Spießer Alfons: Dessous für Kinder in Not
Was versteht man unter Public Relations, sprich: Öffentlichkeitsarbeit? Die klassische Definition lautet: “Tue Gutes und rede darüber!”
Und nun werft bitte einen Blick auf die Anzeige von Triumph und erklärt dem Spießer: Ist das PR? Oder ist das nackte Reklame?
Der Inserent erweckt den Eindruck, dass er die Aktion “Tribute to Bambi” unterstützt und damit “Hilfe für Kinder in Not” bringt. Das aber tut er keineswegs. Denn die Aktion “Hilfe für Kinder in Not” soll von den Triumph-Kunden unterstützt werden. Weil die nämlich die “Triumph Weihnachtskollektion” kaufen sollen. Und tun die das nicht, dann gibt’s womöglich gar keine Hilfe für Kinder in Not. Es sei denn, wir spenden unser Geld auf Wunsch des Inserenten direkt an die “Tribute to Bambi-Stiftung”, und zwar — bitte festhalten! — unter dem “Stichwort TRIUMPH”.
Darüber hinaus empfindet Spießer Alfons es irgendwie als makaber, mit der Abbildung im Zusammenhang mit Kindern in Not zu werben, selbst wenn die Ketten um den Hals des Models bloß aus Draht sein sollten statt aus Edelmetall. Die Dessous und die goldenen Handschuhe (!) wirken in den Augen des Spießers etwas deplaciert.
Oder seid Ihr anderer Meinung, liebe otr-Leser…?



















Wirklich krass. Peinlich. Und auch irgendwie verdammt frech.
Ich musste mir die Werbung in der U-Bahn auch mehrmals anschauen bevor ich wirklich verstanden habe, dass das Unternehmen gar nicht selber spendet. Von Selbstlosigkeit wohl kaum eine Spur. Allerdings kann man zur Verteidigung sagen, dass der Spendenaspekt auch nicht dominiert. Vielmehr das Model, die Kleidung, der Bambi, der Glamour…und erst dann der Betrug
Das ruft nach Boykott. Ich werde mir meine Mieder jetzt woanders kaufen.
Es ist eindeutig Öffentlichkeitsarbeit, denn der Öffentlichkeit wird klar dargelegt, wie das Unternehmen innen tickt: Es ruft mit Altherrenphantasien zu Spenden für den Kinderschutz auf.
Negativ PR halt …
Ich persönlich finde es schlicht geschmacklos und widerlich. Diese Gefühle mittels einer Anzeige mit einer Marke zu verbinden muss man erstmal hinbekommen. Chapeau!
Die sind ja nicht mal konsequent, die hätten eine 12-jährige als Modell nehmen sollen.
Hallo Zusammen,
die Anzeige wie die gesamte Kampagne ist peinlich, stümperhaft und am Thema vorbei. Ich vermute, man kann es einfach nicht besser. Glauben wir einfach an den guten Willen und freuen uns. Ist doch nur Reklame.
Das Model ist auch etwas flachbrüstig, ich schreie jetzt nicht Cumshot, aber eine Cupgröße mehr sollte doch drin sein — oder?
das ist alles weder noch, sondern sicher rein weihnachtlich-humanitär und ein gutes werk von triumph, wo die leicht bekleidete frau nur ein ei-ketscher ist.
sicher hat sie ihr foto-honorar auch gespendet.
man möchte vielleicht, dass die kinder in not nun in triumph-dessous durch die welt wandern, damit sich so ein edler retter mit dicker brieftasche findet fürs liebe kind?
was immer es auch ist – es ist geil fotografiert und einfach geschmacklos.