Spießer Alfons: Liebe otr-Leser, liebe Blogger im ganzen Lande!
Häufig hat Spießer Alfons in Vergangenheit seine „Post an Wagner“ geschrieben, den Gossen-Goethe der BILD-Zeitung. In der letzten Zeit tat der Spießer das allerdings nicht mehr, denn es
hat sich gezeigt: Die Briefe von Alfons an den lieben Gossen-Goethe scheinen „angekommen“ zu sein. Was bedeutet: Irgendjemand muss wohl in letzter Zeit die Beiträge von FJW vor Abdruck in BILD gelesen und möglicherweise sogar redigiert haben, denn in den vergangenen Wochen wurde dort nichts mehr gedruckt, was Alfons hätte aufspießen können.
Nun aber ans Eingemachte: Am 2. Dezember 2008 hat der Goethe der Gosse aka Franz Josef Wagner in Bild geschrieben, dass die TSSG 1899 Hoffenheim der Deutsche Fußballmeister 2009 wird. Wagner: „Darauf wette ich — mein ganzes Weihnachtsgeld — für kranke Babys in Afrika.“ Geantwortet hat Philipp Lahm, der gegen die Wagner-Wette gehalten und auf den FC Bayern München gesetzt hat. Lahm an Wagner: „Sollten wir nicht Meister werden, spende ich den gleichen Betrag für Kinder in Afrika, den Sie in Aussicht gestellt haben.“
Dann passierte es, dass weder Hoffenheim noch München die Meisterschaft gewonnen hat, sondern der VfL Wolfsburg. Und weil nun in diesen Tagen das Weihnachtsgeld im Verlag Axel Springer ausgezahlt wird, wollen wir alle hoffen, dass Franz Josef Wagner sein Versprechen, das er Millionen Lesern gegeben hat, auch hält und das Geld tatsächlich für kranke Babys in Afrika spendet! Wettschulden sind schließlich Ehrenschulden.Was genauso gilt für Philipp Lahm, den Bayern-Kicker.
Womöglich aber ist die Spendenbereitschaft von Wagner & Lahm in Vergessenheit geraten. Könnte ja sein nach einem Jahr. Deshalb erinnert Spießer Alfons an dieser Stelle noch einmal daran. Und wenn alle, alle Blogger (ja, Kai Diekmann genauso wie der BILDblog!) das ebenfalls tun, dann kommt im Internet eine riesige Erinnerungslawine in Gang, an der die beiden Wettkandidaten sich schwerlich vorbeimogeln können.
Keiner ist so stark wie alle. Also: Fordern wir alle gemeinsam die Herren Wagner & Lahm auf, unverzüglich in BILD bekanntzugeben, wohin sie wieviel Geld gespendet haben! Das ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber eine große Hilfe für kranke Babys in Afrika. Und zur Beruhigung: Die beiden Spender zählen nicht zu den Ärmsten unter den Gehaltsempfängern.



















Kurze Anmerkung: Laut BILD-Artikel hat Wagner nicht nur sein Weihnachtsgeld gewettet, sondern sein Weihnachtsgehalt. Ich denke, da dürfte ein beträchtlicher Unterschied sein.
Hach, das sind ja dieser Tage dann doch erhebliche Belastungen, die da auf Herrn Lahm zukommen. Hat doch gerade erst 50 Riesen Geldstrafe abgedrückt.
Ein Hinweis an den Spießer: Stöckchenspiele funzen nicht mehr.
Tolle Erinnerung von Spießer Alfons. Wir haben den beiden schonmal jeweils ein Spenden-Team mit einigen Projektvorschlägen gegründet. Vielleicht fliessen ja tatsächlich die Spendengelder, dann kann es dort jeder transparent nachvollziehen:
http://de.betterplace.org/groups/wagner
http://de.betterplace.org/groups/lahm
Oder vielleicht sammeln auch die Fans gemeinsam mit beiden
Das nehmen doch sicher Bild und Bayern gerne auf, und machen daraus eine Story von 2 guten Menschen, und zahlen etwas aus der Vereins-/Firmenkasse dazu, damit es nicht so weh tut, oder?
cool, GELD SPENDEN erinnert mich an was. habe effjot vor jahren mal eine mail zu seiner afrikabetroffenheit geschickt.
