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Spießer Alfons: klarmobil bezeichnet seine Wettbewerber als „Betrüger und Schweine“

Klarmobil.jpgAm Wochenende ist Spießer Alfons im Kino gewesen, wo er ihn wieder gesehen hat, den Penner vom Dienst. Nein, nicht im Film und auch nicht im Publikum. Sondern in der Reklame vor dem Film, wo der einschlägig bekannte Arschlecker von klarmobil wieder mal die Sau rausgelassen hat.

Nachdem der Depp mit dem Sepplhut sich kürzlich noch den Heino aus dem Altersheim geholt hattHeinoklarmobil.jpge, der im Kinofilm daherkommt wie eine laufende Mumie auf dem Wege ins  Wachsfigurenkabinett, da holt sich die brüllende Dumpfbacke nun imaginär einen Mann aus dem Publikum auf die Leinwand. Von der Idee her witzig, vom Jargon her aber wie gehabt: tiefste Toilette.

Denn: klarmobil bezeichnet seine Wettbewerber öffentlich als „Betrüger und Schweine“. Das, liebe otr-Leser, ist mit nichts zu entschuldigen. Auch nicht: “passt doch zur Zielgruppe” oder so ähnlich. Im Kino herrscht betretenes Schweigen, wenn der klarmobile Depp dort rumbrüllt, als hätte er sich mit der Mistgabel in den eigenen  Arsch gestochen.

Gestern allerdings hat einer aus dem Publikum zurückgerufen: „Halt’s Maul, du Arsch!“

Dem möchte Alfons der Spießer nichts mehr hinzufügen.

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Kommentare

  • Nico 19. Oktober 2009 (08:28 Uhr)

    Dem muss ich zustimmen. Seit es diese Werbefigur gibt ist mir der Anbieter (ich weiß nicht, ob es den vorher schon gab) unglaublich unsympatisch. Selbst beim besten Angebot der Welt käme es für mich nicht in Betracht dort eine Handy-Karte oder einen Vertrag zu kaufen. Wenn mich im Kino oder Fernseher eine Werbefigur so anbrüllt und auf so schwache Weise versucht mir ein Produkt nahe zu bringen (zumindest unterstelle ich mal, dass das versucht wird), dann kann ich nur den Kopf schütteln.

  • Klaas Kramer 20. Oktober 2009 (09:35 Uhr)

    Der “Depp im Seppelhut” wird dargestellt von Christoph Grissemann.
    Der bewegt sich für gewöhnlich im intellektuellen 3sat-Kulturmilieu.
    Dass er sich für Klarmobil als Werbefigur zur Verfügung stellt ist Ironie im doppelte Sinne.

    Um Ironie zu verstehen, bedarf es freilich ein wenig Hintergrundwissen.

  • Spießer Alfons 20. Oktober 2009 (09:53 Uhr)

    @ Klaas Kramer

    Den gleichen Kommentar hast Du auch schon hier gepostet: http://off-the-record.de/2009/06/04/spie... Doch was ändert diese Tatsache daran, dass klarmobil seine Wettbewerber als Betrüger und Schweine bezeichnet? Ob die Zuschauer im Kino einen Herrn Grissemann kennen oder nicht, spielt null Rolle bei diesem Spott.

  • Mirko 20. Oktober 2009 (10:08 Uhr)

    ich hatte mich schon gewundert. Irgendwie fand ich die klarmobil Werbung schon immer ein wenig nunja auf jedenfall weder Lustig noch Ansprechend. Dachte das am Anfang nur eine erscheinung ist das der Typ abgesetzt wird, doch es ging weiter. Also muss die Werbung ja Leute ansprechen! Soweit mein Schluss aus der Werbung. Doch ist es wirklich schon so das wir in Deutschland derartig degeneriert sind?

  • Ingo Just 21. Oktober 2009 (10:17 Uhr)

    Sehr schöner Blog-Artikel, kann dem auch nur 100% zu stimmen. Absolut nervige Werbung! Wenn das schon alles wäre.
    Klarmobil erlaubt sich die Frechheit seine Konkurrenten als “Betrüger und Schweine” darzustellen? Das schlägt dem Fass den Boden aus! Warum?
    Denn auf die “neuen” Datentarife von Klarmobil treffen genau die beiden Wörter zu, mit denen der Klarmobil-Sepp die Konkurrenz beschreibt.

    Um das ein bisschen zu erklären: Für Datentarife ist es wichtig zu wissen, über welches Mobilfunknetz man mobil surft. Es gibt nämlich riesige Unterschiede beim Ausbau von UMTS-Netzen, die schnelles surfen ermöglichen. Aber Klarmobil sagt den Kunden nirgends, über welches Mobilfunknetz gesurft wird. Das ist aber bei der aktuelle UMTS-Verbreitung sehr wichtig!

