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Spießer Alfons: Post an Wagner (40)

17. November 2009
von Spießer Alfons

HDZ_1.jpgLieber Gossen-Goethe —

Spießer Alfons weiß, was Euer Merkwürden zur Zeit tun: Ihr überlegt, wie Ihr aus der Nummer mit der Spende rauskommt. Die Spende von Eurem Weihnachtsgeld an arme Babys in Afrika. Ihr erinnert Euch…?

Nun gibt es drei Möglichkeiten. 1. Ihr wollt die Sache aussitzen. Was meint: gar nichts tun. Getreu dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern?! Wenn Ihr so denkt, großer Dichter, dann denkt Ihr falsch. Nota bene: Das Internet vergisst nie! Und so werdet Ihr für den Rest Eures Lebens und auch für die Zeit danach unehrenhaft in Erinnerung bleiben. Da wird sich Eure Enkelin schämen für ihren Großvater, der sein Wort nicht gehalten hat. Wollt Ihr das wirklich…?

Afrikakind.jpgMöglichkeit Nr. 2: Euer Großer Vorsitzender, der bloggende Chefredakteur Kai Diekmann, erkennt, welch große Chance in diesem Thema liegt. Also schickt er Euch zusammen mit Philipp Lahm im Auftrag der Aktion „Ein Herz für Kinder“ nach Afrika. Und in einer herzerweichenden Reportage kurz vor dem Heiligen Abend sehen und lesen Millionen BILD-Leser, was für Gutmenschen Ihr seid, der Kicker aus Bayern und der Goethe der Gosse, die Ihr nun die hungernden Babys auf Euren Armen haltet und ihnen Nahrung gebt, Kleidung und Spielzeug aus Germany! Und die Spenden für die armen Kinder in Afrika bezahlt BILD großzügig aus der Redaktionskasse, quasi als Honorar für Euren selbstlosen Einsatz vor Ort. Oder Ihr lasst Euch alles von großen Firmen sponsern, die dann lobend in BILD erwähnt werden.

Die 3. Möglichkeit ist die folgende Kolumne, die Alfons der Spießer in Eurem Namen formuliert hat, sodass Ihr diese nur noch ins Blatt setzen müsst — siehe die Abbildung unten links!WagnerinAfrika.jpg

So, großer Gossen-Goethe, nun überleget wohl, welches denn der beste Weg ist. Für Euch, für BILD und für Euren Glauben an die Zehn Gebote — falls Ihr Christ seid.wagnerhunger.jpg

Herzlichst

Euer

Spießer Alfons

Update: Soeben liest der Spießer Eure Post von heute, 17. November 2009, an die BILD-Leser — siehe Abbildung rechts! Dazu fehlen Alfons schlichtweg die Worte. Schämen Sie sich, Franz Josef Wagner!

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Post an Wagner (40) ”

  1. Schmitt Sebastian am 17. November 2009 um 00:44 Uhr

    Gut getroffen!
    Und wahrhaftig, man darf gespannt sein welche Möglichkeit der Herr nutzen wird ;-)

  2. Ralf am 17. November 2009 um 01:22 Uhr

    Großartig! Die Kolumne ist klasse. Bin wirklich gespannt, was daraus wird. Bitte auf dem Laufenden halten!

  3. Peter am 17. November 2009 um 09:29 Uhr

    Ich zieh meinen Hut vor Dir, Spiesser!

  4. Cristina am 17. November 2009 um 12:16 Uhr

    Dieser Wagner hat sie doch nicht mehr alle! Da fällt einem ja nichts mehr ein!

  5. Ralf am 17. November 2009 um 13:03 Uhr

    @ Cristina

    treffender kann man’s nicht ausdrücken.

    Wobei ich mich frage: Ist der so kaputt, wie er schreibt? Oder schreibt der so, weil er weiß, wie seine Leserschaft tickt?

    Ich fürchte ja, es ist eine ungesunde Mischung aus beidem…

  6. Stefan am 17. November 2009 um 13:16 Uhr

    großartig, dran bleiben bitte. kann ja nicht angehen das der herr ungeschoren davon kommt.

  7. mike sch. am 17. November 2009 um 16:54 Uhr

    dranbleiben!

    bildblog informieren!

  8. Joewe am 18. November 2009 um 03:41 Uhr

    Obwohl ich es noch immer als Energieverschwendung empfinde, an den Herrn Wagner überhaupt zu denken, muss ich sagen, diesmal hatte es was.

    Druck zu erzeugen ist gut, aber um @mike_sch. zu zitieren:

    > bildblog informieren!

    Denn ganz ehrlich, lieber Spießer, off-the-record hat nun mal nicht die Leserzahlen, um da das große Rad zu drehen. Ist nicht abwertend gemeint, wir alle lieben das Blog, aber mach mal lieber eine Fanseite auf Facebook auf!

    Grüße
    Joewe

  9. OlafKolbrueck am 18. November 2009 um 09:30 Uhr

    @Joewe
    Danke für den Hinweis, aber (und das soll jetzt nicht überheblich klingen) zum einen kommt es nicht nur auf die Leserzahlen an, sondern auch auf die “richtigen” Leser. Und glaube mir, unseren Blog lesen auch bei Springer durchaus die Leute an den wichtigen Hebeln.
    Und: die Fansite zu off-the-record gibt es ja bereits. ;-) http://www.facebook.com/home.p.....638?ref=ts

  10. Kowalski am 18. November 2009 um 15:08 Uhr

    Statt dass Chefredakteur Diekmann mal ernsthaft mit seinem Kolumnisten über Anstand und Moral spricht, lässt der sich lieber in seinem Blog über den eigenen Penis aus. Klar, wenn das Image einer Zeitung schon in der Toilette ist, dann darf der Chefredakteur noch mal tüchtig drauf strullen. Wird allmählich Zeit, dass Frau Springer die Weichen in die Zukunft stellt und Ausschau nach einem seriösen Chefredakteur hält.

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