[auszug der mail]
>> Lieber Wagner,
wenn sie schon so betroffen sind, dann machen sie sich gefälligst auf den Weg, bewegen sie ihren Arsch, bauen sie Waisenhäuser, spenden sie ihr Kolumnisten-Honorar — machen sie sich nützlich! .. <<
hat er sich offensichtlich zu herzen genommen – sehr schön.
@ lokalreporter
Jetzt, wo Du das schreibst: Vermutlich ist FJW zur Zeit in Afrika, um sein Spendengeld dort persönlich hinzubringen, und ich tue ihm bitter Unrecht!
Die große Blogger-Mitmach-Welle ist ja leider ausgeblieben. Schade eigentlich, schließlich geht es um eine gute Sache.
@Â Â Michael
Allein 32 Twitter Trackbacks, inkl. BILDblog – das ist doch für den Anfang gar nicht so schlecht, oder…?!
Und weil die beiden nicht öffentlich bekannt gegeben haben, dass Sie etwas gespendet haben, dann spricht alle Wahrscheinlichkeit dagegen, dass Sie es nicht getan haben?
Woraus bitteschön resultiert dieser Schluss? Dass man Franz-Josef-Wagner, dem man sicher wegen einiger Dinge kritisieren kann, erst einmal alles zutraut?
Und Lahm – ist gleich auch alles zuzutrauen, weil er mit Wagner gewettet hat?
Leuteleuteleute, stellt Euch mal vor, die Bild hätte so über das Wettversprechen eines promis berichtet. Dann wär’s hier aber abgegangen “Typisch Bild – vermutet Schuld bis zum Beweis des Gegenteils” und so.
Sorry, vielleicht war’s witzig gemeint. Aber wenn’s so war, ist es schiefgegangen. Einige Kommentare hier zeugen selber von Boulevard-Hau-drauf-Mentalität
Im dritten Satz oben müsste das “dagegen” natürlich ein “dafür” sein. Oder das “nicht” entfallen.
Schwierig, mit den doppelten Verneinungen
@ Claus
Bedenke bitte: Wagner und Lahm sind an die Öffentlichkeit gegangen! Und wenn Wagner sich ständig als Gut-Mensch darstellt und auf andere haut, dann muss er beweisen, dass er sein Versprechen auch eingelöst hat. Genauso Lahm, der sich publicitygeil an Wagner drangehängt hat. Wäre doch leicht für Wagner, morgen in seiner Kolumne zu berichten, dass er sein Versprechen auch eingehalten hat, oder?
Wahre gute Menschen, die spenden, ohne sich zuvor öffentlich in Szene gesetzt zu haben.
@Spießer Alfons,
Du hast recht. Aber wahre gute Menschen brüsten sich auch nicht öffentlich damit, dass und wie viel sie gespendet haben. Sie tun’s einfach.
Und wenn sie in der Presse drüber reden, hält man ihnen schnell vor: “Aha, reine Publicity”
Wie gesagt, ich find’s eigentlich legitim, mit einem Schuss Ironie, so eine Sache mal anzusprechen. Aber in den Kommentaren ging’s hier gleich um Vorschläge von Spendenprojekten oder finanzielle Belastungen, die JETZT kommen. Genau genommen suggeriert dass: ES IST SO, dass die beiden noch nicht gespendet haben – was aber niemand weiß.
Das alles tut im vorliegenden Fall sicher noch niemandem weh. Aber grundsätzlich imitiert man damit die Methoden derjenigen, die man angreift.
Super Aktion ich habs mal getwittert