Spießer Alfons als Quelle der Weisheit
Als Alfons noch ein kleiner Werbefachleerling gewesen ist, da glaubte der Spießer, er müsse viele Bücher lesen über Werbung, um gute Werbung kreieren zu können. Das war ein Irrtum. Alfons erkannte schnell: Was man wirklich lesen muss, um gute Werbung zu gestalten, das sind die Gedanken der Menschen. Wenn man das kann, dann kann man Zielgruppen auch so ansprechen, dass man verstanden wird. Auf diese Weise entsteht gute Werbung.
Okay, das ist sehr holzschnittartig formuliert. Aber Alfons ist ja auch ein Spießer. Und wenn der etwas Intelligentes lesen will, dann schreibt er es sich eben selbst. Im Vorspann seiner Kolumne in HORIZONT weist Alfons ausdrücklich darauf hin: „Dieses ist die ziemlich überhebliche und völlig unmaßgebliche Meinung eines Spießers.“ Was häufig überlesen wird von der spießigen Lesergemeinde, und zwar zu Recht.![]()
Und dann gibt es Leute, die sehr viel mehr über Werbung wissen als der ahnungslose Spießer. Sie schreiben inhaltsreiche Bücher darüber. Und Seminararbeiten zu Themen, von denen Alfons nichts versteht. Und dabei zitieren sie — na, wen denn wohl…?
Genau: Spießer Alfons. Mal mit einem Wort, mal mit einem Absatz, mal sogar etwas ausführlicher. Ein paar Corpora delicti sind hier abgebildet: Drucksachen, in denen Spießer Alfons vorkommt. Die Autoren scheinen den Spießer („einer der renommiertesten deutschen Werbekolumnisten und Werbekritiker“ *) ernst zu nehmen. Quod erat demonstrandum.
Soviel zum Thema Eigenwerbung von “Spießer Alfons, Kultfigur der Fachzeitschrift Horizont” **, die man übrigens auch abonnieren kann.
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* Florian Schwarzbauer in „Modernes Marketing für das Bankgeschäft“, Gabler-Verlag (2009)
** Andreas Scherfke in “Dialogmarketing für Dummies”, WILEY-VCH Verlag (2008)
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“Als Alfons noch ein kleiner Werbefachleerling gewesen ist…”. Absicht (da habe ich Ähnliches zu bieten: http://cutterstrophen.posterou.....leere-sein) oder hat der Spießer auf seinem Weg zum Werbekritiker seine Germanistik-Lehre vergessen?
@ Nico Schneider
Spießer Alfons hat schon vor vielen Jahren seine damaligen “Gesammelten Spießigkeiten” als Werbeflachleerbücher bezeichnet. Und: Wer Werbung lernen will und es noch nicht getan ist, ist natürlich ein Werbefachleerling.
Wer kauft denn schon eine ganze Horizont, wenn er nur den Alfons Spießer lesen möchte ? Alle, alle lesen doch am liebsten nur Die Unmaßgebliche Meinung. Wenn der Spießer Alfons also mal eine eigene Zeitschrift herausgeben möchte, dann könnte man sich das mit dem Abonnement ja schon nochmal überlegen.
@ Doc Holiday
*Ups…äh…oh…!* Hoffentlich liest das hier jetzt keiner der beiden Chefredakteure ! Die könnten glauben, dass ich Dich als Werbetexter für Spießer Alfons beauftragt habe, um mein Honorar ins Gespräch zu bringen!
(gelöscht vom admin. Wegen Eintreffen von godwins law)