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Spießer Alfons tut, was er kann, und kann, was er tut

25. September 2009
von

Dass politische Parolen — um nicht zu schreiben: Slogans — auf Wahlplakaten so leer sind wie die Versprechen eines Wiederholungstäters, ist bekannt. Darum kann der Bürger die Worte nicht ernst- und die Absender selten beim Wort nehmen.

Kubicki_jpg.jpgWolfgang Kubicki ist Politiker, und zwar Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein. Und weil übermorgen Landtagswahl ist in Schleswig-Holstein, wirbt Kubicki für die „Zweitstimme FDP“, damit „klare Verhältnisse“ geschaffen werden. Und was verspricht der Politiker den Bürgern im Norden? Er verspricht:

„Wir können, was wir tun.“

Das ist genauso ehrlich wie drollig. Weil es so inhaltsreich ist wie der berühmte Claim aus dem Volksmund: Nachts sind alle Katzen grau.

Natürlich kann die FDP, was sie tut. Zum Beispiel Opposition machen. Auch der Fallschirmspringer Jürgen Möllemann konnte dermaleinst, was er getan hat. Selbst ein Kleinkind kann, was es tut. Sonst könnte es das ja nicht tun. Und ob es was Positives ist, was Kubicki & Co können und tun, wird ja nicht gesagt. Angenommen, die FDPler würden nur Unsinn machen: Sie können, was sie tun.

Lustig ist auch, was Thorsten Heuer online in Sachen Parteienwerbung zur Wahl erlebt hat. Aber lest bitte selbst: Hoffensterchen!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons tut, was er kann, und kann, was er tut ”

  1. Frodo am 25. September 2009 um 08:39 Uhr

    Leider gibt es gerade in der Politik nur zu viele, die das tun, wofür sie gewählt wurden und bezahlt werden (z. B. Gesetze verabschieden), es aber — im Sinne von fachlich beherrschen — ganz offensichtlich nicht können.

  2. Dierk am 25. September 2009 um 10:05 Uhr

    FDP-Politiker tun, was sie können, z.B. Kinder kriegen, nicht in Brüssel faulenzen [wink wink], dumme Ausreden suchen.

    Blöderweise bin ich alt genug, mich an eine scharfe, liberale, bürgerrechtlich denkende und handelnde Partei zu erinnern, die dermaleinst sowohl in der Opposition [gegen die Große Koalition!] wie auch in der Regierung sehr gute Arbeit geleistet hat. Bis 1982 einfacher zu erreichende Tröge riefen. Immerhin, auch daran war die SPD nicht ganz unschuldig.

    Dafür haben wir heute eine neidgelb-gierige Partei, die vergessen hat, was eigentlich die Grundlagen des Liberalismus sind. Besser grinsen können sie, wie die Katze. Und DIE PARTEI überflüssig machen …

  3. Tom´s Papa am 25. September 2009 um 10:15 Uhr

    “Wir tun, was wir können” wäre ja auch einfach mal zu ehrlich gewesen.

  4. Ralf am 25. September 2009 um 10:25 Uhr

    Als Follow Up schlage ich vor: “Wir wollen, was wir machen.”

  5. ramses101 am 25. September 2009 um 10:43 Uhr

    @Ralf: Und nach der Wahl dann die Auflösung: “Wir machen, was wir wollen.”

  6. Doc Holiday am 25. September 2009 um 12:02 Uhr

    Und hinterher heißt es dann wieder: Man hat ja getan, was man konnte, aber…

  7. viking am 26. September 2009 um 11:48 Uhr

    Mir scheint, als wären sämtliche Sloagns der Parteien in diesem Jahr von einer einzigen Agentur getextet worden: der “Misanthropen GmbH”. “Wer Merkel stärken will, muss CDU wählen”, rotzt es mich heute aus der Frankfurter Rundschau in Schwarz-Grün an. Darauf wäre ich alleine natürlich nicht gekommen. Glauben die Misanthropen.

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