lösen Sie das Rätsel doch im ersten Absatz. Hurra!
Selbst wenn wir Tomaten und Müllberge weglassen. Ich werde keine Links mehr setzen. Diese Linkorgien erspare ich mir aus Erfahrung. Glauben Sie sie bringen rein gar nichts. Es ist bereits auch alles gesagt, die Fakten liegen öffentlich auf dem Tisch und können von jedem Menschen allein bewertet werden. Wer ideologisch vorgeschädigt ist wird die ESL lieben, wer einigermaßen bei Verstand ist wird sie verteufeln.
Herr Meier, wer tobt denn hier oder nimmt das gar ernst? Ich war lediglich etwas verwirrt, dass es über 20 Kommentare gebraucht hat, Ihnen etwas zu erklären, normalerweise schaffe ich das schneller. Allerdings muss ich dazu sagen, dass Sie auch nicht der Flotteste von allen sind. Ihr Rätsel hatte ich jedenfalls längst gelöst.
Aber zu Ihren Erfahrungen mit Linkorgien: Um mit einem (!) Link eine Orgie zu veranstalten, muss man schon ein ziemlicher Experte auf dem Gebiet sein. (Sie brauchen das nicht zu kommentieren, der Onkel macht nur Spaß.)
Eine Million Energiesparlampen ersparen ein AKW. Mit dieser Argumentation verkauft Osram seit Jahren in Afrika Millionen von den Dingern.
So viele “Experten”, doch immer noch kein Licht im Dunkeln. Dafür war das wirklich sehr, sehr unterhaltsam, hab natürlich alles bei Kerzenlicht gelesen, das schien mir nach dem Glühlampen-Eklat irgendwie passend. Dank an den Spießer für den herrlichen Prolog
@Doc Holiday
und sagt Osram auch wie viele AKW gebaut werden müssen um die Mehrenergie für die Herstellung, Entsorgung und Beseitigung der Umweltschäden durch nicht sachgemäße Entsorgung aufzubringen?
Sorry, ich hab da erhebliche zweifel an der Effizienz. Bestenfalls geht die Energiebilanz Glühlampe vs. ESL Null auf Null auf….
@ ramses101
nänänänänänä!
Hier und nur für Sie, die Oma-Strichliste!
http://s2.imgimg.de/uploads/Gl.....a70jpg.jpg
Aufbau ESL:
http://www.energie-sparlampe.a.....ampe_g.jpg
Aufbau herkömmliche Glühlampe:
http://www.elektro-trueper.de/.....aufbau.gif
Ich lach mich schlapp Quecksilberlampen mit schlechter Lichtqualität sollen Fortschritt sein? Wir verteufeln derzeit Glühlampen wollen aber demnächst Elektroautos fördern. Was für ein verlogener Schei….
Und in Farbe für unsere Feingeister:
http://s2.imgimg.de/uploads/Gl.....ad3jpg.jpg
@Frank Meier: Danke für die Links. Überraschenderweise haben Sie ja sogar auf eine kommerzielle Zeitschrift zurück gegriffen. Das gefällt mir, da ich die Brand Eins in der Tat sehr schätze und zur Meinungsbildung gerne hinzuziehe.
Leider stimmt schon der erste und einzige Punkt, der mich damals ineressiert hat, nicht mit meinen Erfahrungen überein. Die angegebene Lebensdauer wird nur in Ausnahmefällen erzielt? Super! Die hängen alle in meiner Wohnung und stammen von einem No-Name-Anbieter, den es längst nicht mehr gibt. Schwer zu glauben, oder?
Wie auch immer. Ich nehme an, zu der Liste gibt es in der Brand Eins noch einen Artikel, den werde ich mir bei Gelegenheit mal durchlesen – das war übrigens genau das, was mir als mögliches Gegengewicht zur NZZ vorschwebte.
Aber gut, nu hammers ja. Ein schönes Wochenende und viel Spaß noch beim Kampf gegen Feingeister und Gutmenschen.
@ramses101
Aber gut, nu hammers ja? Wirklich?
