HORIZONT.net HORIZONTjobs HORIZONTpeople HORIZONTstats

Die magnetische Kraft der Social Networks

1. Oktober 2009
von Olaf Kolbrück

Schöne Zahl: In Großbritannien wird im Web nun mehr geworben als im TV. 24 Prozent der Spendings gehen ins Internet, 22 Prozent ins TV. Allerdings dürften auch in England die Netto-Zahlen noch ein anderes Bild liefern, die wahrscheinlich im Netz noch weniger tugendhaft sind als im TV-Bereich. Aber sei es drum. Der „Interaction 2009” Report erwartet für 2010 ein weltweites Wachstum der Online-Spendings um 11 Prozent. Der Weg ist klar: Das Web agiert — und alsbald auch hierzulande — im Werbebereich mit dem TV auf Augenhöhe.

Ich glaube zudem, die großen Profiteure dieses Wandels werden am Ende die Social Networks sein.
Gründe und Anzeichen dafür gibt es reichlich. Die Online-Zeit, die Nutzer auf Social Networks (und blogs) verbringen wächst dramatisch. Eine Verdreifachung innerhalb eines Jahres auf 17 Prozent meldet Nielsen für die USA.
Ach, da hört man das Seufzen der hiesigen Medienschaffenden. USA, England alles andere Märkte, hierzulande sei man doch auf einer anderen Insel der Unglückseligen. Das sind natürlich nichts weiter als postmediale Rosenkranzgebete.

Nochmal also ein Blick in die USA: 75 Prozent der Marketingentscheider sehen Social Media als den wichtigsten Bereich für steigende Werbeausgaben im kommenden Jahr an.

Beispiel Facebook: 6 Millionen deutschsprachige Mitglieder. Und die Magnetwirkung beginnt gerade erst zu wirken.
Jede Wette, dass Facebook bis Ende Januar 2010 10 Millionen Mitglieder hat.
Und ohne dafür wie Yahoo Millionen in eine Werbekampagne zu stopfen, die zwar bunte Bilder hat, aber kein sexy Produkt.
Übrigens: 10 Millionen Mitglieder, das entspräche in etwa der Einwohnerzahl von Baden-Württemberg. Keiner Marke würde es einfallen, dort werblich nicht präsent zu sein.

Fest steht: Zwar von kleiner Basis startend rennen die Werbungtreibenden Facebook und Co nun die digitale Bude ein. Nielsen: “Estimated online advertising spending on the top social network and blogging sites increased 119 percent, from approximately $49 million in August 2008 to approximately $108 million in August 2009 — all despite a recession.”
Und so holen sich die Networks inzwischen eine satten Anteil an den Impressions am Display-Markt.
Wen wundert es da, wenn in den USA die Fanpage bei Facebook schon ein Quasi-Must-have unter der Social-Media-Tools ist.

Die größten Hemmnisse hierzulande: Erstens Angst: Denn die erste Frage lautet immer: Wie kann man das stoppen? Statt zu fragen, wie kann man das nutzen?
Zweitens Unwissenheit: Denn die zweite Frage lautet: Was kostet es, eine Fan-Page bei Facebook zu buchen? Die Antwort: Nix. Außer der Manpower sie mit leben zu füllen.

Doch dankenswerter Weise gibt es Handreichungen. Eine Facebook Marketing-Bible aus dem Mutterland des Netzwerks.
Oder einen kostenlosen Leitfaden „Marketingpraxis facebook” von Xihit Solutions, der unter anderem die unterschiedlichen Varianten der Engagement Ads erklärt.

Vor allem aber darf man Facebook glauben, dass die bestehenden Anzeigen-Typen künftig nicht mit Gewalt vergrößert werden oder sich popuppend oder mit layerndem Getöse auf die Seite legen werden.
Viel trickreicher, mit der Einbindung von Couping-Optionen die Rabatt-Gier zu nutzen und damit letztlich dem Kunden auch die Chance zu geben, die Offline-Umsätze zu stärken.
Klein, fein, interaktiv so soll es weiter gehen und Facebook ist damit gut beraten. Der kleine Pixel ist schließlich die Seele der Dollar-Millionen:

125 Millionen Dollar mit Brand ads,
150 Millionen Dollar mit durch den Deal mit Microsoft
75 Millionen Dollar mit Virtual Goods
200 Millionen Dollar mit Self-service Anzeigen

Statt eines Symbolbildes:

Teilen und aufbewahren Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • TwitThis
  • Facebook
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • email
  • Y!GG
  • Wikio DE
  • Webnews
  • Digg
  • Alltagz
  • StumbleUpon
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Bloglines

Ähnliche Artikel

Tags: ,

Kommentare zu “ Die magnetische Kraft der Social Networks ”

Kommentieren

Trackbacks

ivw