Spießer Alfons zu Halloween: gespenstisches Geklüngel in einer norddeutschen Kleinstadt
Ein Blog ist, wie Ihr wisst, ein Tagebuch. Darinnen schreibt der Blogger seine persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen und seine eigene Meinung nieder. Letzteres zum Beispiel ist Journalisten heutzutage in Print-Medien nur noch sehr begrenzt möglich.
Passend zu Halloween kommt hier eine gespenstische Geschichte aus dem persönlichen Alltag von Spießer Alfons. Der ist im kommerziellen normalen Leben auch Autor von Kinderhörspielen. Unter dem Pseudonym „Peter Riesenburg“ hat Alfons u. a. das Schlossgespenst „Schubiduu…uh“ erfunden. Seit vielen, vielen Jahren spukt dieser fröhliche Geist im Schloss von Ahrensburg, der Stadt, in der auch der Autor wohnt und arbeitet. Eine bessere Werbung kann sich die Schlossverwaltung für das Museum gar nicht wünschen.
In dieser Woche wollte der NDR eine TV-Sendung von 20 Minuten live drehen im Ahrensburger Schloss. Mit “Schubiduu…uh” und seinem Vater Peter Riesenburg aka Spießer Alfons aka Harald Dzubilla. Das jedoch wurde von der Museumsleiterin Tatjana Ceynova abgelehnt. Mit der Begründung: Der Autor hat in Vergangenheit eine Aktion ins Leben gerufen gegen den so genannten „Muschelläufer“, einem Plastikmonster auf dem Rondeel in Ahrensburg, das den meisten Bürgern dort missfällt; und weshalb auch die Stadtverordneten-Versammlung offiziell beschlossen hat, diesen Blaumann an einen anderen Ort zu versetzen.
Und noch eine zweite Begründung für die Absage an den NDR: Das Schlossgespenst sagt doch tatsächlich in einer Folge der Hörspielreihe, dass das Ahrensburger Schloss ohne Schlossgespenst für Kinder bloß „langweilig“ ist!
Aus diesen beiden Gründen, wurde einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender verboten, den Autor und Journalisten in einem öffentlichen Museum zu filmen und zu interviewen. Einem historischen Gebäude, das dem Land Schleswig-Holstein gehört, dem Kreis, der Stadt u. a. Der Autor empfindet das als Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit des Landes, zumal er selber Journalist ist. Und auf seinem Presseausweis ist auf der Rückseite vermerkt:
„Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe. Die Behörden sind nach Maßgabe der Landespressegesetze verpflichtet, den Vertretern der Presse die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen. Institutionen und Unternehmen werden gebeten, den Vertretern der Presse die der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe dienenden Auskünfte zu erteilen.“
Dieses Verlangen gilt natürlich nicht nur für Auskünfte, sondern auch für journalistische Arbeit an Orten, die für eine Berichterstattung wichtig sind. Und es betrifft nicht nur Vertreter der gedruckten Presse, sondern gilt auch für Journalisten eines öffentlich-rechtlichen TV-Senders. Daraufhin hat sich der Autor mit diesem Thema an die örtliche Presse gewandt. Früher war das mal eine „Ahrensburger Zeitung“, die dem „Hamburger Abendblatt“ beilag. Heute sind das nur noch ein paar Extra-Seiten, die „Stormarn-Beilage“ heißen. Der Zeitung gegenüber schilderte der Autor den Fall und bekam den Hinweis: kein Interesse an diesem Thema.
Warum es an Interesse gemangelt hat, könnte daran gelegen haben: In dieser Woche las man in einem Jubiläumsteil „60 Jahre „Ahrensburger Zeitung“, die es gar nicht mehr gibt, einen Lobgesang der Museumsleiterin auf die Redaktion — siehe Abbildung! Und wie auch der dümmste Bauer weiß: Die Hand, die einen streichelt, die schlägt man nicht.
In diesem Jahr bekam www.off-the-record.de, also Olaf und Alfons, eine Auszeichnung. Von der Axel-Springer-Akademie. In der Belobigung heißt es u. a.: „Der Bohlen dieses Blogs: Harald Dzubilla. Unter dem bereits aus dem Print bekannten Pseudonym „Spießer Alfons“ spießt er Werbung auf, die dumm oder abgekupfert ist, tadelt verlegerisches Geklüngel und echauffiert sich über PR-Wölfe im Journalistenfell. Man muss nicht immer einer Meinung sein mit Dzubilla. Aber er liefert Hintergründe, bringt starke Argumente, deckt auf und regt zum Nachdenken an.“
Das „Hamburger Abendblatt“ ist eine Zeitung aus dem Verlag Axel Springer. Und Redaktionsleiter Klüngel Klingel-Domdey regt den Spießer ebenfalls zum Nachdenken an.
PS: Weder Museumsleiterin Tatjana Ceynova noch Redaktionsleiter Ralph-André Klingel-Domdey sind dem Autor persönlich bekannt.
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Tja, lieber Spießer, das größte Bollwerk gegen Intellektuelle ist immer noch Dummheit gepaart mit Dreistigkeit. In diesem Sinne steht Frau Ceynova symbolisch für den Zustand unserer Gesellschaft.
