Spießer Alfons: Sauerei
Im Bilde der Werbung sehen wir einen Mann. Der Mann hält einen Regenschirm in der Hand und führt ein Schwein an der Leine. Dem Kleingedruckten dieser Anzeige entnehmen wir, dass es sich
bei dem abgebildeten Herrn um den Metzger Rohde handelt, der im neuen Heft von „essen&trinken“ das Rezept für seine Lieblingswurst raus(d)rückt. Und das passiert „aus Lust an der Freude und aus Liebe zum Genuss“, so beschreibt es der Texter im Claim des Magazins.
Das wirft natürlich Fragen auf. Zum Beispiel: Was will uns der Textdichter damit sagen? Und was möchte uns der Kunstdirektor damit andeuten? Fragen, die bei der Zielgruppe auf allgemeines Interesse stoßen könnten, und weshalb Spießer Alfons nach Antworten gesucht hat, und zwar bei Katja Burghardt. Sie ist nicht nur die Chefredakteurin von „essen&trinken“, sondern sie sitzt auch neben Vielfraß Rainer „Calli“ Calmund in der Jury der „Kocharena“, einer Küchenshow bei VOX. Hier das potentielle Interview, bei dem die Fragen authentisch, die Antworten jedoch imaginären Ursprungs sind:
Spießer Alfons: Frau Burghardt, warum führt der Metzger das Schwein an einer Hundeleine Gassi?
Katja Burghardt: „Das Foto entstand, nachdem die Wurst von Metzger Rohde bereits fertig war.“
Alfons: Das bedeutet, die Wurst enthält kein Schweinefleisch?
Katja: „Natürlich nicht. Sonst hätte der Metzger ja bei diesem Shooting seinen Hund an der Leine geführt!“
Alfons: Was ist das denn für eine „Lieblingswurst“, die Metzger Rohde im Heft präsentiert?
Katja: „Es handelt sich um ein Original-Rezept für Hot Dogs, das aus China stammt.“
Alfons: Und wohin führt der Metzger das Schwein?
Katja: „Das bringt er zu Bernd Buchholz, dem Vorstandsvorsitzenden unseres Verlagshauses, nämlich Gruner und Jahr.“
Alfons: Als Glückschwein für das neue Jahr…?
Katja: „Nicht direkt. Sondern in die Kantine des Verlages. Dort ist ja bekanntlich Schmalhans – sprich Buchholz – Küchenmeister. Auf diese Weise konnten wir von der Redaktion essen&trinken dazu beitragen, dass unsere Kollegen bei Gruner und Spar wenigstens in der Vorweihnachtszeit keinen Hunger leiden mußten.“
Spießer Alfons hat sich bedankt, und zwar für dieses fiktive Gespräch mit der Chefredakteurin. Und nun macht die Anzeige auch Sinn, selbst wenn es nur Blödsinn ist.



















Na da hat Sie aber nochrinmal Schwein gehabt.