Kreative Superlative für Guinness – Bring it to life
Kann bitte mal jemand jenen deutschen Kreativen, die vor allem groß darin sind, sich selbst zu feiern und beim Kreisen ums eigene berggleiche Ego dann Mäuse gebären, verbunden mit der Entschuldigung, der Kunde sei halt nicht mutig genug, jede Menge Guinness spendieren und dann, bevor sie in der Depression der Selbsterkenntnis versinken, ein “Bring it to life” ins Ohr brüllen. In beide.
Dieser neue TV-Spot ist ganz großes Kino (jaja weil Guinness auch so ein toller Kunde ist)
“Bring it to life” der neue Slogan der Marke.
Agentur: Abbott Mead Vickers BBDO



















Da hat die Agentur aber wieder mal einen schönen Werbespot für sich gebastelt.
also nach deinen vorschusslorbeeren bin ich im nachhinein vom spot enttäuscht… =/
große bilder. atmosphäre. und sonst…?!
meh.
Das ist halt Guinness. Ja: Ein (mutmaßlich) großartiger Kunde. Aber es wird immer schnell so getan, als hätte die Agentur den Doofis auf Kundenseite irgend einen Quatsch verkauft, der nur der Agentur gut tut und nicht der Marke.
Aber das ist doch Blödsinn. Jeder (!) Guinness-Spot geht voll auf ” … comes to those who wait.” Das kann man als Reinheitsgebots-Sklave natürlich unprofessionell und “unbierig” finden, Neid wäre wesentlich angebrachter. Kein Neid auf den coolen Kunden, sondern Neid auf den Zwang, sich etwas aufbauen zu müssen. Als Bier. Abseits der Ingredients, abseits der Tradition, abseits des Reinheitsgebots. Nur unter diesem Zwang kann sowas entstehen. (Ausnahmen, meist regionaler Natur, bilden die, nunja, Ausnahmen)
(Machensemirmalwaswiediesewhasuuuupspotsabermithopfen)
Hmm.
Ehrlich gesagt: Ich verstehe den Spot (und damit auch die lobenden Worte von Olaf) nicht.
Was hat dieses große Kino mit Bier zu tun?
Da könnte jetzt am Ende auch ein Toyota Prius durchs Bild fahren…
@Pixel: Es hat was mit dem Claim zu tun. Ist nämlich kein Bierspot, sondern ein Guinness-Spot.
Hat auch nix mit Bier zu tun:
http://www.youtube.com/watch?v=Y9znA_dwjHw
@Pixel
Okay, den Prius hast du mal eben so dahergeholt. also will ich da nicht drauf rumreiten.
Aber der Spot hat jede menge mit Bier – und mit der Marke zu tun.
Mal ad hoc gesagt:
Gemeinschaftsgefühl, Kerle, Natur, Anstregungen für ein großes Ziel, Erhabenheit. Markenwelt. In deutschen Spots würden die Jungs für die anbindunga ans Produkt wahrscheinlich einen Kasten Bier durch Gerstenfelder auf den Berg schleppen und einen Mönch dabei haben – um auch noch auf die Tradition zu verweisen.
enttaeuscht bin ich auch.
erschliesst sich mir logisch wie emotional nicht
für guinness ist der aber wirklich schwach…
ungeschlagen:
http://www.youtube.com/watch?v=1t4sdgvy-pk
ich glaube wir sind uns alle einig, dass wir den spot mit deutscher bierwerbung und den “reinheitsgebots-sklaven” absolut nicht vergleichen können…!
ich vergleiche den film mit anderen guiness spots. und DAgegen fällt dieser gewaltig ab!
auch die line “bring it to life” erschließt sich mir nicht ganz. da hakt es. “good things come to those who wait” ist nachvollziehbar.
für mich nicht mehr als ein imagefilm. ein schöner imagefilm.
Wunderschön fotografiert natürlich…aber ich kann nach drei vier Runden Guinness mit meinen Jungs kaum noch Berge (im wörtlichen Sinn) versetzen. Ich stelle mir bei Guiness-Werbung immer eine Szene aus Jim Jarmuschs “Coffee & Cigarettes” vor…
Ein bisschen Enttäuscht war ich jetzt auch… ist halt so ein Testosteron-Spot. Handwerklich sicherlich sehr gut umgesetzt, aber das ist der hier auch http://www.youtube.com/watch?v=wL-JOSwW8JY und trotzdem irgendwie auch etwas schwachsinnig
Die einzige Werbeaussage die ich da erkennen kann ist, wir haben Eier so groß wie der Mond und wenn unsere Leber explodiert enstehen neue Planeten…
Handwerklich exzellent. Wirklich großes Kino.
Ohne Ton funktioniert er nicht. Ich habe jedenfalls keinen Ton hier und leider nichts verstanden.
Bring it to live. Schöpfung. Ok. Und was hat die Schöpfung mit Bier zu tun? Bier eingießen. Achso.
Aber andererseits muss der Film auch nur gefallen, denke ich. Markenaufbau bliblablub. In Irland hängt eh an jedem Pub ein Guiness Schild und die Iren sind mächtig stolz auf das Gebrau.
Appelliert doch voll an die männliche Selbstüberschätzung, wo ist das Problem, außer dass es völlig aus der Zeit fällt?
@Sascha Stoltenow
“Männliche Selbstüberschätzung”, man bekennt sich nun vielleicht nicht mehr so offen dazu, ist doch kein Zeitphänomen. Die werden wir so schnell nicht los, weil sie wahrscheinlich irgendwo im Reptiliengehirn implantiert ist.