@ Spießer
Redaktionsleiter, fern von der Chefredaktion, glauben, sie wären Chefredakteur. Und sie haben natürlich ihren örtlichen “Freundeskreis”, der über jede Kritik erhaben ist. Darüber sollte der NDR mal einen Report machen!
Schreib doch mal an Chefredakteur Strunz und verlange eine Stellungnahme. Oder besser gleich an Springer-Häuptling Döpfner. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man dann auf jeden Fall eine Antwort bekommt.
Das ist der Schleswig-Holsteiner Charme – ignorant und selbstgefällig. Beheimatet im Kreis Stormarn, der zu den einkommensstärksten in Deutschland gehört, aber der nicht mal in der Lage ist, seine öffentlichen Gebäude vernünftig zu sanieren oder Straßen so sicher zu gestalten, dass es nicht jeden Monat ein paar Verkehrstote gibt.
Das gehört hier eigentlich nicht hin, aber ich „durfte“ dort mal ein paar Jahre wohnen und diesen Menschenschlag kennenlernen. Widerliches Pack (aber natürlich nicht alle
“Schubiduh das Schlossgespenst?” Klingt mir wie ein Plagiat von “Huibuh das Schlossgespenst”.
Das kenn ich, hab ich als Kind gehört.
@ Schlossgespenst
Es gibt viele Gespenstergeschichten für Kinder. Und die Geschichten von “Schubiduu…uh” haben mit “Huibuh” absolut nichts gemeinsam, unterscheiden sich genauso wie Pippi Langstrumpf vom Räuber Hotzenplotz.
@ Spießer Alfons
Naja … “Huibuh” und “Schubiduu” + Schlossgespenst klingt aber ziemlich zum Verwechseln ähnlich …
Wenn das Reklameanzeigen wären, würde der Spießer Alfons das wohl als Plagiat bezeichnen.
@ Schlossgespenst
Hä…?
Ein Gleichnis: Wenn ich jetzt ein Kinderbuch schreibe und die kleine Heldin “Bipi Longstrumpf” nenne, würden sich dann die Leute nicht an “Pippi Langstrumpf” erinnert fühlen …?
Wenn man sich ein Schlossgespenst ausdenkt, dann muss man das doch nicht fast genauso nennen wie das schon sehr bekannte Schlossgespenst “Huibuh”.
Oder ist das vielleicht Absicht … ? Bei “Schubiduh” auf dem Cover greift ja vielleicht aus Versehn der eine oder andere zu, der eigentlich “Huibuh” wollte … ?
Was da nu wieder die Markenrechtler zu sagen, weiß ich auch nicht, wünsche aber dennoch eine geruhsame Nacht.
@ Schlossgespenst
Da hast Du offensichtlich nicht den richtigen (sprich: Geist-reichen) Überblick, was die Gespenster Hui Buh und Schubiduu..uh betrifft. Abgesehen davon, dass die Namen grundverschieden sind, ist Schubiduu..uh mit Sicherheit älter (er wurde schon von Frank Sinatra u. a. gesungen
), so gibt es null “Verwechslungsgefahr”. Hui Buh ist ein Gruselgespenst aus der Ritterzeit, Schubiduu..uh ein lustiges Comic-Gespenst aus dem Jetzt. Ich habe in meiner Kindheit beide Gespenster gehört.
Was macht eigentliche eine “Museumsleiterin” in einem solchen Gebäude? Eintrittskarten verkaufen? Oder Austeilen der Puschen für die Besucher?
Also ich sehe hier auch einen klaren Fall von Kupferstecherei man vergleiche:
Schubiduh – Das Schlossgespenst
Huibuh – Das Schlossgespenst
beide haben einen ähnlichen lautmalerischen Namen und denselben “Claim”. Hätte das ein anderer gemacht, wäre es sicher längst vom Spiesser gespiesst. Also spiess dich mal bitte selbst.
@ chris
Dein Kommentar beweist, dass Du null Durchblick hast und nur nachschwafelst, was der Kommentator mit dem originellen Nick “Schlossgespenst” geschrieben hat. Nicht mal die Namen der beiden Gespenster hast Du korrekt wiedergegeben: Hui Buh und Schubiduu…uh heißen sie. Und auf dem Cover von Schubiduu…uh steht nichts von “Schlossgespenst”, sondern: “Das pfiffige Gespenst”. Dass es sich dabei um ein Schlossgespenst handelt, wird natürlich in der Werbung angezeigt.
So, und nun genug damit. Jeder Leser kann sich hierzu seine eigene Meinung bilden.
Schubiduu…uh gibts doch schon mindestens 30 Jahre lang, oder? Das muss die Frau Dr. Ceynova ja als Kind gehört haben.
Da hat wohl einer ein schlechtes Gewissen und verteidigt sich jetzt heftigst…Also echt, “Huibuh” und “Schubiduhuh” und beide sind Schlossgespenster aber es natürlich üüüüüüüberhaupt kein Plagiat, grins:)
@ Schlossgespenst
Es fällt mir schwer, mit einem offensichtlichen Legastheniker über Rechtschreibung zu diskutieren.
Meine Meinung habe ich mir gebildet, für mich ist das ein Plagiat. Legastheniker hin oder her … das ich das bin sollte hier keine Rolle spielen.