Spießer Alfons: „Und die Affenbande brüllt: Hurra …
… die Kokosnuss ist wieder da!“ — siehe die Abbildung!
Eine gute Idee gehabt zu haben, glaubt die Bundesagentur für Arbeit. Sie ließ die nebenstehende Anzeige nicht von einer Werbeagentur machen, sondern von einem arbeitslosen Werber, der dort an der Job-Börse bereits längerfristig gehandelt wird, weil er keine Gebote bekommt. Letzteres ist erklärbar, wenn man sieht, was der Gestalter da für eine Reklame-Annonce konstruiert hat.
„Jetzt testen!“, werden wir aufgefordert. Der Test des Spießers ergab: Die Nuss ist hohl. Genauso wie die Annonce.
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Coco loco ?
Eine Affenschande. Ist der Gürtel zum Aufhängen ?
Ist es nicht eher so, dass der Gürtel das hohle Konstrukt mühsam zusammen hält? Und hohl muss selbiges wohl sein, siehe Löcher in der Kokosnuss….
Und mal im (sehr traurigen) Ernst: Ich gehöre seit geraumer Zeit zwangsweise zu den Nutzern der Jobbörse, vor einigen Jahren hatte mich selbiges Schicksal ebenfalls bereits ereilt. Und daher kann ich aus (in Summe) mehrjähriger Nutzererfahrung sagen: Jeder Relaunch machte die Online-Jobbörse des Arbeitsamtes/der Arbeitsagentur wieder etwas schlechter.
na wenigstens sind sie ehrlich und geben mit “Endlich Benutzerfreundlich” zu dass die Jobbörse in ihren 9 Jahren(?) Existenz gänzlich unbenutzbar war.
..wir ziehen die Problemfälle des IB immer noch den Kandidaten vor, die uns vom Arbeitsamt geschickt werden..
*grusel*
Was bedeutet die Nuss? Wer erklärt mir diese Anzeige? Hilfe!
Eine Kokosnuss ist schwer zu öffnen.
Gäbe es Kokosnüsse mit einem Riemenverschluß, wären sie leicht zu öffnen – nur leider nicht mehr ganz dicht. Es hätte auch ein Reissverschluß sein können. Das zur Erklärung. Zum Gehalt hat der Spiesser alles gesagt.
Guten Tag Herr Dzubilla,
lieber Spießer,
im Wissen um die Beschaffenheit einer Kokosnuss (KKN) erschließt sich mir der Sinn dieses Bildes nicht.
* Eine intakte KKN benötig keinen Gürtel:
– Die Kokosmilch ist in der Schale gut geschützt.
– Wer würde bei einer KKN mit Hilfe eines Gürtels eine Taille erzwingen wollen?
* Einer zerbrochenen KKN kann der Gürtel nicht mehr nützen:
– Die Milch ist ausgelaufen.
– Das Fleisch ist vertrocknet.
– Der Rest sind Scherben (die der Gürtel zusammenhält?).
Ich wende mich geschriebenen, also (theoretisch) unmissverständlichen Aussagen zu:
“Endlich benutzerfreundlich!” lautet die Botschaft. Was versteht der Texter darunter? Beispiele:
1. Beispiel: Die Überschrift der Seitenleiste (rechts auf der Webseite) “Wussten Sie schon?”
Erwartungskonform (im Sinn der ISO 9241) wäre:
Hier sind ergänzende bzw. weiterführende Informationen.
Realitätskonform ist:
– Die Seitenüberschrift lautet “Meine persönlichen Daten”
– Die Seitenleiste “Wussten Sie schon?” erklärt: “Auf dieser Seite können Sie Informationen zu Ihrer Person erfassen ….” Danke für die Info. Ich wäre ich nie darauf gekommen.
2. Beispiel: Suche nach Stellenangeboten (als Usability-Berater, Webdesigner, IT-Berater etc.), Suchbegriffe: Usability, Ergonomie, Software
An erster Stelle das Angebot mit (angeblich) maximaler Übereinstimmung: Elektromeister.
Dass ich meisterhaft im Einsatz von Elektrogeräten bin, wusste die Suchmaschine nicht. Meine Suchbegriffe waren in dem Angebot abwesend (außer, dass “mit” auch mit IT geschrieben wird).
3. Beispiel:
Auf der Seite “Ihr Bewerberprofil” erscheint folgender “weiterführende” Link: “Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss”
Inwiefern (und wohin) führt dieser Link “weiter”, wenn es um ein Bewerberprofil geht?
Fazit:
* Die Kenntnisse des Werbers über Werbung sind ausbaufähig.
* Die Kenntnisse der Webdesigner über Benutzerfreundlichkeit sind ausbaufähig.
* Die neue Jobbörse widerspricht bereits an der Basis (dem Quelltext) der BITV (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung), die u. a. für die Arbeitsagentur verbindlich ist.
Freuen wir uns immerhin darüber, dass diese Werbung trotz Gürtels oberhalb der Linie geblieben ist.