Flash-Mob: Menschen bilden die Berliner Mauer
Man kann mit Flash-Mobs eine Menge lustiger Dinge anstellen. Beispielsweise sich bei diesen halbspontan Zusammentreffen via SMS, Twitter und Communities dazu verabreden, zur Musik von Michael Jackson in Hamburg zu tanzen. Man kann das aber auch ganz sinnvoll für politische und gesellschaftliche Aktionen nutzen. Fast schon künstlerisch ist den auch die Aktion sowie die Umsetzung für den Mauer-Mob.
Worum geht es: Initiert vom Performance-Künstler Martin Butler und mit reichlich Hilfe soll am 9.November um 20.15 Uhr in Berlin eine Menschenkette die Mauer “nachbauen”. 15 Minuten lang soll der Mauer-Mob, die menschliche Mauer dann stehen bleiben und ein Zeichen setzen. Verbreitet wird die Idee unter anderem mit einer eigenen Website. Damit es nicht zu einem chaotischen Durcheinander gerät, kann man sich dort einer nach Standorten unterteilten Gruppe anschließen und sich so vorab sein Plätzchen in der Reihe aussuchen. Für Ortsunkundige gibt es zudem eine Anbindung an Google Maps. Auch eine Gruppe bei Facebook gibt es dazu. Und natürlich macht das Thema auch schon bei Twitter die Runde, wo einzelne schon mal stolz ihren Standort mitteilen.
Und ich bin sicher, jenseits aller künstlerischen Begeisterung werden sich auch etliche Kreative die Aktion genauer ansehen und sich fragen, wie man Flash-Mobs künftig noch intensiver für Promotions umsetzen kann. Jenseits telekomischer Singalongs und völlig durchorganisierter Kampagnengestaltung, denen wie bei T-Mobile immer (wenn auch gut gemacht) etwas künstliches anhaftet.
So richtig spontan ist auch der Mauer-Mob natürlich nicht. Die Vorbereitungen begannen schon im Sommer
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Weniger als 700 gemeldete Teilnehmer; und das einen Monat vor Beginn.
Na ja, da ich selbst nicht in Berlin sein kann, habe ich mal die Webtrommel angeworfen. Ich würde gerne sehen, wie sich 33.000 Hartz IV-Empfänger als lebende Gedankstätte nützlich machen.
Durchaus immer wieder faszinierend was Menschen mit moderner Technik zu Stande bringen. Ich bin gespannt auf diesen Flash-Mob, auch wenn ich nicht dabei sein kann.
@Thomas Nur so am Rand erwähnt, viele Hartz IV – Empfänger machen deutlich nützlichere Dinge, als manch fest angestellter Mitarbeiter oder gar Beamter.
Was ist denn nun ein “richtiger” Flashmob?
Es gibt so viele verschiedene Arten von “mobs”, die letztlich alle mehr oder weniger abgewandelte Flashmobs sind. Die Flashmob Community trifft und organisiert sich auf der Portalseite http://www.flashmob.tv . Dort können Flashmobber und regionale Veranstalter/ Portalbetreiber Events eintragen, Events suchen, Videos von Flashmob-Events einstellen, anschauen und vieles mehr. Das Portal flashmob.tv ist mehrsprachig. Die Datenbank ist international.