    Noch schlimmer wird es dann, wenn die Netzverfügbarkeit in einem schlecht-aufgelöstem PDF dargestellt wird, auf dem man wirklich gar nichts erkennen kann.

    Fazit: Finger weg von Klarmobil!

    Gruß,
    Ingo Just

    P.S. Wen es interessiert, kann den ganzen Fall hier gerne im Detail nachlesen: http://www.surfstickvergleich.com/klarmo...

  • jonny 21. Oktober 2009 (16:38 Uhr)

    brüllende klarmobil seppls, brüllende hornbach ohrfeigenbekommer, alles wahrscheinlich brüllend komisch.

    lautstärke schlägt idee.

    man weiss nicht, wem man da lieber anbrüllen möchte, dass sie aufhören sollen, dieses schlimme zeugs zu rauchen - die auftraggeber oder die agenturen?

  • Hartmut Herrmann 22. Oktober 2009 (08:35 Uhr)

    Liebe Kollegen,

    vielen Dank für die von Emotionen geprägten Bemerkungen zu unserer Kampagne.

    Erstaunlich, dass für die Bewertung der Kampagne noch krassere Worte gefunden, als in derselben benutzt werden.

    Da sag noch einer Werbung wäre Menschen gleichgültig.

    Der Erfolg einer Kampagne selbst ist eine Wechselwirkung aus den verschiedensten Komponenten:

    Neben Kontaktart, -intensität und qualität ist vor allem auch die Akzeptanz und Qualität des vermarkteten Produkts entscheidend für die Effektivität und Effizienz der Kampagne.

    Die Machart kann enormen Einfluß auf den share of Voice haben.

    In den Marktforschungen die unser Unternehmen regelmäßig durchführt stellen wir fest, dass bei unseren Werbekennern sämtliche Funnelwerte,

    insbesondere die Wechselbereitschaft um signifikante 52% höher liegt als bei Nicht-Werbekennern.

    Der möglicherweise schnell geschlossene Rückschluss, dass Kunden wegen der Tonalität klarmobil so ablehnen wie einige der Autoren dies in diesem Auditorium hier tun, ist falsch!

    Wenn man sich darüber hinaus mit der Konzeption der Kampagne auseinandersetzt, mit dem Entstehen des Mobilfunkdiscount-Segments und der Positionierung zu den etablierten Anbietern dann wird man ggf auch den Hintergrund und die Wahrhaftigkeit der Kampagne besser verstehen.

    Vielleicht sollte dieser Kreis einmal diskutieren, wie wenig sinnvoll es ist 3-stellige Millionenbeträge in Werbung zu stecken, die am Ende vllt einen Preis gewinnt, aber dem Zweck der Vermarktung nicht gerecht wird. Das wäre aber sicher zu schwierig und da solche Werbung ja weder auffällt noch stört, lassen wir das dann lieber mal unter den Tische fallen…

    Viele Grüße,

    Hartmut Herrmann
    Geschäftsführer klarmobil.de

  • Spießer Alfons 22. Oktober 2009 (08:48 Uhr)

    @ Hartmut Herrmann

    Und deshalb glauben Sie, dass man seine Wettbewerber als “Schweine” und “Betrüger” bezeichnen darf…?

  • Hartmut Herrmann 22. Oktober 2009 (08:59 Uhr)

    Herr Dzubilla,

    wenn es darum geht was man darf…
    Ja, das darf man! Denn der Text ist nicht personalisiert und stilisiert. Lesen Sie ihren Text und stellen Sie sich selbst die Frage auch noch einmal!

    Die Antwort könnte anders ausfallen!

    HH

  • Spießer Alfons 22. Oktober 2009 (09:06 Uhr)

    @ Hartmut Herrmann

    Ich versuche es mal mit einem Gleichnis: Wenn unsere Kinder morgen auf dem Schulhof herumbrüllen: Alle Lehrer sind Schweine und Betrüger, ohne dieselben einzeln zu personifizieren, dann finden Sie das auch so toll wie Ihre Reklame…?

    Ich hoffe, die Antwort fällt anders aus!

  • Peter 23. Oktober 2009 (19:10 Uhr)

    Hehe - da war Herr Herrmann wohl sprachlos … im Gegensatz zu seinem Reklameschreier!!!

  • viking 23. Oktober 2009 (23:45 Uhr)

    Der Spottexter wird wohgl ein Jünger Sarrazins sein.

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