Worauf ich eigentlich hinaus wollte, und weshalb Links unerheblich sind, ist die bemerkenswerte Einheitsfront der Medien wenn es um CO2 geht. Welche Zeitung, welches Fernsehprogramm würde es wagen, den “Ernst der Lage” und das “Ausmaß der Bedrohung” kritisch in Frage zu stellen? Welcher Journalist will sich als Klimaskeptiker in Verruf bringen, in dem er die Notwendigkeit und Nutzen der staatlicher Verordnungen, Förderungen und Eingriffe in Zweifel zöge? Diskutiert werden allenfalls Details; vielleicht findet ein Kommentator das Verbot der Glühlampe nicht so richtig in Ordnung; einem anderen wiederum kann es mit neuen Windrädern oder Biotreibstoffen gar nicht schnell genug gehen.
Aber wer stellt die Gretchenfrage: Ist die Welt tatsächlich in Gefahr? Beruht nicht alles auf Theorien und Hypothesen? Anscheinend hat der gesamte Medienbetrieb die Prämisse geschluckt, das zu viel CO2 die Welt aus den Angeln hebt und “etwas” getan werden muss.
Denkt man über Gründe für die verblüffende Einhelligkeit in der Medienlandschaft nach, gelangt man zu einer Diagnose, die mit dem Idealbild einer kritischen Presseöffentlichkeit wenig gemein hat. Die moderne Medienindustrie ist ein hartes Konkurrenzgeschäft, in dem mit möglichst wenig Zeit, Geld und Personal um eine knappe Ressource gekämpft wird; die öffentliche Aufmerksamkeit. Ein Beitrag, der gegen den Mainstream schwimmen wollte, müsste seine Sondermeinung detailliert begründen, was einen erheblichen Aufwand erfordern würde – Recherche, Überlegungen und ausreichend Platz im Blatt, um eingefahrene Denkmuster überzeugend zu widerlegen. Erheblich weniger Aufwand kostet es, die herrschende Meinung zu bestätigen. Wer schreibt oder sendet, was ohnehin alle denken, ist rechtzeitig zu Redaktionsschluss fertig mit seinem Kommentar. Und natürlich ist jede Redaktion futterneidisch darauf bedacht, den Hype der Stunde nicht zu verpassen. Indem man tapfer voneinander abschreibt, vermeidet man wütende Vorwürfe des Chefredakteurs: “Warum haben die das im Blatt und wir nicht?”
Ein Journalismus, der seine gesellschaftliche Verantwortung in den Hintergrund treten lässt schadet der Wahrheitsfindung. Ein ins Bockshorn gejagter Bürger entscheidet nicht im freien Gedanken.
Die mit den Weltuntergangsszenarien erzeugte Angst deckt sich mit den Druckmitteln jeglicher Religionen (Fegefeuer, Höllenqualen) und ist seit jeher ein Druckmittel um den Einzelnen zum stummen Ertragen seiner Benachteiligungen zu bringen. Angst ist das wichtigste Instrument um Bevölkerungen freiwillig Nachteile in Kauf nehmen zu lassen. Wo Angst zum Mittel der Politik wird, stimmt etwas nicht. Wirklich freie Medien dürfen nicht an den gleichen Strippen ziehen wie die Politik, und wenn hundertmal gilt: Angst sells.
Unabhängig davon, wie man die gegenwärtigen Probleme und Risiken bewertet, kann es keine sachlich richtige Strategie sein, die Menschen mit undifferenzierten Schauermärchen zu verängstigen.
So sehr wir uns in diesen Breitengraden durch den unbedingten Glauben an das gedruckte und gesendet Wort auszeichnen- es ist höchste Zeit für jeden Einzelnen von uns, sich von dieser Art der Berichterstattung zu distanzieren. Es sollte jedem klar sein, das Begriffe wie “Eisbärsterben”, Saharasommer”, “Polkappenschmelze” keine Realitätsbeschreibungen, sondern vor allem politische Setzungen von ungeheurer Durchschlagskraft sind.
Wenn echtes kritisches Hinterfragen nicht öffentliche vorgelebt wird, muss es um so mehr zur Einzeldisziplin werden. Wer etwas auf sich hält, darf sich nicht zum Politik- und Informationskonsumenten herabwürdigen lassen, den man an der Leine seiner persönlichen Bedürfnisse und Ängste spazieren führt.
Die gleichen Leute die heute ihre Kippen und Flaschen neben den Mülleimer werfen, ihre Autoreifen und Sperrmüll im Wald entsorgen, werden auch ihre ESL in den normalen Hausmüll werfen. Toll, soviel Quecksilber im Grundwasser!!!
Meine schönen normalen Glühlampen halten übrigens ewig.