Spießer Alfons: Wenn die Botschaft aus dem Grabe kommt…
Leser Tim hat geschrieben, und zwar wie folgt: „Hallo Spießer, mir wurde gerade eben von einem Freund das
angehängte Bild zugespielt mit der Frage: Kann mir das einer erklären? Großplakat am Hbf Frankfurt. Friedhofsgärtner, Wein und Vive la France??? Naja, und da bin ich nun selbst etwas aufgeschmissen. Da ich sonst immer so unglaublich schlau bin, will ich mir nun die Blöße nicht geben, ihm hier eine Antwort schuldig zu bleiben *lol*. Also leite ich diese Frage an dich weiter. Ob du wohl den Sinn dieses Plakats verstehst? Wenn ja, würde ich mich sehr freuen, wenn du deine Erkenntnis mit mir/uns teilen könntest. Verwirrt und ratlos, aber voller Hoffnung,
Tim“
Spießer Alfons antwortet: Lieber Tim – es ist dieses ein Sujet aus der überirdischen Kampagne der Friedhofsgärtner, einem Berufsstand, der bekanntlich ein vermodertes Image hat und darum versucht, mit verstorbenen Menschen witzige Reklame zu machen.
Weil das Bepflanzen von Gräbern ja immer so todtraurig ist, soll es nun lustig werden, indem man den Verstorbenen ein letztes Zeugnis aufs Grab pflanzt. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Frau, die sich tot gesoffen hat mit französischem Wein. Das ließen die lachenden Erben nun durch Lavendel dokumentieren. Warum, weiß der Spießer allerdings auch nicht, denn als Grabschmuck wäre natürlich ein Rebstock passender gewesen.
Die Idee zu dieser Kampagne stammt im Ursprung von Theodor Fontane (Briefing: „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“). Die Kreation dazu besorgte Schwind, Bonn. Und Spießer Alfons hält hiermit fest, dass er sein Grab im Fall des Falles gern mit Kakteen bepflanzt haben möchte.


















Alleine schon der Domainname ist sowas von schwachsinnig… das einzige was da lebt sind die Würmer, die hart an der Zersetzung der lebenslustigen Verblichenen arbeiten.
Ich wäre fast versucht mal bei so einem lustigen Friedhofsgärtner anzurufen und um einen Kreativvorschlag für Opa, Gott hab ihn selig, zu bitten, der sein ganzes Leben immer so gerne in Thailand ins Puff ging und dort auch sein seeliges Ende gefunden hat
… Ich vermute aber, Leuchtreklame mit “girls, girls, girls topless dancing” am Grabstein würde eine Sondergenehmigung der Friedhofsverwaltung erfordern … 
@ Peter
Diskreter wären in diesem Falle Pilze als Grabschmuck wie z. B. die bekannte Stinkmorchel.
„Im Fall des Falles“ klingt ja fast so wie „für den unwahrscheinlichen Fall, dass…“, und das ist nun wirklich Lavendel.
Lavendel ist nun mal das Nr.1 Exportprodukt der Provence, insofern die richtige Wahl zum Spruch. Nur das muss man wissen
@ Lavendel
Ich hätte nie für möglich gehalten, dass die Tote dort im Bild Lavendelwasser trinkt - ich hab’s für Wein gehalten.
Wieso die Tote? Das ist doch sicher eher die fröhliche Hinterbliebene, die erstmal ein Schlückchen Rosé auf den alten Sack nimmt und dann mit dem Erbe in die Provence ziehen möchte. Die Telefonnummer ist die vom Häuser-Makler.